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Montag, 09. Juli 2018

Wettlauf gegen die Zeit : Taucher retten Jungen aus Höhle in Thailand

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Dramatische Szenen in Thailand: (Foto: REUTERS)

Dramatische Szenen in Thailand:

Dramatische Szenen in Thailand:

Taucher starten eine zweite Rettungsaktion für die Jungen, die seit Wochen in einer überfluteten Höhle eingeschlossen sind.

Der Einsatz beginnt am Montag um sechs Uhr Ortszeit.

18 Spezialtaucher, die meisten aus dem Ausland, machen sich auf den Weg ...

... in die dunkle und in weiten Teilen überflutete Höhle nahe der Stadt Mae Sai.

Und wieder gelingt ihnen das Wunder, das viele nicht mehr für möglich gehalten hatten:

die Rettung einiger Jungen, die seit dem 23. Juni dort eingeschlossen sind.

Damals hatten zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer die Höhle besucht, ....

... als diese plötzlich nach starkem Regen überschwemmt wurde.

Die Kinder retteten sich mit ihrem Trainer vier Kilometer ins Höhleninnere.

... an einer trockenen Stelle.

Nachdem sie tagelang vermisst worden waren, ...

... fanden britische Taucher sie schließlich.

Die Kinder waren zwar geschwächt, aber wohlauf und überglücklich, bald aus der Höhle entkommen zu können.

Die Höhlengänge sind teilweise extrem eng, ...

... das Wasser in den überfluteten Passagen ist schlammig und trüb.

In der vergangenen Woche starb bereits ein Taucher, der die Jungen versorgt hatte, auf dem Rückweg aus der Höhle.

Da der Sauerstoff in der Höhle immer geringer wurde und neue Überflutungen drohen, erhöhte sich der Druck auf die Retter immer mehr.

Die Jungen selbst hielten sich tapfer und schickten Nachrichten an ihre Verwandten, ....

.... die seit Wochen um das Leben der Kinder bangen.

Schließlich gab es am Wochenende den Durchbruch.

Am Sonntag startete die erste Rettungsaktion: ...

... Spezialtauchern gelang es, vier Jungen zu befreien.

Dafür verabreichten sie den Kindern starke Medikamente.

"Die Jungs standen unter Beruhigungsmitteln, damit sie nicht in Panik gerieten", sagte später ein dänischer Taucher, der an der Rettungsaktion beteiligt war.

"Sie waren nicht total betäubt, aber sie reagierten nicht mehr richtig."

So konnten die Retter die Jungen ohne größere Komplikationen durch das Tunnelsystem der überschwemmten Höhle schleusen.

Die Taucher waren auf das Schlimmste vorbereitet. Doch trotz der Befürchtungen, die Ausrüstung könnte kaputt gehen oder dass Kinder wiederbelebt werden müssten, lief alles glatt.

"Sie sahen etwas verängstigt aus, aber sie waren nicht in Panik oder so. ...

... Und sie lächelten und sagten danke", berichtete der Taucher weiter.

Nun hoffen die Angehörigen, dass schnell auch die übrigen Jungen und ihr Trainer aus der Höhle befreit werden, ....

... in der sie so lange in Dunkelheit ausharren mussten.

An der Schule, die sechs der eingeschlossenen Jungen besuchen, hängt inzwischen ein Plakat: "Du weißt nie, wann du dein Englisch gebrauchen kannst." (ghö/dpa/AFP)

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