Tod und Leben zwischen Trümmern: Haiti versucht den Alltag
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Freude und Leid liegen in Haiti derzeit dicht beieinander.Bild 1 von 42 | Foto: APWährend Helfer auch nach dem offiziellen Ende der Suche nach Überlebenden noch immer Menschen lebendig aus den Trümmern befreien, …Bild 2 von 42 | Foto: AP… liegen unter vielen Gebäuden Leichen, die niemand bergen will oder kann, so wie die Leichen von 300 Kindern unter einem völlig zerstörten Kinderkrankenhaus.Bild 3 von 42 | Foto: dpa130 Personen konnten seit Beginn der Rettungsmaßnahmen lebend aus den Trümmern gezogen werden.Bild 4 von 42 | Foto: APSo wie eine 16-Jährige Haitianerin, die 15 Tage in einem Hohlraum unter einem eingestürzten Wohnhaus auf Rettung wartete.Bild 5 von 42 | Foto: APDoch diesen glücklichen Einzelschicksalen stehen die unzähligen Toten gegenüber, die bisher gezählt wurden.Bild 6 von 42 | Foto: REUTERS170.000 sind es bereits, 200.000 könnten es werden, befürchtet die haitianische Regierung, die bei dem katastrophalen Erdbeben vor mehr als zwei Wochen starben.Bild 7 von 42 | Foto: APDoch Haiti hat derzeit kaum Kraft und Zeit für Trauerarbeit.Bild 8 von 42 | Foto: APDenn die Menschen in den zerstörten Gebieten müssen ihr eigenes Überleben sichern.Bild 9 von 42 | Foto: APDie Verteilung von Lebensmitteln und Wasser läuft laut einem UN-Sprecher zwar den Umständen entsprechend gut, jedoch kann von einer Entspannung der Lage noch nicht die Rede sein.Bild 10 von 42 | Foto: APDie Verzweiflung der Haitianer äußert sich immer wieder in Tumulten, die die Zuteilung der Hilfsgüter schwierig macht.Bild 11 von 42 | Foto: REUTERSDer Ansturm der Hungrigen ist oft so groß, dass Soldaten und Polizisten nicht Herr der Lage werden.Bild 12 von 42 | Foto: REUTERSUnd überall sind Schilder zu sehen, auf denen Menschen um Essen, Wasser und Hilfe bitten.Bild 13 von 42 | Foto: REUTERSVon Helfern sollen Planen verteilt werden, mit denen Häuser, die noch halbwegs stehen, notdürftig repariert werden können.Bild 14 von 42 | Foto: APDoch viele Menschen, deren Häuser noch bewohnbar sind, ziehen es vor, die Nächte unter freiem Himmel zu verbringen und schleppen ihre Matratzen auf die Straße.Bild 15 von 42 | Foto: REUTERSSie fürchten die Nachbeben, von denen nach dem großen Erdstoß bisher über 50 für neue Panik gesorgt hatten.Bild 16 von 42 | Foto: APVor allem die Lage der Obdachlosen wird immer dramatischer.Bild 17 von 42 | Foto: dpaFast eine Million Haitianer hausen derzeit ohne ein festes Dach über dem Kopf in Hunderten wilden Camps in Parks, auf Freiflächen und in Ruinen.Bild 18 von 42 | Foto: ReutersAuch im zerstörten Präsidentenpalast, den Frankreich originalgetreu wieder aufbauen will, sollen sie Zuflucht gesucht haben.Bild 19 von 42 | Foto: REUTERSIn den behelfsmäßigen Schlafstätten ohne sanitäre Anlagen sind sie den Witterungsbedingungen hilflos ausgeliefert und richten sich auf ein Leben zwischen Trümmern ein.Bild 20 von 42 | Foto: dpaBisher wurden aus den Lagern noch keine Seuchen und ansteckenden Krankheiten gemeldet, die Gefahr sei jedoch nach wie vor hoch, so ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO.Bild 21 von 42 | Foto: REUTERSIn den kommenden Wochen sollen 600.000 Kinder vorsorglich gegen Masern geimpft werden.Bild 22 von 42 | Foto: APVor allem fehlt es an Zelten und schützenden Unterkünften. Nach Angaben der Regierung sind etwa 200.000 