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Sonntag, 16. November 2014

Erinnerung an tote Soldaten: Bundeswehr weiht neuen Ehrenhain ein

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Auf einer Anhöhe in Geltow bei Potsdam stehen zwischen Bäumen fünf große Kreuze. (Foto: dpa)

Auf einer Anhöhe in Geltow bei Potsdam stehen zwischen Bäumen fünf große Kreuze.

Auf einer Anhöhe in Geltow bei Potsdam stehen zwischen Bäumen fünf große Kreuze.

Jedes erinnert an einen toten Bundeswehrsoldaten.

Ein etwa 150 Meter langer Weg aus Ziegelsteinen wird gesäumt von sieben Stelen. Auf ihnen ...

... finden sich die Namen von 103 Soldaten und einer Soldatin.

Der frisch eingeweihte "Wald der Erinnerung" soll das Gedenken an zahlreiche verstorbene Bundeswehrsoldaten wachhalten.

Die Eröffnung fand am 15. November 2014 im Beisein von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Bundespräsident Joachim Gauck statt.

"Ein Stück Afghanistan ist hierher geholt worden. Es ist der Ort, wo unser Sohn gewesen ist", sagt die Mutter eines toten Soldaten. Die Ehrenhaine im "Wald der Erinnerung" sind ...

... die Originale aus den jeweiligen Einsatzgebieten wie Kabul.

Sie bilden das Herzstück der Gedenkstätte und stammen aus fünf Gebieten, in denen die Bundeswehr inzwischen ihren Einsatz beendet hat.

Für knapp zwei Millionen Euro ist dort seit Herbst 2013 auf einem etwa 4500 Quadratmeter großen Areal der "Wald der Erinnerung" entstanden.

Dreizehn Standorte waren im Gespräch für den Ehrenhain, doch die ...

... endgültige Entscheidung für Geltow haben letztlich die Hinterbliebenen gefällt.

Seit 1992 starben nach Angaben der Bundeswehr 104 deutsche Soldaten bei Einsätzen im Ausland, 55 davon ...

... in Afghanistan (hier Gedenkstätte Kunduz). Seit Gründung der Bundeswehr 1955 seien bislang mehr als 3200 Soldaten im Dienst oder an Folgen ihrer Einsätze gestorben, hieß es.

Die Ehrenhaine sind nach dem Vorbild eines Friedwaldes gestaltet, in dem ...

... die Überreste der Verstorbenen unter Bäumen in Einzel- oder Gemeinschaftsgräbern begraben sind.

Hierfür werden biologisch abbaubare Urnen verwendet. Die Grabstelle im Wald wird im ...

... Gegensatz zur anonymen Wiesenbestattung mit einem kleinen Schild am Baum gekennzeichnet.

Ganz modern geht es mittlerweile auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main zu.

Mithilfe der App "Wo sie ruhen" können Besucher die Gräber berühmter Persönlichkeiten wie Alois Alzheimer oder ...

... Arthur Schopenhauer aufsuchen.

Einige Gräber sind mittlerweile auch mit QR-Codes versehen, mithilfe derer man virtuelle Kerzen zum Gedenken an den Verstorbenen anzünden kann.

Passend zum Volkstrauertag haben Künstler vor dem Reichstaggebäude verzierte Kreuze aufgestellt, die ...

... an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnern sollen.

So erhalten nicht nur die verstorbenen Bundeswehrsoldaten eine eigene Gedenkstätte, sondern es wird auch an andere Kriegsopfer erinnert. (lsc/AFP)

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