"Es ist verdammt gefährlich dort draußen", sagte der britische Oberstleutnant Matt Bazeley vor Beginn der jüngsten Offensive in der afghanischen Provinz Helmand zu den Soldaten seiner Pioniereinheit. "Wir gehen in das Herz der Finsternis."Bild 1 von 25 | Foto: AP
An der Operation "Muschtarak" (Gemeinsam), die am 14. Februar begann, sind 15.000 Soldaten beteiligt, davon 4400 Afghanen.Bild 2 von 25 | Foto: AP
Gleich am ersten Tag der Offensive kamen zwölf Zivilisten ums Leben, als zwei Raketen ihr Ziel um mehrere hundert Meter verfehlten.Bild 3 von 25 | Foto: REUTERS
Der afghanische Innenminister Mohammad Hanif Atmar kündigte daraufhin an, man werde auf den Einsatz von schwerer Artillerie verzichten und sich täglich mit Stammesältesten beraten.Bild 4 von 25 | Foto: AP
Außerdem will die Regierung einen Radiosender im Kampfgebiet installieren, um Zivilisten besser zu informieren.Bild 5 von 25 | Foto: REUTERS
In der Nacht zum Dienstag teilte die Internationale Schutztruppe ISAF mit, Soldaten hätten versehentlich drei Zivilisten erschossen.Bild 6 von 25 | Foto: REUTERS
Die Offensive ist der erste große Test für die neue Strategie von US-Präsident Barack Obama, der die amerikanischen Soldaten in Afghanistan zuletzt um 30.000 auf knapp 100.000 aufgestockt hatte.Bild 7 von 25 | Foto: AP
Selbst der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney, einer der schärfsten Kritiker Obamas, unterstützt diese Strategie. Indem Obama zusätzliche Truppen entsandt habe, habe er "die richtige Entscheidung" getroffen, sagte Cheney.Bild 8 von 25 | Foto: dpa
Nach offiziellen Angaben macht die Offensive Fortschritte. Wie der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf afghanisches Militär berichtet, wurden die Aufständischen aus den Regionen um Mardscha und Ali Nad vertrieben.Bild 9 von 25 | Foto: AP
Der CNN-Korrespondent, der mit der US-Marine-Infanterie unterwegs ist, sagte, Mardscha sei "praktisch eine Geisterstadt". Die Taliban seien schwer zu finden. Die Soldaten hofften, die Aufständischen würden aus ihren Verstecken auftauchen, damit sie bekämpft werden könnten.Bild 10 von 25 | Foto: AP
Oberstleutnant Mark Dietz von den US-Marines sagte dem Sender, die Stadt sei die "letzte Bastion" der Taliban im Tal des Helmand Flusses.Bild 11 von 25 | Foto: AP
Der Korrespondent der "New York Times" berichtete unter Berufung auf Offiziere, dass etwa ein Viertel der schätzungsweise 400 Taliban, die sich zu Beginn der Offensive am Samstag in Mardscha aufgehalten haben sollen, getötet worden sei. Eine etwa gleich große Zahl sei geflüchtet, darunter die meisten Anführer.Bild 12 von 25 | Foto: AP
Afghanische und amerikanische Offiziere sagten, die Kampfmoral der Taliban nehme rapide ab, da sich die übrig gebliebenen Kämpfer von ihren Anführer verlassen fühlten und die örtliche Bevölkerung ihnen keinen Unterschlupf gewähre.Bild 13 von 25 | Foto: AP
Gebremst wird der Vormarsch durch Sprengfallen. Die Soldaten seien auf mehr versteckte Sprengsätze als erwartet gestoßen, sagte ein Sprecher der US-Marineinfanteristen.Bild 14 von 25 | Foto: AP
"Die Straßen sind übersät mit Minen", sagte der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Bidschan Farnudi. Die Straße von Mardscha in die 20 Kilometer entfernt gelegene Provinzhauptstadt Laschkar Gah sei unpassierbar.Bild 15 von 25 | Foto: AP
Verletzte könnten deshalb von der Erste-Hilfe-Station in Mardscha nicht ins Krankenhaus nach Laschkar Gah gebracht werden. Auch die von Soldaten errichteten Kontrollpunkte erschwerten den Krankentransport.Bild 16 von 25 | Foto: AP
Nach Angaben der afghanischen Armee sind Sprengsätze an Straßen und auf Feldern versteckt. Sie hängen teilweise aber auch an Bäumen oder werden in Häuserwände eingemauert.Bild 17 von 25 | Foto: dpa
Versteckte Bomben sind nach Angaben des US-Geheimdienstes für rund 90 Prozent der Todesfälle bei den ausländischen Truppen in Afghanistan verantwortlich.Bild 18 von 25 | Foto: AP
Am dritten Tag der Offensive kam ein ISAF-Soldat bei einem Feuergefecht ums Leben, ein weiterer starb bei einem Sprengstoffanschlag.Bild 19 von 25 | Foto: dpa
Der Bezirk Mardscha stand jahrelang unter der Kontrolle von Taliban und Drogenhändlern. Er ist einer der größten Opium-Anbaugebiete der Welt.Bild 20 von 25 | Foto: AP
Mit der Offensive wollen die ausländischen und afghanischen Streitkräfte in Afghanistan eine Wende erzwingen. Die größten Kontingente der ausländischen Truppen bei der Operation stellen Amerikaner und Briten.Bild 21 von 25 | Foto: AP
Außerdem nehmen Soldaten aus Kanada, Dänemark, Estland und Frankreich teil. Offiziell führen die Afghanen das Kommando.Bild 22 von 25 | Foto: AP
US-Brigadegeneral Larry Nicholson sagte am Sonntag, die Militäroperation in Mardscha könne möglicherweise noch 30 Tage dauern. Es werde zwar eine sehr lange und mühsame Aufgabe sein, aber er sei "sehr optimistisch".Bild 23 von 25 | Foto: AP
Anders als bei früheren Offensiven, als die Truppen nach dem Ende der Kämpfe wieder abzogen, soll die Bevölkerung diesmal nach der Operation nicht wieder alleingelassen werden.Bild 24 von 25 | Foto: REUTERS
Der afghanische Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak sagte: "Ich will den Feinden diese Botschaft übermitteln: Diesmal werden wir die Gegend nicht verlassen, wir werden unter allen Umständen bleiben und wir werden definitiv Sicherheit in der Region herstellen."Bild 25 von 25 | Foto: dpa