Vielen Dank, Frau Merkel, für diesen tollen Gipfel. Allen Unkenrufen zum Trotz waren das drei wirklich schöne Tage an der Ostsee. Die Menschen lachten herzhaft, die Sonne knallte mächtig und alle waren richtig ausgelassen - ein Hauch von WM-Stimmung umgab den Tagungsort.Bild 1 von 37 Der selbst natürlich maßgeblich dazu beigetragen hat. Heiligendamm als Stätte des G8-Treffens hatte übrigens Ex-Kanzler Schröder bereits 2004 ins Spiel gebracht.Bild 2 von 37 Und mal ehrlich: Natürlich strahlten die weißen Wände und das altehrwürdige Ambiente des Ostseebades eine ganz andere, positivere Stimmung aus, als dies beispielsweise auf einem Flugzeugträger der Fall gewesen wäre.Bild 3 von 37 US-Präsident Bush kam bereits einen Tag zu früh. Was er den ganzen Mittwoch bis zum Eröffnungsdinner gemacht hat, blieb sein Geheimnis. Wichtig: Alle G8-Teilnehmer waren bestens gelaunt. Und die Nummer 9 auf dem Foto auch: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (r).Bild 4 von 37 Ganz wichtig fürs Gelingen zudem: Persönliche Beziehungen. Nicht alle Staaten sind so schlau und wählen eine Frau an die Regierungsspitze.Bild 5 von 37 Denn Ex-Ex-Kanzler Kohls "Mädchen" gelang es, all die adretten Herrn mit einer Charme-Offensive um den Finger zu wickeln. Frankreichs Präsident Sarkozy, dessen hübsche Frau leider schnell wieder nach Paris eilte, fasste beherzt zu.Bild 6 von 37 Großbritanniens Premier Blair, dessen hübsche Frau noch da war, schien das mit den persönlichen Beziehungen etwas übertreiben zu wollen, ...Bild 7 von 37 ... kriegte dann aber doch noch die Kurve. Gut möglich, dass Merkels bessere Hälfte die aufkommende Eifersucht nur schwer unterdrücken konnte.Bild 8 von 37 Joachim Sauer revanchierte sich jedenfalls mit einem für ihn doch eher untypischen Flirt mit Cherie Blair.Bild 9 von 37 Auch die anderen setzten auf Harmonie: Egal ob Bush und Sarkozy, die sinnierend am Strand flanierten, ...Bild 10 von 37 ... oder Bush und Putin. Letzterer, dieses Schlitzohr, lud Bush spontan zur gemeinsamen Sache bei der Raketenabwehr ein. Da sich Bush selbst für ein Schlitzohr hält, die zugegebenermaßen gewagte Prognose: Der Beginn einer wunderbaren Männerfreundschaft.Bild 11 von 37 Auch gelungene Dreier gab es. Was bleibt einem übrig bei einer Frau und zwei Männern?Bild 12 von 37 Aber nicht, dass Sie denken, die 100 Millionen Euro, die der Gipfel kostete, seien am Strand von Heiligendamm in den Sand gesetzt worden. Es wurde auch ernsthaft getagt.Bild 13 von 37 Auch wenn die Sitzungseinheiten in der Regel auf 90 Minuten begrenzt waren, kann das bei der Konzentration ermüdend wirken. Da hilft erfahrungsgemäß ein Kaffee oder Tee, aber auch ...Bild 14 von 37 ... sich die Jugend an den Tisch zu holen. Gleich wird die Stimmung lockerer, die Herren machen Witze und wirken insgesamt etwas engagierter.Bild 15 von 37 Zwischen den Sitzungen gab es - nicht nur bei den Staats- und Regierungschefs von Deutschland, England, Frankreich, Italien, Kanada, den USA, Japan und Russland - gutes Essen.Bild 16 von 37 Den Verdauungsspaziergang zum Strand konnte man anschließend auch für einen Sprung ins kalte Wasser nutzen. Wahlweise ...Bild 17 von 37 ... sich aber auch einfach nur den auf dem Wasser gebotenen Ablenkungsversuchungen hingeben.Bild 18 von 37 Und wenn die Gipfelteilnehmer dann doch mal ganz genau in die Ferne blickten, erspähten sie vielleicht ein paar Zaungäste. Aber Angst musste man vor der bunten Schar in der Regel nicht haben.Bild 19 von 37 Im Gegenteil: Viele Anti-G8-Demonstranten zeigten sich von ihrer besten Seite.Bild 20 von 37 Denn auch auf der anderen Seite des 12,5 Kilometer langen Zauns war die Stimmung prächtig, auch hier kam man sich näher. "Ernsthaft in Betracht ziehen"? HIER wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht.Bild 21 von 37 Ja, ein Hauch von Woodstock lag über Rostock ...Bild 22 von 37 ... und angesichts der Hitze wurden von manchen die unfreiwilligen Duschen zur willkommenen Abkühlung genutzt.Bild 23 von 37 Stimmung beim Gipfel: Super. Stimmung in den Protest-Camps: Super. Und die Stimmung beim Partnerprogramm (Achtung, bloß nicht Damenprogramm sagen ...)?Bild 24 von 37 Naja...Bild 25 von 37 Aber darauf kam es ja auch nicht an. Hauptsache die Mächtigen der Welt fühlen sich am Abend eines anstrengenden Gipfel-Tages beim Gruppenfoto im eigens für sie angefertigten Strandkorb wohl.Bild 26 von 37 Dann hieß es: Frisch gemacht, Krawatte weg, raus.Bild 27 von 37 In der Abendsonne stolzierte man gemeinsam über die 200 Meter in die Ostsee ragende Seebrücke. Unschätzbarer Kommunikationsvorteil: Putin spricht fließend Deutsch, Merkel sehr gut Russisch.Bild 28 von 37 Und nach dem letzten Foto für die Journalisten hatten es alle beinahe geschafft.Bild 29 von 37 Nur der gemütliche, ja fast intime Teil des Gipfels stand noch aus. Auf der Terrasse ...Bild 30 von 37 ... konnte man mal über etwas anderes reden - nicht immer nur Klimakatastrophe, Schuldenerlass, Hungersnot, HIV-Epidemie und Raketenabwehr.Bild 31 von 37 Von ganz weit weg drangen zuweilen Liedfetzen zur Abendgesellschaft durch: "Kinder an die Macht". Oder "Zeit, dass sich was dreht".Bild 32 von 37 Bush schenkte sich ein - natürlich alkoholfreies - Bier ein ...Bild 33 von 37 ... war aber dennoch, tja, unheimlich ausgelassen. Am Freitagmorgen litt er übrigens unter einer - zum Glück nicht ernsthaften - Magenverstimmung.Bild 34 von 37 Merkel hat alles erreicht: Bis 2050 denkt man ernsthaft über das Klima nach. Außerdem will man die bereits 2005 gemachten Entwicklungshilfe-Zusagen nun auch wirklich einhalten. Und 60 Milliarden Dollar für den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose aufbringen, versprochen.Bild 35 von 37 Leider ist der Gipfel nun vorbei. Am Abend sind sie alle wieder abgereist. Wissen Sie noch, wie es Ihnen nach dem WM-Endspiel ging? Dieses Loch, das Sie gespürt haben? Da müssen wir nun alle gemeinsam durch.Bild 36 von 37 Wie bitte, Frau Merkel? Wie Sie das gemacht haben? Weiter so, wir sind begeistert.Bild 37 von 37