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Dienstag, 25. November 2014

"Ihr seid nichts als Mörder": Krawalle erschüttern Ferguson

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Es sind bürgerkriegsähnliche Szenen in Ferguson: ... (Foto: AP)

Es sind bürgerkriegsähnliche Szenen in Ferguson: ...

Es sind bürgerkriegsähnliche Szenen in Ferguson: ...

... brennende Autos, ...

... Plünderungen, ...

... aufgebrachte Demonstranten ...

... und ein Großaufgebot von Sicherheitskräften.

Nachdem eine Jury verkündet hat, dass der Todesschütze von Ferguson sich nicht vor Gericht verantworten muss, kommt es zu einem Ausbruch der Gewalt.

Schon nach dem 9. August, als der weiße Polizist Darren Wilson den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown auf offener Straße in Ferguson mit sechs Schüssen tötete, brachen wütende Proteste aus.

Die tödlichen Schüsse lösten eine landesweite Rassismusdebatte aus, sowie wochenlange Unruhen in Ferguson.

Nun könnten sich diese Szenen im ganzen Land wiederholen.

Schüsse sind zu hören.

Die Polizei setzt Tränengas und Rauchbomben gegen Hunderte Demonstranten ein, ...

... die ihrerseits die Beamten mit Flaschen und Dosen angreifen.

US-Präsident Barack Obama ruft die Menschen in Missouri auf, friedlich auf die Entscheidung der Jury zu reagieren.

Die Polizei mahnt er, sich zurückzuhalten.

Obama - der erste schwarze Präsident in den USA - sagt, es müsse noch viel getan werden, um das Verhältnis der Farbigen zur Polizei und zum Rechtssystem zu verbessern.

Es gebe US-Amerikaner, die der Entscheidung der Jury zustimmten, aber auch Bürger, die dies wütend mache.

"Das ist eine verständliche Reaktion", so Obama.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Wut vieler Menschen aber bereits in Gewalt umgeschlagen.

"Mörder, ihr seid nichts als Mörder", wird den Polizisten aus der Menge entgegengeschrien.

Proteste gibt es vor allem vor dem Polizeigebäude in Ferguson.

Der 25-jährige dunkelhäutige Antonio Burns sagt: ...

"So funktioniert unser Rechtssystem nun einmal - die Reichen sind oben, die Armen unten."

Ein anderer Krawallmacher, der 19 Jahre alte John, erscheint mit einer Gasmaske zum Protest.

"Ich bin herkommen, um das Recht siegen zu sehen, aber nun wissen wir, das ist nicht der Fall. Jetzt geht es los hier, jetzt geht es los", sagt er.

Später wirft er einen Ziegelstein in das Schaufenster eines Geschäftes. Andere wollen einfach ihrer Stimme Gehör verleihen.

Tetris Franks, Mutter von vier Kindern, spricht von einem "wirklich traurigen Tag".

Minuten nach der Urteilsverkündung sagt die 48 Jahre alte Flugbegleiterin: "Die Leben der Schwarzen zählen nicht. ...

... Die ganze Sache bringt mich zum Weinen."

Die Familie von Michael Brown betonte, tief enttäuscht zu sein.

"Wir verstehen zwar, dass viele unseren Schmerz teilen."

Die Frustration müsse aber in einer positiven Art geäußert werden.

Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, rief zu Toleranz und gegenseitigem Respekt auf.

Auch in anderen Städten kommt es zu Protesten.

Noch ist hier allerdings die Stimmung halbwegs friedlich.

Doch die Angst ist groß, ...

... dass die Krawalle von Ferguson bald das ganze Land erfassen.

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