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Sonntag, 07. Januar 2018

Größter legaler Marihuana-Markt: Kalifornien ist das neue Kiffer-Paradies

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Seit Jahresbeginn darf im US-Bundesstaat Kalifornien  Marihuana auch an Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf legal verkauft werden. (Foto: AP)

Seit Jahresbeginn darf im US-Bundesstaat Kalifornien Marihuana auch an Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf legal verkauft werden.

Seit Jahresbeginn darf im US-Bundesstaat Kalifornien Marihuana auch an Kunden ohne medizinisch begründeten Bedarf legal verkauft werden.

Das Gesetz für die Legalisierung der Droge als Genussmittel wurde schon 2016 verabschiedet und trat nun in Kraft.

Damit entsteht voraussichtlich der größte legale Marihuana-Markt der Welt.

Der Marihuana-Konsum zur Entspannung wurde schon in acht anderen US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington erlaubt.

Kalifornien ist allerdings deutlich größer, deswegen hat die dortige Legalisierung der Droge auch umfangreichere Auswirkungen.

Schon bei der Legalisierung von Cannabis zur medizinischen Anwendung im Jahr 1996 gehörte Kalifornien zu den Pionieren.

Am 1. Januar 2018 begann der Verkauf mit teils stundenlangen Wartezeiten.

Viele Käufer hatten sich schon in der Nacht angestellt, um Cannabis ohne Sorge vor Polizeikontrollen zu erwerben.

Dabei sind allerdings einige Regeln zu beachten.

Verkäufer und Konsumenten müssen die Regelungen des Bundesstaates und der jeweiligen Kommunen berücksichtigen.

Auf Bundesebene ist der Konsum der Droge als Genussmittel weiterhin illegal.

Auch in Kalfornien ist noch nicht alles erlaubt: Jeder ab 21 Jahren darf bis zu 28,3 Gramm Cannabis ohne Rezept erwerben und bis zu sechs Cannabis-Pflanzen selbst anbauen.

Die Droge darf nicht in der Öffentlichkeit oder am Steuer konsumiert werden.

Auch in einem Umkreis von rund 300 Metern um Schulen und andere Kindereinrichtungen darf nicht gekifft werden. Die Kommunen können weitere Auflagen machen oder den Verkauf der Droge sogar komplett verbieten.

Für die Herstellung, Verbreitung und den Verkauf von Marihuana sind eine Lizenz des Bundesstaates sowie der jeweiligen Kommune erforderlich.

Einige Städte wie San Francisco und San Diego stellten bereits Verkaufslizenzen aus, die Neujahr in Kraft getreten sind. In anderen Städten wie in Los Angeles ist es noch nicht so weit.

Die Legalisierung wird wahrscheinlich zu einem Preisanstieg führen. Von bis zu 70 Prozent mehr ist die Rede, ein Drittel mehr gilt als sicher.

Schließlich will Kalifornien das Genussmittel Marihuana mit einem Steuersatz von 15 Prozent belegen, ...

... die Verkaufssteuer beträgt zehn Prozent und die kommunalen Steuern könnten weitere zehn Prozent betragen.

Auch die Auflage, für jedes Cannabis-Produkt den Nachweis für die Legalität zu erbringen, erhöht den Preis der Droge.

Experten gehen trotzdem davon aus, dass bis 2020 allein in dem Bundesstaat jährlich bis zu sieben Milliarden US-Dollar umgesetzt werden.

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