Bilderserie
Sonntag, 27. März 2016

Die ersten Bilder aus Palmyra: So zerstört ist das Weltkulturerbe

Bild 1 von 20
Für die syrische Armee ist es mehr als nur ein Etappensieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). (Foto: dpa)

Für die syrische Armee ist es mehr als nur ein Etappensieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Für die syrische Armee ist es mehr als nur ein Etappensieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Nach einer mehrere Tage dauernden Offensive ...

... schlagen die Regimetruppen die Extremisten Ende März 2016 aus der syrischen Oasenstadt Palmyra zurück.

Rund zehn Monate hatte die Terrormiliz Tadmur - so der Name des modernen Teils der Stadt - in ihrer Gewalt.

Zunächst nahm die Armee den Hügel ein, auf dem sich die historische Zitadelle befindet.

Der Hügel war strategisch von entscheidender Bedeutung.

Von dort gemachte Fotos der antiken Stätten, die die staatliche Agentur Sana verbreitet hat, geben erste Hinweise auf das Ausmaß der Zerstörung durch den IS.

Hier ein älteres Bild aus der gleichen Perspektive.

Ebenfalls verbreitet wurden Fotos von Regimesoldaten, die die Zitadelle in Augenschein nehmen.

Das Gemäuer ist jedoch wesentlich jünger als die römischen Ruinen.

Die von Muslimen im 13. Jahrhundert als Bollwerk gegen die Kreuzfahrer errichtete Burg trug auch Kriegsschäden davon.

Einer der größten Verluste ist indes der vom IS gesprengte Baal-Tempel. Satellitenbilder zeigten bereits vergangenes Jahr, dass von der Kultstätte aus dem 1. Jahrhundert nach Christus nicht viel übriggeblieben ist.

Den Dschihadisten zum Opfer fielen auch mehrere der einzigartigen Grabtürme Palmyras.

Das syrische Regime inszeniert die Rückeroberung der Provinzstadt in aller Breite auf Fotos und im Staatsfernsehen.

Vor dem Krieg war Palmyra Station nahezu jedes Syrienreisenden. Die Einheimischen lebten mehrheitlich vom Tourismus.

Das Unesco-Weltkulturerbe soll, soweit möglich, wiederaufgebaut werden. Allerdings war die moderne Ausgrabungsstätte selbst schon eine Rekonstruktion aus den 1960er-Jahren.

Archäologen sollen so bald wie möglich die Stätten begutachten und beurteilen, was zu retten ist.

Zwar mag man zerstörte Kulturgüter angesichts des seit fünf Jahren andauernden Bürgerkrieges als "Luxusproblem" betrachten, ...

... jedoch betonen nicht nur Archäologen, dass gerade solche weltberühmten Denkmäler für die kulturelle Identität der Syrer nicht zu unterschätzen seien.

Ihr Wiederaufbau könnte nach Ende des Konflikts einen kleinen Teil dazu beitragen, die Wunden des Krieges zu heilen.

weitere Bilderserien