Erinnern Sie sich noch an Akte X?Bild 1 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpa"Vertraue niemandem" war das Motto von Special Agent Fox Mulder. An ihm dürften die Fragesteller der Gesellschaft für Konsumforschung wenig Freude gehabt haben.Bild 2 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie Nürnberger Marktforscher wollten nämlich wissen: Welchen Berufsgruppen und Organisationen vertrauen Sie?Bild 3 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaGefragt wurden über 17.000 Menschen in 16 europäischen Ländern und den USA. Dabei stießen die Forscher zum Teil auf ziemlich große Wahrnehmungsunterschiede.Bild 4 von 58 | Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.deSo sind 38 Prozent der Schweden mit ihren Volksvertretern zufrieden. Ein Traumergebnis im internationalen Vergleich. Im Schnitt sprachen gerade mal 18 Prozent den Politikern ihr Vertrauen aus.Bild 5 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaDas ist aber immer noch viel im Vergleich zu Griechenland. Im Land, in dem die Demokratie erfunden wurde, genießen Politiker heute soviel Ansehen wie die Führungselite einer Bananenrepublik: ganze sechs Prozent Zustimmung.Bild 6 von 58 | Foto: APWerbung lügt! Dieser Überzeugung sind zumindest die Franzosen, von denen gerade mal 14 Prozent Werbeleuten trauen.Bild 7 von 58 | Foto: APDass der Wert in ganz Europa bei immerhin 28 Prozent liegt, dürfte vor allem den Polen zu verdanken sein. 59 Prozent sind hier vertrauensselig.Bild 8 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaÜberraschend gut kommen auch die Topmanager bei unseren östlichen Nachbarn weg: Stolze 73 Prozent schenken der wirtschaftlichen Elite ihr Vertrauen. Das ist also die Konsequenz aus jahrzehntelanger Planwirtschaft.Bild 9 von 58 | Foto: Dickimatz, pixelio.deInnerhalb Europas liegt der Wert mit 33 Prozent übrigens nicht einmal halb so hoch. Besonders skeptisch gegen "die da oben" ist man in Deutschland, wo die Führungskräfte auf gerade mal 15 Prozent kommen.Bild 10 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaVerglichen mit den Wirtschaftsführern kommen Banker bei den Deutschen relativ gut weg: Zwar verübeln sie auch den Bankmitarbeitern die Finanzkrise, allerdings hält sich der Vertrauensverlust mit knapp zwölf Prozent gegenüber 2008 noch in Grenzen. 63 Prozent halten den Bankern weiter die Stange.Bild 11 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaIn anderen Ländern ist man empfindlicher: Nur noch ein Drittel der Briten hält Banker für vertrauenswürdig, letztes Jahr waren es noch mehr als die Hälfte. Auch Schweden und US-Amerikaner reagierten stark getroffen.Bild 12 von 58 | Foto: APDas größte Ansehen genießen Banker übrigens in der Schweiz, wo jeder entweder selbst in einer Bank arbeitet(e) oder zumindest jemanden dort kennt. Mit 68 Prozent heben die Schweizer den europäischen Schnitt auf immerhin 37 Prozent.Bild 13 von 58 | Foto: picture-alliance/ ZBNur zwei Prozent besser schneiden Marketingleute ab. Von den Franzosen, die sich schon für die Versprechen von Werbeleuten unempfänglich zeigten, traut nicht einmal ein Viertel den Marketingmenschen über den Weg. Besonders vertrauensselig dagegen: die Portugiesen.Bild 14 von 58 | Foto: APIn Portugal setzt man offenbar auch noch gewisse Hoffnungen auf die Presse. Journalisten genießen hier das Vertrauen von 66 Prozent der Bevölkerung. Im Länderdurchschnitt sind es nur 41 Prozent.Bild 15 von 58 | Foto: APUm die griechische Presselandschaft scheint es dagegen nicht gut bestellt zu sein: Nur 20 Prozent bauen auf die Wahrheitsliebe der Medienmenschen.Bild 16 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSSie kämpfen für die Rechte der Arbeitnehmer – und sind trotzdem nicht sonderlich beliebt: Gewerkschaftsvertreter. Gerade mal 43 Prozent halten sie für vertrauenswürdig.Bild 17 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaBesonders skeptisch sind übrigens die Italiener. Kein Wunder: Die Generalstreiks der dortigen Gewerkschaften sind gefürchtet.Bild 18 von 58 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebLiegt's an Ally McBeal, Liebling Kreuzberg oder Boston Legal? Die Deutschen mögen Anwälte, und das nicht nur im Fernsehen. Mit einem Vertrauenswert von 73 Prozent liegen die Juristen in Deutschland weit über dem Schnitt von 47 Prozent.Bild 19 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSMarktforscher sorgen unter anderem dafür, dass wir so interessante Statistiken wie diese hier lesen können. 