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Sonntag, 05. November 2017

Die Bundesliga in Wort und Witz: "93 Tore, das ist nicht nichts"

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Eintracht Frankfurt - Werder Bremen (2:1) (Foto: imago/Eibner)

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen (2:1)

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen (2:1)

Es ist das erste Spiel für Florian Kohfeldt als Chefcoach bei Werder Bremen.

"In der ersten Halbzeit haben wir sehr viel umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen haben. Auf der Leidenschaft können wir aufbauen. Ich bin sicher, dass die Mannschaft in den kommenden Wochen die Punkte einsacken wird." Die gibt es nämlich nicht, weil ...

... Sebastian Haller in der 89. Minute das entscheidende 2:1 schießt.

Der kommentiert das nüchtern: "Du musst genau wissen: Du bist Stürmer und Stürmer müssen Tore schießen. Es ist mein Job, Tore zu schießen."

"Das Ergebnis ist unter dem Strich etwas glücklich. Es war aber ein harter Kampf", sagt Frankfurt-Trainer Niko Kovac.

Und lobt seinen Kollegen Kohfeldt: "Wenn Bremen so weiter spielt, sieht es in der Tabelle bald ganz anders aus."

RB Leipzig - Hannover 96 (2:1)

Der "Timonator" schlägt wieder zu. "Heute war das Tor noch emotionaler. Der Siegtreffer war für mich und die ganze Mannschaft sehr wichtig. Ich freue mich, dass ich dem Stadion und der Mannschaft wieder helfen kann", sagt Timo Werner zu seinem Siegtreffer.

"Wenn die Jungs richtig Spaß haben, spielen sie sich in einen Flow", sagt Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl über Emil Forsberg und Naby Keita - die zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen.

Doch auch Hannover-Coach André Breitenreiter ist mit seinen Spielern zufrieden: "Wir waren hier heute ganz nah dran, etwas mitzunehmen. Deshalb ein Kompliment an die Mannschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr variabel, haben wenig zugelassen und sind nach der Pause vielleicht verdient in Führung gegangen. Im Anschluss wurde der Druck von RB aber durch die Einwechselung von so großer individueller Klasse immer größer."

96-Torwart Philipp Tschauner muss zweimal hinter sich greifen: "Wir haben leider nicht geschafft, die beiden entscheidenden Situationen zu verteidigen."

Hamburger SV - VfB Stuttgart (3:1)

Der HSV hat etwas zu feiern: Den 500. Heimsieg der Bundesliga-Geschichte. Und den ersten Sieg nach acht Spielen.

Markus Gisdol ist total zufrieden: "Ich fand es bravourös, wie cool unsere Mannschaft die Chancen herausgespielt hat. Auch nach dem 1:1 sind die Jungs gut in die Positionen gekommen. Es war ein verdienter Sieg."

Besonders begeistert zeigt er sich von Dennis Diekmeier: "Er war an allen Szenen beteiligt - Man of the Match." Der 28-Jährige gibt sich selbst ganz bescheiden: "Ich freue mich über die Teamleistung und bin überglücklich, dass wir gewonnen haben."

Der HSV profitiert dabei von einem frühen und umstrittenen Platzverweis gegen Stuttgarts Dzenis Burnic. "Es ist nicht mal ein Foul", kommentiert sein Trainer Hannes Wolf die Szene für die zweite, entscheidende Gelbe Karte.

Und auch Stuttgarts Schlussmann Ron-Robert Zieler hilft dem HSV - mit einem kuriosen Aussetzer. Den kommentiert er selbst: "Das sah komisch aus und war auch komisch. Aber der Ball ist nicht so aufgesprungen, wie ich es gedacht habe."

Und dann hat der HSV ja auch noch Jann-Fiete Arp, den sie in Hamburg schon "Uns Fiete" getauft haben. Irre gut, der 17-Jährige.

Borussia Mönchengladbach - FSV Mainz 05 (1:1)

"Mehr als ein Punkt war heute nicht möglich", sagt ein von seinem Team enttäuschter Dieter Hecking, Trainer von Borussia Mönchengladbach.

Sein Mainzer Kollege Sandro Schwarz ist dagegen zufrieden: "Wir haben von meiner Mannschaft ein gutes Auswärtsspiel gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir viel Kontrolle. Es hätte zur Halbzeit mehr sein können vom Ergebnis her. Am Ende waren wir näher am 2:1 dran. Mit der Art und Weise unseres Auftritts sind wir sehr zufrieden."

