Wenn auf einer der berühmtesten Freilichtbühnen Deutschlands, hoch über dem Rhein, auf dem Loreley-Felsen, Festivals stattfinden, ...Bild 1 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb... wissen viele Besucher wahrscheinlich gar nicht, dass die Bühne von den Nationalsozialisten errichtet wurde.Bild 2 von 41 Sie gehörte zu den "Thingstätten", die für Aufmärsche, politische Kundgebungen und propagandistische "Kulturveranstaltungen" genutzt wurden.Bild 3 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpaÄhnlich verhält es sich mit der Kulisse, vor der Winnetou und Old Shatterhand alljährlich Gefechte austragen. In eine durch Gipsabbau entstandene Grube in Bad Segeberg hatte der Reichsarbeitsdienst 1934-37 das Kalkbergstadion eingebaut. Nach dem Krieg wusste die Stadt nicht so recht, wie sie mit dem NS-Relikt umgehen sollte.Bild 4 von 41 1952 entschied man sich dafür, das Kalkbergstadion als Spielstätte für die Karl-May-Festspiele zu nutzen. Mittlerweile finden dort auch Open-Air-Konzerte statt.Bild 5 von 41 Wenden wir unseren Blick nach Süden. An der Münchner Hochschule für Musik und Theater soll es sich noch nicht unter allen Studierenden herumgesprochen haben, ...Bild 6 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpa... dass sich ihre Lehrräume im ehemaligen NSDAP-Führerbau, dem Repräsentationsgebäude Hitlers, befinden.Bild 7 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebWir sind umgeben von nationalsozialistischer Architektur - so zum Beispiel auch am Berliner Flughafen Tempelhof. Dort konnten bis zum Jahr 1934 jährlich ...Bild 8 von 41 | Foto: picture-alliance/ ZB... rund 200.000 Passagiere abgefertigt werden. Unter dem NS-Regime sollte Tempelhof zu einem "Weltflughafen" mit einer Kapazität von sechs Millionen Fluggästen pro Jahr ausgebaut werden.Bild 9 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebEs entstand ein 1.230 Meter langes Gebäude. Mit einer Geschossfläche von 284.000 Quadratmetern war es derzeit das flächengrößte Gebäude der Welt.Bild 10 von 41 2007 wurden dort mehr als 350.000 Fluggäste abgefertigt. Der Flughafenbetrieb endete Ende im Oktober 2008.Bild 11 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpaWir leben mit NS-Architektur. Die Klosterabtei Münsterschwarzach bei Würzburg ist nicht nur eines der wichtigsten Benediktiner-Klöster in Deutschland, sondern auch der größte Sakralbau der Nationalsozialisten.Bild 12 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDie viertürmige Abteikirche wurde 1935-38 erbaut. Im Mai 1941 enteigneten die Nationalsozialisten das Kloster. Nach dem Krieg, 1945, erhielt der Benediktiner-Orden den beschlagnahmten Besitz zurück.Bild 13 von 41 Wir beleben nationalsozialistische Architektur. Die Zeppelintribüne in Nürnberg etwa, Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes, ...Bild 14 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpa... ist heute ein beliebtes Terrain für Skater. In den dreißiger Jahren hatte Hitler von hier, ...Bild 15 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb... der Zeppelintribüne aus, zu den Massen gesprochen und Paraden abgenommen.Bild 16 von 41 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebNeben dem Nürnberger Parteitagsgelände wurde der Bau des "Reichssportfeldes" in Berlin zum zentralen Großprojekt der Nationalsozialisten.Bild 17 von 41 Am 1. August 1936 eröffnete Hitler von seiner Loge im Stadion aus ...Bild 18 von 41 | Foto: AP... die XI. Olympischen Spiele.Bild 19 von 41 | Foto: ASSOCIATED PRESSEs dauerte siebzig Jahre, bis das Berliner Olympiastadion eine zweite historische Chance erhielt.Bild 20 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpaWir arbeiten in nationalsozialistischer Architektur - beispielsweise im Altbau des Auswärtigen Amts. Dieser wurde 1940 als Reichsbank errichtet. Mit 60.000 Quadratmetern Nutzfläche entstand eines der größten Verwaltungsgebäude Berlins. In den Tresoren der Bank lagerten die beschlagnahmten Güter jüdischer Bürger.Bild 21 von 41 Die frühere Kassenhalle der Reichsbank diente zu DDR-Zeiten der SED als Kongresszentrum. Nach der Wende beschloss die Volkskammer hier den Einigungsvertrag. Im Untergeschoss des Gebäudes befinden sich noch immer die einstigen Bank-Tresore. Mittlerweile dienen sie dem Auswärtigen Amt als Archiv.Bild 22 von 41 | Foto: picture-alliance / dpaAuch das Bundesministerium der Finanzen zog in ein NS-Gebäude ein. Dieses hatte Hermann Göring 1935/36 als Reichsluftfahrtministerium errichten lassen. Mit seinerzeit 2.000 Zimmern war es das größte Regierungsgebäude in Berlin.Bild 23 von 41 Die DDR-Regierung brachte in dem Gebäude verschiedene Ministerien und eine Poliklinik unter. 