83 Prozent der Polen wissen das zu schätzen. Im internationalen Durchschnitt halten nur 55 Prozent diesen Berufszweig für seriös.Bild 20 von 58 | Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.deAus gegebenem Anlass unterbrechen diese Bilderserie für eine kleine humoristische Einlage:Bild 21 von 58 | Foto: APSitzen zwei Beamte zusammen im Büro. "Was hältst du davon, wenn wir uns ein Aquarium kaufen?"Bild 22 von 58 | Foto: dpa"Meinst Du nicht, das bringt zu viel Hektik ins Büro?"Bild 23 von 58 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebNicht lustig?
Gut, einen haben wir noch:Bild 24 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaWie geht der Test für den höheren Dienst?Bild 25 von 58 | Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.deEine Stunde aus dem Fenster schauen und dabei nicht bemerken, dass die Rolläden unten sind.Bild 26 von 58 | Foto: wrwr, pixelio.deHaha, zum Schreien, oder? Bevor Sie uns wegen Zwerchfellverkrümmung verklagen, machen wir lieber weiter im Text. Mit den Beamten natürlich.Bild 27 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaDeren Vertrauenswerte sind seit dem letzten Jahr um satte fünf Prozent nach oben geschnellt. So viel Beweglichkeit hätte man den Staatsdienern gar nicht zugetraut.Bild 28 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaWieder mal sind es die Griechen, die die Statistik versauen: Nur 27 Prozent vertrauen dem Beamtenapparat.Bild 29 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaRichter sind zwar auch Beamte, dennoch hat sie die GfK gesondert erfasst. Diesmal lohnte sich das kaum: Mit einem durchschnittlichen Vertrauenswert von 57 Prozent unterscheiden sich die Juristen nicht von anderen europäischen Staatsdienern.Bild 30 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSSorgen muss man sich allerdings um das Rechtssystem in Bulgarien machen. Nicht einmal ein Drittel der Bewohner traut den dortigen Richtern. Schon vor dem EU-Beitritt galt die Korruption im Justizwesen als großes Problem – und wie es aussieht, hat sich daran noch nicht viel geändert.Bild 31 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSGeben ist seliger als Nehmen. Am liebsten gibt man, wenn man weiß, dass die Spenden bei den vorgesehenen Empfängern ankommen. In Italien ist man da skeptisch: Nur 38 Prozent sprechen Wohltätigkeitsorganisationen ihr Vertrauen aus.Bild 32 von 58 | Foto: Ernst Rose, pixelio.deIn Polen glaubt man dagegen noch an die Kraft der guten Taten beziehungsweise milden Gaben: 88 Prozent der Befragten halten ihr Geld bei Wohltätigkeitsorganisationen für gut angelegt. In ganz Europa sind nur 60 Prozent dieser Ansicht.Bild 33 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSIst die Polizei nun Freund und Helfer oder nur ein Trachtenverein? Die Deutschen tendieren zu ersterem: Nach weit über 700 Tatortfolgen genießt die Polizei unter 88 Prozent einen tadellosen Ruf. Ein Spitzenwert.Bild 34 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaIn Westeuropa halten immerhin 76 Prozent der Befragten der Polizei die Stange. Weniger gut sieht es in Osteuropa aus. Am unerfreulichsten ist die Lage in Russland: Nur 37 Prozent der Russen glauben an die Unbestechlichkeit der Ordnungshüter.Bild 35 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaUmweltschutzorganisationen retten niedliche Robben, kämpfen für Naturschutzgebiete und gegen neue Kohlekraftwerke – 64 Prozent der Befragten finden das gut. Besonders hohes Ansehen genießen die NGOs in Portugal.Bild 36 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaAm wenigsten können die Umweltschützer bei den Italienern punkten. Aber die schaffen es ja nicht mal, ihren Müll zu trennen.Bild 37 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpa"Gott ist tot", stellte Nietzsche schon vor rund 140 Jahren fest. Seine Vertreter auf Erden machen indes munter weiter und genießen dabei auch große Sympathie - jedenfalls in Rumänien, Polen und Deutschland.Bild 38 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaVon den Griechen dagegen spricht gerade mal ein Viertel dem Klerus Vertrauen aus. Vielleicht fürchten die Hellenen ja den Zorn des Zeus.Bild 39 von 58 | Foto: APAuch unter den Franzosen dominieren die Kirchenkritiker mit 64 Prozent. Wir werden die Ketzer in unserem Nachtgebet berücksichtigen.Bild 40 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaWas soll man nur davon halten: Das Militär ist weitaus beliebter als die Kirchenvertreter. 