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Sonntag, 16. September 2018

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Der gehört drei Monate gesperrt wegen Dummheit"

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Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 (2:1) (Foto: dpa)

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 (2:1)

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 (2:1)

Abwehrspezialist Matthias Ginter trifft nach nur zwei Minuten: "Mit Dortmund waren es immer spezielle Spiele gegen Schalke. Das scheint mir zu liegen", sagt der Ex-Dortmunder.

"Wir haben uns riesig gefreut, dass wir das Spiel gewonnen haben", sagt Trainer Dieter Hecking. "Es ist Leichtigkeit zu sehen, es ist Spielfluss zu sehen. Damit haben wir Schalke sehr viele Probleme bereitet, das wollten wir."

Patrick Herrmann macht das 2:0 - und sein Trainer ist zufrieden: "Es freut mich für den Jungen ungemein, weil er sehr viel dafür tut."

Sein Gegenüber, Domenico Tedesco, bleibt bei seiner Linie: Trotz null Punkten versprüht er Optimismus: "Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie gearbeitet haben."

Außerdem lobt er den gegnerischen Torhüter: "Mein Mann des Spiels war Yann Sommer, der hat ein paar Dinger rausgeholt."

Für seinen eigenen Debütanten Hamza Mendyl hat er weniger Lob übrig: "Da gibt es wenig Spielraum für Diskussionen. Das ist zweimal Gelb und somit Gelb-Rot. Definitiv zweimal Gelb." Da hat Mendyl Glück, dass der Schiedsrichter gnädiger ist und Tedesco seinen Spieler auswechselt.

Und dann bricht doch die Wahrheit aus den Protagonisten heraus: "Richtig kacke!", schimpft Torhüter Ralf Fährmann. "Drei Niederlagen sind natürlich nicht geil", gibt auch Tedesco zu.

FC Bayern - Bayer 04 Leverkusen (3:1)

Schwupps, plötzlich führt Bayer! "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Der erste Konter hat gleich gut funktioniert", sagt denn auch Trainer Heiko Herrlich. "Ich hatte die Hoffnung, dass uns das Selbstvertrauen gibt." Aber nix war's. "Die ersten beiden Gegentreffer waren Geschenke. Da haben wir ein Stück weit Anschauungsunterricht bekommen."

Die Partie endet 3:1. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir das 3:1 früher machen", ist das einzige, was Bayern-Trainer Niko Kovac bemängeln kann.

Aufreger: Bellarabi spielt ganze sieben Minuten mit - dann foult er in der 80. Rafinha. "Das Foul von Bellarabi war geisteskrank", regt sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß auf: "Er wollte ihn vorsätzlich verletzen. Der gehört drei Monate gesperrt wegen Dummheit."

Kovac pflichtet ihm bei: "Das ist nicht nur Rot, das ist Doppel-Rot! So langsam reicht es mir. Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag, und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind."

Und die Stimmung bei Bayer? "Es geht jetzt einfach darum, in die Saison zu kommen, Punkte zu holen, zu starten, bis jetzt sind wir noch im Urlaub", so Kapitän Lars Bender.

VfL Wolfsburg - Hertha BSC (2:2)

Eine sagenhafte Partie mit turbulentem Ende: "Es hat einfach Spaß gemacht zuzusehen", sagt VfL-Trainer Bruno Labbadia.

"Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Es sollten wirklich beide zufrieden sein. Das war ein tolles Bundesligaspiel", sagt sein Gegenüber Pal Dardai. Und: "Sieben Punkte nach drei Spielen sind sehr in Ordnung."

Hertha-Neuzugang Javairo Dilrosun schießt sein erstes Bundesliga-Tor ...

... auf der Seite der Wölfe trifft Yunus Malli. Am Ende steht es inklusive zweier Tore in der Nachspielzeit 2:2.

"Jeder hat gesehen, dass da viel mehr Feuer und Leben in der Mannschaft als im vergangenen Jahr ist", so Admir Mehmedi, dessen Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit die turbulente Schlussphase abschließt.

RB Leipzig - Hannover 96 (3:2)

In Leipzig ...

... haben sich alle lieb. Kein Wunder, es gibt einen Sieg zu feiern. Den ersten in dieser Saison.

"Es war ein tolles Fußballspiel von beiden Mannschaften. Dieses Spiel hätte heute keinen Verlierer gebraucht", sagt der geschlagene 96-Trainer André Breitenreiter.

Und weiter: "Wir haben hinten raus große Moral bewiesen und immer an uns geglaubt, dass wir noch den Punkt holen können. In den letzten Minuten haben wir ein regelrechtes Feuerwerk abgebrannt."

"Für die Zuschauer war es sehr unterhaltsam. Für uns Trainer weniger", so RB-Coach Ralf Rangnick. Er gibt zu: "Es war sicher ein glücklicher Sieg, aber den nehmen wir gerne mit."

FSV Mainz 05 - FC Augsburg (2:1)

"Nach dem 2:1 hatte ich Tränen in den Augen", schwärmt FSV-Coach Sandro Schwarz. "Was wir nach dem unglücklichen Gegentor gemacht haben, war herausragend."

Denn Mainz dreht das Spiel und hat nun schon sieben Punkte auf dem Konto.

Mieseste Szene des Spiels: Augsburgs Torschütze Dong Won Ji verletzt sich beim Torjubel am Sprunggelenk.

"Das Tor war eine super Aktion, daher ist es extrem bitter, dass er danach runter musste", so Augsburg-Trainer Manuel Baum.

Fortuna Düsseldorf - TSG Hoffenheim (2:1)

Hoffenheim macht das Spiel - aber Düsseldorfs Alfredo Morales trifft!

"Wir haben eine unglaubliche Leidenschaft an den Tag gelegt", urteilt Fortuna-Coach Friedhelm Funkel. "Das ist das, was die Mannschaft im Grunde immer wieder machen muss, um in der Bundesliga überhaupt eine Chance zu haben."

Hoffenheim trifft zwar zum 1:1 - aber das reicht nicht.

Julian Nagelsmann ist ganz fair: "Es war für Düsseldorf ein leidenschaftlicher Sieg mit außergewöhnlicher Stimmung in diesem schönen Stadion."

Und weiter: "Vom Ergebnis her bin ich aber natürlich nicht zufrieden und nicht begeistert."

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt (3:1)

"Um hier nicht 1:1 zu spielen oder 1:2 zu verlieren, brauchtest Du Witsel und Alcácer", schwärmt Matthias Sammer, externer Berater des BVB als Experte von "Eurosport". Wie gut, dass Alcácer dann eben auch trifft.

Und so siegt der BVB - auch ohne den Bankdrücker Mario Götze.

Dass ausgerechnet der Ex-Frankfurter Marius Wolf das zweite Tor geschossen hat? "Der braucht gar nicht zu mir zu kommen", kommentiert das Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner.

"Wir haben nicht viel zugelassen und dennoch ist das Ergebnis natürlich enttäuschend. Gefühlt hat Dortmund drei Mal aufs Tor geschossen", klagt Eintracht-Coach Adi Hütter.

"Ich kann mich schon sehr gut freuen. Aber ich bin nicht dumm", sagt BVB-Trainer Lucien Favre: "Es sind viele Sachen zu verbessern." (ara)

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