Bilderserie
Dienstag, 23. Januar 2018

Der Ausnahmewinter: Alpen versinken im Schnee

Bild 1 von 41
Eigentlich ist reichlich Schnee im Winter ein Segen für die Alpen. (Foto: dpa)

Eigentlich ist reichlich Schnee im Winter ein Segen für die Alpen.

Eigentlich ist reichlich Schnee im Winter ein Segen für die Alpen.

Unmengen an Neuschnee verursachen dort jedoch in weiten Teilen höchste Lawinengefahr.

So angespannt war die Lage letztmals vor fast 20 Jahren.

Die starken Schneefälle erschweren auch die Anreise vieler Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Der Skiort in den Schweizer Alpen ist von einer dicken Schneeschicht bedeckt.

In den vergangenen sechs Tagen fielen fast zwei Meter Schnee.

Das ist eine Schneemenge, wie sie nur alle 20 Jahre registriert wird.

Auch Hubschrauber, mit denen die Teilnehmer nach Davos kommen, haben Schwierigkeiten, zu landen.

Mitunter müssen die Tagungsteilnehmer die letzten zwölf Kilometer nach Davos mit dem Auto fahren und benötigen dafür zwei Stunden.

Im Zentrum von Davos gehen viele Menschen lieber zu Fuß, statt Shuttledienste zu nutzen.

Deren Autos kommen auf den rutschigen Straßen nur langsam voran.

Auf vielen Seitenstraßen geht gar nichts mehr.

Auch das Militär wird beim Schneeräumen eingesetzt.

Hauptsächlich kommen Schaufeln zum Einsatz.

Streusalz darf auf den Straßen von Davos aus Umweltschutzgründen nicht verwendet werden.

Zu dem viertägigen Weltwirtschaftsforum haben sich 3000 Teilnehmer angemeldet, ...

... darunter 70 Staats- und Regierungschefs und rund 1900 Konzernlenker.

Unter zu viel Schnee leidet auch Zermatt.

Der Schweizer Wintersportort ist bis auf Helikopterverbindungen ...

... weiter von der Außenwelt abgeschnitten.

Dort gilt wie in weiten Teilen der Schweiz sogar die höchste Lawinenwarnstufe.

Gäste und Einheimische dürfen sich nur in Gebäuden oder im Dorfzentrum aufhalten.

Wanderwege sind ebenso wie Straßen und Schienen gesperrt.

Das Tourismusbüro tröstet die Gäste mit Verweis auf andere mögliche Aktivitäten.

Im Ort sitzen momentan etwa 9000 Urlauber fest.

Es ist unklar, wann sich die Situation wieder normalisiert.

Zermatt war bereits in der ersten Januarwoche für einige Tage isoliert.

"Seit dem Lawinenwinter 1999 gab es nichts Vergleichbares", sagte eine Sprecherin des Schweizer Wetterdienstes.

Auch andere Orte in der Schweiz und in Österreich vermelden eine schwierige Lage.

So sind im österreichischen St. Anton und im Paznauntal mit dem Wintersportort Ischgl ebenfalls Tausende Touristen eingeschneit.

Dort müssen einige Bahnstrecken wegen der extremen Lawinengefahr gesperrt werden.

Angespannt ist die Lage auch in Italien.

Dort sitzen ebenfalls Tausende Touristen fest.

Da es in den nächsten Tagen mild bleiben soll, wird die Lawinensituation weiterhin extrem sein.

n-tv Meteorologe Björn Alexander warnt angesichts der jetzt eintretenden Wetterbesserung mit Sonne und einem Traumpanorama vor einer "trügerischen Sicherheit".

"Hier kann man nur eindringlich darauf hinweisen, sich diszipliniert zu verhalten, um nicht das eigene Leben und das anderer zu gefährden."

Schon jetzt sind durch Lawinenabgänge mehrere Tote zu beklagen.

Das erwartete Tauwetter bringt außerdem wieder Hochwasser mit sich.

Auf Teilen des Neckars und des Rheins ist die Schifffahrt bereits eingestellt.

Wegen großer Abflussmengen durch Tauwetter warnt Björn Alexander für den Schwarzwald und das südliche Oberallgäu vor steigenden Pegeln.

Er erwartet bis Mittwoch einen Anstieg der Temperaturen in Deutschland auf 9 bis 16 Grad.

weitere Bilderserien