81 Prozent der Befragten sprechen ihm das Vertrauen aus. Haben sie noch nie etwas von Tarnen und Täuschen gehört?Bild 41 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaEtwas zurückhaltender sind die Polen. Fast die Hälfte traut den Streitkräften nicht über den Weg. Kein Wunder, mit Soldaten hat das Land im letzten Jahrhundert schließlich reichlich schlechte Erfahrungen gesammelt.Bild 42 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaMit einem Vertrauenswert von 81 Prozent liegt das Militär international auf dem dritten Platz – und damit gleichrangig mit den Ärzten.Bild 43 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaNein, nicht DIE Ärzte. Die anderen.Bild 44 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaGute Nachricht für Zahntouristen: In Spanien, Portugal und Tschechien scheinen die Mediziner besonders gute Arbeit zu machen. Darauf lässt zumindest der Vertrauenswert von 92 Prozent schließen.Bild 45 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebIn Griechenland dagegen wurde zwar der hippokratische Eid erfunden, 34 Prozent der Griechen sind sich aber nicht so sicher, dass sich ihre Doktoren auch daran halten.Bild 46 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Deutschen stehen dagegen zu ihren Halbgöttern in Weiß. In der nationalen Vertrauensstatistik erreichen die Ärzte mit 89 Prozent den zweiten Platz.Bild 47 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaKennen Sie das noch? "Ich bin die Christel von der Post; klein das Salär und schmal die Kost."Bild 48 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaDa mag es trösten, dass wenigstens das Image gut ist. Postangestellte genießen bei 81 Prozent der Befragten Vertrauen. In der Schweiz sind es sogar 95 Prozent.Bild 49 von 58 | Foto: picture-alliance / dpaLehrer arbeiten halbtags, haben unverschämt viele Ferien und sind dennoch heillos überfordert – soviel zu den billigen Klischees. Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus, und das wissen die meisten auch.Bild 50 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebDennoch überrascht es etwas, die Lehrer im Vertrauensranking auf dem zweiten Platz vorzufinden. 85 Prozent der Befragten sehen die Kinder bei ihnen in guter Obhut.Bild 51 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSAm misstrauischsten sind mal wieder – na wer wohl: die Griechen. Doch auch bei ihnen kommen die Pädagogen auf 71 Prozent.Bild 52 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSUnd nun: Vorhang auf für den Sieger! Die absoluten Sympathieträger, die Günther Jauchs der Berufswelt …Bild 53 von 58 | Foto: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de… sind die Feuerwehrleute!Bild 54 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpaWer Brände löscht und verirrte Katzen von Bäumen rettet, kann kein schlechter Mensch sein – dieser Ansicht sind zumindest 92 Prozent der Befragten.Bild 55 von 58 | Foto: ASSOCIATED PRESSNur bei den Polen fällt die Zustimmung mit 72 Prozent deutlich geringer aus. Den großen Misstrauens-Sonderpreis können sie damit aber nicht einheimsen.Bild 56 von 58 | Foto: Schemmi, pixelio.deDer Fox-Mulder-Gedächtnispokal für besonders skeptisches Staatsbürgertum geht an die Griechen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Griechen, in sieben von 20 Fällen den höchsten Misstrauenswert aufzuweisen, das ist schon beachtlich.Bild 57 von 58 | Foto: Rainer Sturm, pixelio.deUnseren nächsten Urlaub werden wir dann aber wohl lieber in einem vertrauenserweckenderen Land verbringen. (Text: Isabell Noé)Bild 58 von 58 | Foto: picture-alliance/ dpa