Bilderserie
Freitag, 23. Juni 2017

Wiederaufbau eines Weltwunders: Chinesen reparieren ihre Mauer

Bild 1 von 22
Wenn man von der Chinesischen Mauer spricht, meint man meist die rund 6350 Kilometer lange Konstruktion aus der Ming-Dynastie (1368-1644), die sogenannte "Große Mauer". (Foto: picture-alliance/ dpa)

Wenn man von der Chinesischen Mauer spricht, meint man meist die rund 6350 Kilometer lange Konstruktion aus der Ming-Dynastie (1368-1644), die sogenannte "Große Mauer".

Wenn man von der Chinesischen Mauer spricht, meint man meist die rund 6350 Kilometer lange Konstruktion aus der Ming-Dynastie (1368-1644), die sogenannte "Große Mauer".

Die Verwirklichung dieses Bauprojekts kostete unzählige Menschen das Leben.

Nur noch etwa 500 Kilometer dieser historischen Grenzbefestigung sind gut erhalten.

Inzwischen sind an vielen Stellen Mauerstücke herausgebrochen. Oft tragen Einheimische Steine ab, um damit zu bauen. Teile der Mauer müssen deshalb repariert werden.

In manchen Abschnitten ist diese Arbeit gefährlich und sehr aufwendig.

So auch am Jiankou im Bezirk Huairou. Der Abschnitt 80 Kilometer nördlich von Peking gilt als der verfallenste und gefährlichste Teil der Gegend.

Da die Wege zur Baustelle steil und die Berge hoch sind, erweisen sich Maultiere als einzig mögliches Transportmittel.

Die schwer beladenen Tiere tragen beim Aufstieg Steine, Werkzeug und weiteres Arbeitsmaterial auf dem Rücken - Lasten bis zu 150 Kilogramm.

Von Lockrufen und dem Fluchen der Besitzer begleitet, steigen die Tiere immer wieder die schmalen Naturpfade entlang die steilen Berge hinauf.

2016 waren Reparaturen an der Chinesischen Mauer in die Kritik geraten, weil große Teile des Bauwerks einfach einbetoniert wurden.

Inzwischen versuchen die Bauarbeiter immer erst die originalen Baustoffe der Mauer zu verarbeiten. Dafür sammeln sie die Ziegel, die mit den Jahren vom Mauerwerk abgebrochen sind, wieder ein.

Wenn die echten Mauerstücke für den Wiederaufbau nicht ausreichen, werden neue Steine nach alten Anleitungen hergestellt.

"Wir müssen uns an das originale Format, das originale Material und die originale Handwerkskunst halten, um die historischen und kulturellen Werte zu wahren", erzählt Cheng Yongmao, führender Ingenieur der Baustelle.

Cheng Yongmao gehört zur 16. Generation der traditionellen Brückenbauer. Seit 2003 hat der 61-Jährige bereits 17 Kilometer der Chinesischen Mauer mitrepariert.

Die Reparaturarbeiten am Abschnitt Jiankou begannen 2005. Da das Gebiet so uneben ist, können nur einfache Werkzeuge verwendet werden: Meißel, Hämmer und Schaufeln. Damit gehen alle Arbeiten nur langsam voran.

Ausreichendes Arbeitsmaterial ist auch nicht selbstverständlich: "Seitdem die Regierung Maßnamen zum Umweltschutz ergriffen hat, haben viele Ziegelfabriken ihre Produktion einstellen müssen", erzählt Cheng.

Die Arbeit auf den Baustellen ist körperlich anstrengend. Um wieder Kraft zu sammeln, ...

... machen die Arbeiter einen Mittagsschlaf auf den kühlen Steinen der Mauer ...

... oder im Schatten der Mauervorsprünge.

"Früher haben wir die Mauer wieder aufgebaut, damit Touristen kommen - heute bauen wir sie auf, um sie für folgende Generationen zu erhalten", ...

... sagt Dong Yaohui, Vize-Präsident der Gesellschaft der großen Chinesischen Mauer.

"Das ist Fortschritt." (teb/rts)

weitere Bilderserien