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Donnerstag, 25. Oktober 2018

20 Jahre "Pallas"-Katastrophe : Das Geisterwrack vor Amrum

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Der italienische Frachter "Pallas" ist am 25. Oktober 1998 auf dem Weg von Schweden nach Marokko ... (Foto: imago/fossiphoto)

Der italienische Frachter "Pallas" ist am 25. Oktober 1998 auf dem Weg von Schweden nach Marokko ...

Der italienische Frachter "Pallas" ist am 25. Oktober 1998 auf dem Weg von Schweden nach Marokko ...

... als die Holzladung an Bord kurz vor Mitternacht vor der dänischen Nordseeküste in Brand gerät. Die Besatzung setzt einen Notruf ab ...

... und wird mit Rettungshubschraubern aus Deutschland und Dänemark geborgen, doch ...

... nun treibt der Holzfrachter führerlos auf Amrum zu.

Unter Deck tobt ein bis zu 1000 Grad heißes Feuer, das Schiff schlingert durch bis zu acht Meter hohe Wellen.

Vier Tage nach dem Ausbruch des Brandes läuft die "Pallas" dann vor Amrum auf Grund.

Die deutschen wie die dänischen Behörden glauben, nicht zuständig zu sein, aber ...

... das Seeamt kommt später zu dem Schluss, dass beide Länder die Gefahrenlage falsch eingeschätzt haben, denn ...

... die 1971 gebaute "Pallas" hat 244 Tonnen Öl an Bord, die jetzt ungehindert ins Meer fließen. Am 8. November ...

... werden erste Ölverschmutzungen auf den Inseln Amrum und Föhr gemeldet. Am Ende ...

... sterben mehr als 16.000 Vögel an den Folgen der Ölkatastrophe.

Betroffen sind vor allem die Eiderenten im Vogelschutzgebiet, aber auch Dutzende Seehunde überleben nicht.

"Jeder, der gesunde Hände hat, hat geholfen, die Strände zu säubern", ...

... erinnert sich der ehemalige Wittdüner Bürgermeister Jürgen Jungclaus.

Schleswig-Holsteins damalige Ministerpräsidentin Heide Simonis reist nach Amrum, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.

Die "Pallas" wird zu einer Art Symbol für die Forderung nach einem besseren und koordinierteren Schutz der Küste bei Schiffskatastrophen.

Unter anderem wird nach dem Unglück 2003 das Havariekommando in Cuxhaven gegründet, ...

... das bei großen Schiffsunglücken die Bergungseinsätze koordiniert.

Auch 20 Jahre nach dem Unglück ...

... ist die "Pallas" vor der Küste Amrums noch zu sehen.

Der Frachter erinnert wie ein Mahnmal an die Gefahren, die das Meer und die Schifffahrt mit sich bringen.

In Abständen werden noch Kontrollfahrten zu dem abgeknickten, von den Aufbauten befreiten Wrack der "Pallas" durchgeführt.

Nach Hinweisschildern sucht man auf der Insel aber vergebens. Jungclaus sagt: "Die ganze Küste hier ist gepflastert mit Schiffswracks." Nur das eine hervorzuheben, sei nicht richtig erschienen. (nan/dpa)

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