Die Bedeutung der deutschen Steinkohle geht seit Jahren zurück.Bild 1 von 50 Den größten Boom erlebten die deutschen Steinkohlezechen nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere in der Mitte der 50er Jahre.Bild 2 von 50 Nach Angaben des Gesamtverbands des Deutschen Steinkohlebergbaus waren 1957 rund 607.000 Bergleute in knapp 150 Zechen beschäftigt.Bild 3 von 50 Die Förderleistung lag damals bei etwa 150 Millionen Tonnen im Jahr.Bild 4 von 50 Auch im sächsischen Zwickau holten Bergleute das schwarze Gold zum Aufbau des Sozialismus aus der Erde.Bild 5 von 50 Doch inzwischen heizen immer weniger Privathaushalte mit Kohleöfen.Bild 6 von 50 Der Dampfpflug ist nur noch ein historisches Schaustück ...Bild 7 von 50 ... und auch die Dampflok ist eher etwas für Nostalgiker.Bild 8 von 50 Förderung, Zahl der Beschäftigten und Anteil an der Stromerzeugung sinken seitdem stetig...Bild 9 von 50 1990 wurden noch 26 Prozent des Stroms aus deutscher Steinkohle gewonnen, 2005 waren es nur noch 10 Prozent.Bild 10 von 50 Ende 2006 waren noch acht Zechen - sieben in Nordrhein-Westfalen und eine im Saarland - mit knapp 33.000 Bergleuten in Betrieb.Bild 11 von 50 Die Zechen befinden sich an den Standorten Bottrop, Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Ibbenbüren, Kamp-Lintfort, Marl und Ensdorf im Saarland.Bild 12 von 50 Im Sommer 2008 soll das Bergwerk Walsum in Duisburg ...Bild 13 von 50 ... und Anfang 2010 das Bergwerk Lippe bei Gelsenkirchen geschlossen werden.Bild 14 von 50 Die geförderte Kohlemenge lag im vergangenen Jahr bei 22 Millionen Tonnen und soll bis 2012 auf 16 Millionen Tonnen sinken.Bild 15 von 50 Dann werden noch 20.000 Bergleute Kohle abbauen.Bild 16 von 50 Doch die deutsche Steinkohle ist ein teures Gut.Bild 17 von 50 Seit Beginn der Subventionen im Jahr 1961 haben Steuerzahler und Stromkunden die Kohleförderung in Deutschland laut nordrhein- westfälischem Wirtschaftsministerium mit rund 130 Milliarden Euro unterstützt.Bild 18 von 50 Davon sind allein fast 38 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren geflossen.Bild 19 von 50 Die Subventionen werden allerdings kontinuierlich reduziert.Bild 20 von 50 Erhielt der Bergbau im Jahr 2000 noch 4,35 Milliarden Euro vom Bund und vom Land, so wird es in diesem Jahr noch knapp die Hälfte sein.Bild 21 von 50 Die Zusagen der alten rot-grünen Bundesregierung sehen bis 2012 einen weiteren Rückgang auf 1,83 Milliarden Euro vor.Bild 22 von 50 Mit den Beihilfen wird vor allem die Differenz zwischen den Kosten für Importkohle und den Förderkosten in Deutschland ausgeglichen.Bild 23 von 50 Während für eine Tonne Importkohle derzeit rund 60 Euro bezahlt werden müssen, kostet die Tonne aus heimischen Zechen etwa drei Mal so viel.Bild 24 von 50 Steinkohle wird in Deutschland fast nur noch zur Stromerzeugung und bei der Stahlproduktion eingesetzt.Bild 25 von 50 Auf beiden Feldern hat die Importkohle der heimischen Kohle klar den Rang abgelaufen.Bild 26 von 50 2005 stammten nur noch 40 Prozent der verstromten Steinkohle aus Deutschland, 1977 waren es noch 77 Prozent.Bild 27 von 50 Die deutschen Hüttenwerke deckten ihren Bedarf an Koks in den 90er Jahren fast ausschließlich aus heimischer Produktion, im Jahr 2005 nur noch zu einem Drittel.Bild 28 von 50 Die Branche beziffert ihre Gesamteinnahmen auf noch 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2005. Rund 2,4 Milliarden Euro stammten aus Subventionen, 2,1 Milliarden Euro aus Verkaufserlösen.Bild 29 von 50 Von diesem Geld flossen 900 Millionen Euro in die Löhne und Gehälter der rund 33.000 Beschäftigten, 1,3 Milliarden Euro in Steuern, Sozialabgaben und sonstige Leistungen.Bild 30 von 50 Aufträge an andere Unternehmen vergab der Bergbau in Höhe von 2,3 Milliarden Euro.Bild 31 von 50 Der heimische Bergbau verliert als Auftraggeber für die Zulieferbranche aber an Gewicht. Die rund 120 deutschen Bergbaumaschinen-Hersteller erzielen mittlerweile 83 Prozent ihres Umsatzes von 2,55 Milliarden Euro (2006) im Ausland.Bild 32 von 50 40 Prozent aller weltweit verkauften Bergbaumaschinen sind aus deutschem Fabrikat. Die Branche hat mit etwa 16.500 Mitarbeitern inzwischen halb so viele Beschäftigte wie der Bergbau selbst.Bild 33 von 50 Trotz der sinkenden Bedeutung des Inlandsgeschäfts haben die Zulieferer vor einem Ende der Kohleförderung gewarnt.Bild 34 von 50 Wenn die Möglichkeit für einen Test neuer Maschinen in heimischen Bergwerken entfalle, wären viele Hersteller zu einer Abwanderung ins Ausland gezwungen.Bild 35 von 50 Mit dem Kohlekompromiss wurde Anfang des Jahres der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau für 2018 festgelegt, ...Bild 36 von 50 ... 2012 soll aber nochmals die energiepolitische Situation für eine endgültige Beurteilung herangezogen werden.Bild 37 von 50 Was finanz- und strukturpolitisch richtig ist, ist für die Bergbauregionen dennoch eine große Herausforderung.Bild 38 von 50 Auch deshalb gehörten die Proteste der Kumpel gegen Zechenschließungen über Jahrzehnte zum gewohnten bundestdeutschen Bild.Bild 39 von 50 Den Lauf der Zeit hat das nicht aufhalten können.Bild 40 von 50 Aus alten Zechen werden Kulturlandschaften.Bild 41 von 50 Neue Industrien müssen angesiedelt werden, in Zeiten der Globalisierung kein leichtes Unterfangen.Bild 42 von 50 Die Fördertürme werden abgebaut.Bild 43 von 50 Mit ihnen verschwinden auch viele Traditionen, irgendwann wird ein Lied wie: "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt..." nur noch an sehr ferne Zeiten erinnern.Bild 44 von 50 Berufe wie Hauer und Steiger werden in Vergessenheit geraten, ..Bild 45 von 50 ... Wasch- und Schwarzkauen kennt schon heute außerhalb des Ruhrgebiets kaum jemand.Bild 46 von 50 Zukunftsfähige Arbeitsplätze werden in Deutschland künftig kaum untertage liegen.Bild 47 von 50 Viele Kumpel haben Angst vor der Arbeitslosigkeit.Bild 48 von 50 Sie finden es auch im eigenen Interesse schade, dass die Energie, die unter der Erde liegt, nicht mehr genutzt werden soll.Bild 49 von 50 England hat seinen Kohleausstieg schon wieder rückgängig gemacht und Polen ist gerade dabei, und so hoffen auch die deutschen Bergleute noch auf einen Neubeginn.Bild 50 von 50