1990/91 wurde es Zentralsitz der Treuhand. Seit 1992 heißt der Bau Detlev-Rohwedder-Haus, benannt nach dem von der RAF ermordeten ersten Chef der Treuhandanstalt.Bild 24 von 41 | Foto: ASSOCIATED PRESSWir verbringen unsere Freizeit in nationalsozialistischer Architektur. Im Seebad Prora auf Rügen etwa wollten die Nazis die weltweit erste Anlage für den Massentourismus schaffen.Bild 25 von 41 | Foto: dpaDas "Seebad der 20.000", Teil der "Kraft durch Freude"-Bewegung, wurde nie ganz fertiggestellt.Bild 26 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpa1950 baute die Nationale Volksarmee die Gebäude zur Kaserne aus.Bild 27 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpaHeute stehen dort Jugendevents mit Workshops, Konzerten und Lesungen auf dem Programm. Bis 2011 entsteht in Block 5 eine JugendherbergeBild 28 von 41 Mancherorts wird es uns bewusst, wie sehr die NS-Geschichte in unseren Alltag hineinreicht - etwa beim Anblick des U-Boot-Bunkers "Valentin" in Bremen. 1943-45 wurde er von mehr als 10.000 Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Insassen errichtet. Mehr als 6.000 von ihnen sind dabei ums Leben gekommen.Bild 29 von 41 | Foto: picture-alliance/ dpaIn dem Bunker, der nicht fertiggestellt wurde, sollten U-Boote gebaut werden und vom Stapel laufen. Heute benutzt ihn die Bundeswehr als Depot. Zwischen 1999 und 2005 fanden hier außerdem Theateraufführungen statt.Bild 30 von 41 Vielerorts weisen Dokumentationszentren auf die grausame Geschichte der Gebäude hin. Die Jugendherberge Ravensbrück entstand auf dem Areal des einstigen Frauen-Konzentrationslagers. 133.000 Frauen und Kinder waren dort zwischen 1939 und 1945 gefangen, Zehntausende kamen ums Leben.Bild 31 von 41 Für die Jugendherberge, die in eine Mahn- und Gedenkstätte integriert ist, wurden ehemalige Wohnhäuser von SS-Aufseherinnen rekonstruiert und umgebaut.Bild 32 von 41 Auch in der ehemaligen Kongresshalle in Nürnberg wurde ein Dokumentationszentrum eingerichtet.Bild 33 von 41 Auf 1.300 Quadratmetern befasst sich die Ausstellung "Faszination und Gewalt" mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der NS-Gewaltherrschaft.Bild 34 von 41 Die Grundsteinlegung für die Kongresshalle erfolgte 1935. 50.000 Menschen sollten in dem NSDAP-Kongresszentrum Platz finden. Geplant war für das Gebäude eine Höhe von 70 Metern, erreicht wurden 39. Vorbild war das antike Kolosseum in Rom.Bild 35 von 41 Die Kongresshalle, vor der heutzutage das Musikfestival "Rock im Park" stattfindet, ist der größte erhaltene Bau der NS-Herrschaftsarchitektur in Deutschland. Sie steht unter Denkmalschutz.Bild 36 von 41 Manche NS-Bauten haben ihre ursprüngliche Funktion zum Teil behalten. Das gilt zum Beispiel für das Haus der Kunst in München. Erbaut wurde es 1933-37. Es war als Tempel nationalsozialistischer "Kunst" gedacht. Die Ausstellungen dienten dem Verkauf, wobei Hitler als Hauptkäufer und Mäzen auftrat.Bild 37 von 41 Während der amerikanischen Besatzung verwandelte sich das "Haus der deutschen Kunst" für die US-Armee in ein Casino und eine Basketballhalle. Heute dient es wieder als Museum.Bild 38 von 41 Die meisten NS-Gebäude scheinen sich ihrer Vergangenheit entledigt zu haben. Das Kehlsteinhaus in Obersalzberg zum Beispiel, einst Privathaus Hitlers, ist heute ein Gasthaus des Deutschen Alpenvereins. Das Haus, damals "Adlernest" genannt, war ein Geburtstagsgeschenk der NSDAP zu Hitlers 50. Geburtstag.Bild 39 von 41 Die Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen ist zurzeit eine Aus- und Fortbildungsstätte der Bundeswehr.Bild 40 von 41 1934 war der Komplex als NSDAP-Ordensburg Sonthofen von der Deutschen Arbeitsfront errichtet worden. Er diente der Schulung von Parteikadern, im letzten Kriegsjahr auch als Lazarett. Mittlerweile wird über eine zivile Nutzung der "Burg" nachgedacht.Bild 41 von 41