Großzelte nötig, um die Obdachlosen unterzubringen.Bild 23 von 42 | Foto: dpaDie Vereinten Nationen planen zehn große Camps außerhalb der Stadt, in denen Hunderttausende Zuflucht finden sollen.Bild 24 von 42 | Foto: APHaitis Regierung erwägt sogar, das Zentrum von Port-au-Prince vorübergehend abzuriegeln, um den Wiederaufbau der Stadt bewerkstelligen zu können.Bild 25 von 42 | Foto: REUTERSDurch die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Provinz müssten die Menschen dazu bewegt werden, die Stadt zu verlassen. So könne der Einwanderungsdruck auf Port-au-Prince langfristig gemindert werden, meint Jean Baleme Mathurin, Wirtschaftsberater des haitianischen Regierungschefs Jean-Max Bellerive.Bild 26 von 42 | Foto: APDenn ursprünglich sei die Stadt nur für 300.000 Einwohner geplant gewesen.Bild 27 von 42 | Foto: REUTERS"Wir haben jetzt die Möglichkeit Bedingungen zu schaffen, damit die Menschen in Würde in ihrem eigenen Land leben können", so der Wirtschaftsprofessor. "Das Land kann jedem die Möglichkeit zum Leben geben, wenn wir es schaffen, Schulen, Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen auf dem Lande zur Verfügung zu stellen."Bild 28 von 42 | Foto: REUTERSAuch Bellerive stellt Überlegungen zu einer Dezentralisierung an, denn in 30 Sekunden habe Haiti durch die Ballung im Raum Port-au-Prince 60 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes verloren.Bild 29 von 42 | Foto: REUTERSInzwischen erwägt Präsident Rene Preval die Verschiebung der Parlamentswahlen.Bild 30 von 42 | Foto: APZwischen Müll und Schutt versuchen die Menschen, sich ein Stück Alltag schaffen.Bild 31 von 42 | Foto: ReutersAuf Straßen und Plätze geht es lebhaft zu: Menschen räumen auf oder gehen alltäglichen Dingen nach.Bild 32 von 42 | Foto: REUTERSViele haben ihre Arbeit wieder aufgenommen.Bild 33 von 42 | Foto: REUTERSGeschäfte haben wieder geöffnet. Händler bieten ihre Waren an.Bild 34 von 42 | Foto: picture alliance / dpaBusse fahren wieder und drängen sich durch die Massen.Bild 35 von 42 | Foto: REUTERSHaitis Regierung glaubt, dass das Land fünf bis zehn Jahre lang Hilfe beim Wiederaufbau brauchen werde.Bild 36 von 42 | Foto: APDas Volk sei "ausgeblutet, gemartert und ruiniert", sagte Bellerive bei der Geberkonferenz in Montreal, auf der unter anderem eine internationale Konferenz im März in New York beschlossen wurde.Bild 37 von 42 | Foto: REUTERSWichtig sei dabei, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich am Wiederaufbau aktiv zu beteiligen.Bild 38 von 42 | Foto: REUTERSViele befürchten jedoch, dass die Gelder für den Neuaufbau wieder in den Händen korrupter Beamter landet.Bild 39 von 42 | Foto: REUTERSNach Ansicht des Welternährungsprogramms WFP müssen die Überlebenden des Erdbebens wesentlich länger versorgt werden als bisher angenommen. Mindestens ein Jahr seien zwei Millionen Menschen auf Lebensmittelspenden angewiesen. Das WFP spricht von einer der größten Herausforderung der vergangenen 40 Jahre.Bild 40 von 42 | Foto: REUTERSEs fordert unter anderem die Armeen dieser Welt auf, entbehrliche Fertigmahlzeiten zur Verfügung zu stellen.Bild 41 von 42 | Foto: APDas Internationale Rote Kreuz berichtet vom größten Hilfseinsatz, den es je für einen Einzelstaat gegeben hat. Es ist mit 20 Katastrophen-Hilfe-Einheiten vor Ort, drei mehr als beim Tsunami 2004.Bild 42 von 42 | Foto: AP
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