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Dienstag, 22. Mai 2018

Vulkanausbruch auf Hawaii: Glühende Lava strömt ins Meer

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Der jüngste Ausbruch des Vulkans Kilauea dauert an und hält für Anwohner neue, schwer einschätzbare Risiken bereit. (Foto: AP)

Der jüngste Ausbruch des Vulkans Kilauea dauert an und hält für Anwohner neue, schwer einschätzbare Risiken bereit.

Der jüngste Ausbruch des Vulkans Kilauea dauert an und hält für Anwohner neue, schwer einschätzbare Risiken bereit.

Seit Tagen quillt aus einer neu aufgebrochenen Erdspalte im Südosten von Big Island ein glühend heißer Lavastrom.

Mittlerweile ist das geschehen, wovor Vulkan-Experten bereits seit Längerem warnen: ...

... Der rund 1200 Grad heiße Gesteinsbrei ist bis zur Küste vorgedrungen.

Lava ergießt sich in die Fluten des Pazifik.

Der Kontakt mit Meerwasser löst intensive chemische Reaktionen aus - mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen.

Die Zivilschutzbehörde des US-Bundesstaats Hawaii warnt vor giftigen Gasen, die beim Aufeinandertreffen von flüssigem Gestein und salzigen Fluten entstehen können.

Experten rufen dazu auf, sich von den aufsteigenden Dampf- und Gaswolken fernzuhalten.

Allen Warnungen zum Trotz entwickelt sich das Naturschauspiel zu einer Touristenattraktion.

Dabei sind die aufsteigenden Dämpfe tatsächlich nicht ungefährlich.

Die "Laze" genannten Wolken, die über der Küste von Big Island aufsteigen, enthalten salzsäurehaltige Schwaden und kleine Glaspartikel.

Die ätzenden Säuren und die Glaspartikel bilden sich, wenn die heiße Lava auf das salzhaltige Meerwasser trifft.

Die Bezeichnung "Laze" setzt sich aus dem Wort Lava und einem englischen Begriff für Dunst (haze) zusammen.

"Gesundheitsrisiken von Laze sind unter anderem Reizung der Lungen, Augen und Haut", warnt die Zivilschutzbehörde.

Soldaten der Nationalgarde stehen bereit, um die Gaskonzentration mit tragbaren Messgeräten zu überwachen.

Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sich der Kilauea wieder beruhigt.

Lava aus mehreren Spalten blockierte auf ihrem Weg zum Meer einen wichtigen Highway.

An einzelnen Stellen hat sich eine bis zu sechs Meter hohe Wand aus erkaltender Lava gebildet.

Damit ist eine wichtige Fluchtroute für die Bewohner der vom Ausbruch besonders betroffenen Siedlung Puna auf Big Island, der größten Insel des Archipels, blockiert.

Viele Anwohner versuchen noch, die vulkanischen Aktivitäten in ihrer Nachbarschaft zu ignorieren.

Mehr als 2000 Anwohner mussten jedoch bereits ihre Häuser verlassen.

Seit Anfang Mai speit der Kilauea Lava aus dem Krater und aus Erdspalten.

Im Erdboden östlich des Hauptkraters klaffen mittlerweile mehr als 20 neue Risse.

Unaufhaltsam schiebt sich die Lava über alles, was ihr im Weg steht.

Am Pfingstwochenende gibt es einen ersten Verletzten: ...

... Ein Mann wird auf dem Balkon seiner Wohnung im dritten Stock von einem durch die Luft geschleuderten Lavabrocken schwer verletzt.

Der Lavabrocken trifft den Mann am Schienbein und zertrümmert die Knochen.

Das Unglück ereignet sich in der vom Ausbruch des Kilauea stark betroffenen Ortschaft Pahoa.

Der Mann wird mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, meldet "Hawaii News Now" unter Berufung den Bezirk Hawaii County.

Unbeirrt vom Vulkanausbruch geht das Leben auf dem Rest der Insel weiter: Die Flughäfen bleiben geöffnet, auch Touristen reisten weiterhin nach Hawaii. (mmo)

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