Robert Gabriel Mugabe ist ein Despot, dessen Zeit abgelaufen ist.Bild 1 von 30 Das war nicht immer so. Lange galt er als einer der großen Freiheitshelden Afrikas.Bild 2 von 30 Wie viele afrikanische Länder erreicht auch Simbabwe in den sechziger Jahren die Unabhängigkeit.Bild 3 von 30 Allerdings ist es keine Befreiungsbewegung, die das Land für unabhängig von Großbritannien erklärt, sondern das Siedler-Regime unter Ian Smith (rechts im Bild, mit dem britischen Außenminister Alec Douglas-Home).Bild 4 von 30 Noch heißt das Land nicht Simbabwe, ...Bild 5 von 30 ... sondern Rhodesien. Gegen die Smith-Regierung kämpft die "Zimbabwe African National Union", kurz ZANU, deren militärischen Flügel der einstige Jesuitenschüler Mugabe führt.Bild 6 von 30 Ende der siebziger Jahre vermittelt Großbritannien zwischen den Rebellen und der rhodesischen Regierung.Bild 7 von 30 1980 erreicht das Land das Ziel der Befreiung. Länger dauert es nur in Namibia und in Südafrika.Bild 8 von 30 Es ist Mugabe, der Simbabwe nach einer Zeit im Untergrund, Flucht, Folter und Haft in die Unabhängigkeit führt. Die Wahlen vom Februar 1980 gewinnt seine ZANU.Bild 9 von 30 Lange Zeit verblüfft der stets elegant gekleidete Intellektuelle - der in Ghana Jura, Ökonomie, Philosophie, Geschichte und Englisch studiert hat - die Welt mit einem Versöhnungskurs für Schwarz und Weiß.Bild 10 von 30 Dabei wird übersehen, dass Mugabe schon damals äußerst skrupellos ist. In einem innerparteilichen Machtkampf lässt er seine Armee 20.000 Angehörige des Ndbele-Volkes töten.Bild 11 von 30 Für die weiße Minderheit bleiben zunächst 20 Sitze im Parlament reserviert. Dennoch verlassen zehntausende der weißen Farmer das neue Simbabwe. Im Bild die simbabwische Olympiamannschaft von 1984.Bild 12 von 30 Mugabe ist ein Verbündeter des Westens.Bild 13 von 30 Die Vertreibung weißer Farmer (Bild vom April 2000), politische Repression und Dürre führen sein Land jedoch ins Chaos und zunehmend in die Isolation.Bild 14 von 30 Townships, in denen die Opposition die Mehrheit hat, werden dem Erdboden gleichgemacht.Bild 15 von 30 Viele Simbabwer fliehen nach Südafrika.Bild 16 von 30 Demokratische Kontrollen hat Mugabe ausgehebelt; sein Versagen versucht er mit Personenkult und Populismus zu kaschieren. Als Feindbilder nutzt er Homosexuelle, Weiße und die ehemaligen Kolonialmächte.Bild 17 von 30 Am 21. Februar wird Mugabe 85 Jahre alt. Dennoch klebt er weiter an der Macht. Sein sechstes Mandat erkämpft er durch Wahlbetrug - ...Bild 18 von 30 ... auch wenn er schließlich gezwungen ist, eine Koalitionsregierung mit seinem bisherigen Widersacher Morgan Tsvangirai zu bilden.Bild 19 von 30 Wie lange dieses Bündnis halten wird, ist offen.Bild 20 von 30 Einen Politiker von Tsvangirais MDC, der als Vize-Landwirtschaftsminister vorgesehen war, ließ Mugabe verhaften. Der Vorwurf gegen Roy Bennett: Hochverrat. Dieser Anklagepunkt wird später mehrfach geändert.Bild 21 von 30 Machterhalt ist die letzte Devise des selbsternannten "schwarzen Hitler". Mugabe sei auf seinem langen Weg zur "Witzfigur des afrikanischen Führers" mutiert, sagt der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu.Bild 22 von 30 | Foto: picture alliance / dpa"Er war ein strahlender Stern an unserem Firmament, jemand, auf den wir stolz waren. Der Zerfall seiner Persönlichkeit ist schwer zu verstehen. Er ist machthungrig und verhält sich nicht rational", sagt der Friedensnobelpreisträger.Bild 23 von 30 Während zehntausende Simbabwer an der Cholera erkrankt und mehr als 3400 Menschen bereits an der Krankheit gestorben sind, ...Bild 24 von 30 ... plant Mugabe eine üppige Geburtstagsparty. Genüsslich listen Medien im benachbarten Südafrika die Bestellliste auf: 2000 Flaschen Champagner, 500 Flaschen Whisky, 8000 Hummer, 4000 Portionen Kaviar.Bild 25 von 30 Mugabe ist in zweiter Ehe mit seiner früheren Sekretärin Grace verheiratet, die für ihren teuren Lebensstil berüchtigt ist. Gemeinsam sollen sie luxuriöse Urlaube und Shoppingtouren durch Asien machen.Bild 26 von 30 Hier ein Bild von ihrer - katholischen - Hochzeit im August 1996.Bild 27 von 30 In der EU und den USA haben Mugabe und die Angehörigen seines Regimes Einreiseverbot. Angeblich hat Mugabe sich im vergangenen Juni für fünf Millionen Dollar ein Haus in Hongkong gekauft.Bild 28 von 30 Dort studiert seine Tochter Bona (2. von rechts beim 80. Geburtstag ihres Vaters), ...Bild 29 von 30 ... dort könnte er seinen Lebensabend verbringen - falls er doch noch aus dem Land gejagt wird.Bild 30 von 30