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Donnerstag, 16. November 2017

Ein WM-Pokal für 32 Teams: Diese Mannschaften fahren 2018 nach Russland

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Kein Gigi Buffon, ... (Foto: imago/AFLOSPORT)

Kein Gigi Buffon, ...

Kein Gigi Buffon, ...

... kein Arjen Robben, ...

... keine Fúria Roja aus Chile mit Alexis Sánchez (r.) und Arturo Vidal: Bei der Fußball-WM 2018 in Russland müssen Fans auf viele Stars verzichten. Doch des einen Leid ...

... ist des anderen Freud.

Und auch wenn es Italiener, Niederländer und Chilenen traurig macht: Wenn am 14. Juni 2018 im Moskauer Luschiniki-Stadion der Anpfiff ertönt, ...

... werden Fans in aller Welt keinen Gedanken mehr an sie verschwenden. Denn dann beginnt die Fußball-WM und 32 Mannschaften spielen um den Titel.

Wer in den acht Vorrundengruppen mit jeweils vier Teams gegen wen spielt - das lässt der Weltverband Fifa am 1. Dezember im Moskauer Kreml auslosen.

Die Gruppenköpfe befinden sich in Topf 1: Russland, Deutschland, Brasilien, Portugal, Frankreich, Argentinien, Belgien und Polen.

Selbstverständlich mit dabei ist der Gastgeber. Die russische Nationalmannschaft weiß bereits seit der WM-Vergabe im Dezember 2010 von ihrem Glück und führt den ersten Lostopf an.

Ebenfalls dabei ist die deutsche Nationalmannschaft. Für die DFB-Elf ist es bereits die 19. WM-Endrunde. Nun will sie erstmals ihren Titel erfolgreich verteidigen.

Ihren dritten WM-Titel will in Russland die argentinische Nationalmannschaft gewinnen. Die Mannen um Superstar Lionel Messi hatten 2014 das Finale gegen Deutschland 0:1 nach Verlängerung verloren.

Apropos Superstars: Auch Messis brasilianischer Kollege Neymar reist nach Russland. Er will mit der Selecao die Schmach der brasilianischen Heim-WM (1:7- Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland, Sie werden sich vielleicht erinnern) vergessen machen und den insgesamt sechsten Titel gewinnen. Und ...

... wenn wir schon bei Superstars sind, darf natürlich der Superstar unter den Superstars nicht fehlen: Auch die portugiesischen Europameister um Cristiano Ronaldo gehören zu den WM-Teilnehmern.

Über die meiste Weltklasse dürfte in Russland die französische Nationalmannschaft verfügen. Griezmann, Pogba, Mbappé, Dembélé und viele mehr - die Liste an Spitzenklasse in der Équipe Tricolore ist schier unendlich.

Auch die belgische Nationalmannschaft kann sich sehen lassen: Die Goldene Generation um Kevin de Bruyne will in Russland ein Wörtchen um den Titel mitreden.

Als Geheimfavorit gelten die Polen. Ihr größter Trumpf: Kapitän Robert Lewandowski, Weltklassestürmer und Nationalheld in Personalunion.

Topf 2: Spanien, England, Schweiz, Kroatien, Kolumbien, Peru, Mexiko, Uruguay.

Über ganz viel Weltklasse verfügen auch die Spanier: Der Weltmeister von 2010 schafft es aufgrund der merkwürdigen Fifa-Kriterien aber nur in den zweiten Lostopf.

Dort befindet sich auch die englische Nationalmannschaft. Mit ihren Jungstars um Marcus Rashford könnte sie also in der deutschen WM-Gruppe landen.

Obwohl Peru erstmals seit 1982 wieder für eine WM qualifiziert ist, gehören auch die Anden-Kicker zum zweiten Lostopf. Gäbe es einen Party-Titel, die Mannen um Jefferson Farfán und Paolo Guerrero würden nach ihrem Play-Off-Sieg gegen Neuseeland zu den Favoriten gehören.

Auch die Schweizer haben die Qualifikation erfolgreich überstanden. Sie setzten sich in den Play-Offs gegen Nordirland durch.

Erneut qualifiziert ist auch die kolumbianische Nationalmannschaft. Ihr Superstar James Rodriguez kickt derzeit für den FC Bayern in der Bundesliga.