Das Ergebnis rückt allerdings ob eines Slapstick-Einsatzes von Mainz-Keeper Robin Zentner in den Hintergrund: "Das ist ja der Wahnsinn. Ich gucke, wen ich anspielen kann und sehe im Augenwinkel etwas Weißes. Dann spüre ich keinen Widerstand."

FC Augsburg - Bayer Leverkusen (1:1)

Ein Punkt - passt für Augsburgs Trainer Manuel Baum: "Wir haben jetzt in elf Spielen gut gearbeitet und gut gepunktet. Das passt schon so. Man muss im Leben auch mal zufrieden sein. Ich bin mit dem Punkt zufrieden."

Sein Manager Stefan Reuter dagegen motzt - und wieder einmal geht es um den Videoschiedsrichter. "Das ist ein klares Handspiel. Der Schiedsrichter entscheidet auf Elfmeter. Warum sagt jetzt ein Videoschiedsrichter, dass das eine klare Fehlentscheidung ist? Das ist mir ein Rätsel. Ich glaube, dass wir in Köln die falschen Leute sitzen haben."

Grund: Das Handspiel des Leverkuseners Panagiotis Retsos im eigenen Strafraum wird nach Rücksprache nicht mit einem Elfmeter geahndet.

Und so kann sich Leverkusen über einen Punkt freuen. "Ich sehe den Punkt als Punktgewinn an", so Trainer Heiko Herrlich.

Ganz und gar nicht erfreulich ist dagegen die Verletzung von Sven Bender. Er muss in der 33. Minute mit Verdacht auf Rippenbruch ausgewechselt werden.

SC Freiburg - FC Schalke 04 (0:1)

"Meine Schulter ist uninteressant, weil ich nicht kicken kann. Ich würde sie eintauschen, meine Schulter kaputt und zwei Spieler gesund." So kommentiert Freiburgs Coach Christian Streich die Szene des Spiels. Er wird von seinem eigenen Spieler Janik Haberer zu Fall gebracht.

"Wir sind glücklich über die drei Punkte. Für Freiburg tut es mir ehrlich gesagt sehr leid. Der SC hat ein super Spiel abgeliefert. Aber in Summe bin ich für Schalke froh, die drei Punkte nehmen wir gerne mit", so Domenico Tedesco.

Freiburg-Stürmer Nils Petersen ist enttäuscht: "Im ersten Moment tut es brutal weh. Wir sehen aber, was wir für ein tolles Publikum haben, das unsere Leistung anerkennt. Wir wissen selber, dass wir heute mindestens einen Punkt verschenkt haben. Das Spiel wird dann durch ein abgefälschtes Tor entschieden, so brutal ist Fußball."

Borussia Dortmund - FC Bayern München (1:3)

Besonderes Vorkommnis: Arjen Robben kürt sich zum erfolgreichsten Niederländer in der Bundesliga-Historie sowie zum erfolgreichsten ausländischen Torschützen des FC Bayern. Sein Kommentar: "93 Tore, das ist nicht nichts."

Aber das ist doch 'was - Jupp Heynckes lobt: "Kompliment an meine Mannschaft, das war eine Superleistung."

Ganz anders fällt das Urteil seines Kollegen Peter Bosz aus: "Wenn man heute gesehen hat, wie wir verteidigt haben, das kann man nicht machen auf diesem Niveau."

Ist Ihnen eigentlich die Handschiene von Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke schon aufgefallen? Die ist Schuld an der BVB-Misere, sagt zumindest der Träger selbst: "Seit ich die habe, läuft es nicht mehr ..."

Und dann hat Jupp Heynckes auch noch eine Drohung parat: "Wenn wir die verletzten Spieler wieder an Bord haben, werden wir besser Fußball spielen. Und noch erfolgreicher." (ara)

1. FC Köln - 1899 Hoffenheim (0:3)

"Im Endeffekt ist das zu wenig." Das ist eine Phrase, die Kölns Trainer Peter Stöger seit Wochen dreschen könnte. Ist aber ganz frisch - ehrlich.

Sein Torhüter Timo Horn wird da schon deutlicher: "Wenn man so deutlich zu Hause verliert, braucht man sich nicht wundern, dass man da unten nicht rauskommt."

Sandro Wagner und seine Hoffenheimer können dagegen feiern. "Das war eine tolle Leistung", lobt auch Trainer Julian Nagelsmann.

Und weiter: "Ich muss meiner Mannschaft eine großes Kompliment machen."

Für Köln sieht es wahrlich düster aus. Zum wachsenden Rückstand in der Tabelle sagt Stöger: "Die Grundrechnungsarten können wir."

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