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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Dortmund dramatisch, Schalke mit Dusel: Der Pott feiert in der Champions League

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Die Ausgangslage war denkbar klar für Borussia Dortmund vor dem letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen Olympique Marseille: Ein Sieg, und das Achtelfinale ist sicher. (Foto: dpa)

Die Ausgangslage war denkbar klar für Borussia Dortmund vor dem letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen Olympique Marseille: Ein Sieg, und das Achtelfinale ist sicher.

Die Ausgangslage war denkbar klar für Borussia Dortmund vor dem letzten Gruppenspiel in der Champions League gegen Olympique Marseille: Ein Sieg, und das Achtelfinale ist sicher.

Bei einem Remis wäre Jürgen Klopps Team aber auf Schützenhilfe von Arsenal London angewiesen, die in Neapel antraten.

Klopps Schalker Kollege Jens Keller stand vor einer noch einfacheren Rechnung: Ein Sieg, und nur ein Sieg gegen Basel musste her für das Achtelfinale. Für den 43-Jährigen ging es dabei nach den jüngsten Niederlagen im DFB-Pokal und in der Liga auch um seinen Job.

Sein Team beginnt das Gruppenendspiel verhalten. Basel kontrolliert die Partie in den ersten Minuten.

Ganz anders dagegen der BVB: Schon nach vier Minuten enteilt Lewandowski der Abwehr und schließt eiskalt ab.

1:0, das würde auf jeden Fall reichen.

Doch nur zehn Minuten später verschätzt sich Torwart Roman Weidenfeller bei einer Freistoßflanke, Saber Khalifa köpft den Ball an die Latte, Souleymane Diawara staubt ab - zwar aus Abseitsposition, aber der Treffer zählt.

Noch reicht das Remis dem BVB aber, weil es in Neapel noch 0:0 steht.

Auf Schalke kommt der Gastgeber besser in Fahrt. Farfan trifft in der 11. Minute nur die Latte.

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Zunächst eine schlechte Nachricht für Schalke, Kapitän Benedikt Höwedes muss in der 30. Minute verletzt raus. Später stellt sich die Blessur als Muskelfaserriss heraus.

Der eingewechselte Adam Szalai sorgt gleich mit seiner ersten Szene in der 31. Minute für Aufregung. Er hakt bei Ivan Ivanov ein und geht zu Boden.

Schiedsrichter Paolo Tagliavento entscheidet auf Notbremse und gibt dem Baseler Abwehrspieler Rot. Eine überharte Entscheidung.

Bis zur Halbzeit können die Knappen jedoch kein Kapital aus ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit schlagen. Es geht mit 0:0 in die Pause.

Auch die Dortmunder spielen in Überzahl. In der 34. Minute schickt Schiedsrichter Marijo Strahonja den bereits verwarnten Dimitri Payet wegen einer angeblichen Schwalbe vom Platz.

Der BVB nutzt den Vorteil, kommt vor allem nach der Pause besser in die Partie. Doch trotz einiger guter Chancen will das Tor nicht fallen.

Marco Reus scheitert in der 58. Minute am Pfosten.

Besser machen es die Schalker. Farfans Flanke landet bei Julian Draxler, der in der 51. Minute das 1:0 erzielt. Der Weg ins Achtelfinale steht offen.

Und dann hilft Schiedsrichter Tagliavento ein zweites Mal nach: Gleich vier Schalker stehen nach einem Freistoß von Farfan im Abseits. Der Referee lässt laufen ...

... und Joel Matip bedankt sich mit dem 2:0 in der 57. Minute.

Das Spiel ist entschieden. Und doch hält es noch einen Wermutstropfen für Schalke bereit ...

... Julian Draxler muss in der 66. Minute raus, wie Kapitän Höwedes mit einem Muskelfaserriss.

Für den BVB wird es derweil eng. Gonzalo Higuain schießt Neapel in der 73. Minute gegen Arsenal in Front, damit sind die Italiener und die Engländer weiter.

Dortmund rennt gegen das dezimierte und müde OM an - ohne Erfolg. Bei einem Zusammenstoß von Torhüter Steve Mandanda und Robert Lewandowski in der 86. Minute gibt es keinen Strafstoß, sondern Stürmerfoul.

Doch eine Minute später kommt der Ball zu Großkreutz. Der rutscht zwar weg, bringt seinen Schuss aber irgendwie im Tor unter - das 2:1 kurz vor Schluss.

"Das war ein geniales Gefühl. Wir wären raus gewesen. Das ist eine Riesensache. Das haben sich alle verdient. Dabei habe ich den Ball gar nicht richtig getroffen", sagte der Matchwinner glücklich.

Auch Trainer Klopp war völlig außer sich: "Das fühlt sich super gut an, einfach geil. Das war ein nervenaufreibendes Spiel. Wir waren alle 30 Sekunden im Strafraum, irgendwann darf auch mal ein Ball reingehen ..."

"... Wir hatten ein paar weniger schöne Tage, heute ist ein schöner. Den nehmen wir gerne mit."

In Gelsenkirchen freut sich Jens Keller über einen enorm wichtigen Sieg für sich und den Verein: "Das kann keiner nachvollziehen, was für ein Druck auf der Mannschaft und mir gelastet hat. Es hat uns ja keiner zugetraut. Dass wir die K.o.-Phase erreicht haben, ist enorm wichtig, auch finanziell ...

... Schalke ist ein toller Verein, aber auch ein bisschen hektisch."

Der Pott ist also mit zwei Mannschaften im Achtelfinale der Champions League vertreten, der BVB und S04 gesellen sich damit zu Bayern München und Bayer Leverkusen.

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