Dauergast bei Fußball-Weltmeisterschaften sind die Mexikaner. Die Endrunde in Russland ist bereits die neunte in Folge. Siebenmal davon schafften sie es ins Achtelfinale, einmal sogar ins Viertelfinale.

Im zweiten Lostopf befindet sich mit Uruguay auch ein zweimaliger Weltmeister. Die Titel liegen allerdings schon einige Zeit zurück: 1930 und 1950 waren die Urus erfolgreich.

Die kroatische Nationalmannschaft reist ebenfalls nach Russland. 1998 feierten sie mit dem dritten Platz in Frankreich ihren größten Erfolg.

Topf 3: Dänemark, Island, Schweden, Costa Rica, Iran, Senegal, Tunesien, Ägypten.

Auch die Dänen haben sich für die WM in Russland qualifiziert. Sie warfen in den Play-Offs die irische Nationalmannschaft raus und führen den dritten Lostopf an.

Ein Winzling ganz groß: Als bisher kleinste Nation überhaupt sind die Isländer bei einer WM-Endrunde dabei.

Auch die Kicker aus Costa Rica hätten eigentlich allen Grund zur Freude: Bereits zum sechsten Mal haben sich die Zentralamerikaner für eine WM qualifiziert. 2014 scheiterten sie erst im Viertelfinale unglücklich im Elfmeterschießen an den Niederlanden.

Gestatten: der Albtraum der italienischen Nationalmannschaft. Die Schweden zerstörten bereits in der Qualifikation alle Träume des viermaligen Weltmeisters. Ob Zlatan Ibrahimovic für die Endrunde noch einmal in die Farben der Tre Kronor schlüpft?

Den ältesten Spieler - so nichts schiefgeht - stellt bei der WM die ägyptische Nationalmannschaft. Torwart Essam El-Hadary wird im Sommer 2018 45 Jahre alt sein. Mit der ersten WM-Teilnahme seit 1990 geht für ihn im absoluten Spätherbst seiner Karriere doch noch ein Traum in Erfüllung. Ägypten fährt aber nicht als einzige nordafrikanische Mannschaft nach Russland, ...

... auch Tunesien hat sich qualifiziert. Zuletzt schieden die Nordafrikaner 2006 bei der WM in Deutschland in der Vorrunde aus.

Die erste schwarzafrikanische Mannschaft auf der Liste ist die von Senegal. Für die Mannen aus Westafrika ist es ebenfalls erst die zweite Teilnahme. Bei ihrer Premiere 2002 in Japan und Südkorea stürmten sie aber direkt ins Viertelfinale.

Der Iran nimmt in Russland seine fünfte WM in Angriff. Bisher ist die iranische Nationalmannschaft immer in der Vorrunde gescheitert.

Topf 4: Serbien, Australien, Japan, Südkorea, Nigeria, Saudi-Arabien, Marokko, Panama.

Den vierten Lostopf führen die asiatischen Mannschaften an. Für Südkorea ist es die zehnte Endrunde, ...

... für Japan immerhin die sechste.

Auch die australische Nationalmannschaft ist in Russland wieder dabei. Für die Socceroos ist es die fünfte WM.

Gleiches Spiel in Nigeria: Die "Super Eagles" sind zum fünften Mal dabei. 2014 scheiterten sie im Achtelfinale an Brasilien.

Erstmals seit 2006 hat sich die saudi-arabische Nationalmannschaft für eine WM qualifiziert. Für das islamische Königreich ist es die fünfte Teilnahme.

Noch etwas länger mussten marokkanische Fußballfans auf eine WM-Teilnahme warten. Die Nordafrikaner sind erstmals seit 1998 wieder für eine Endrunde qualifiziert. Insgesamt ist es für Marokko die fünfte WM.

Erst zum zweiten Mal dabei (offiziell zumindest, da vorher Serbien und Montenegro und davor Jugoslawien ...) ist die serbische Nationalmannschaft.

Last but not least: Panama. Die Kicker aus Zentralamerika sind erstmals bei einer WM dabei und gelten als absoluter Außenseiter. Die Mannschaft profitierte bei ihrer Qualifikation vom Unvermögen der USA, denen im letzten Gruppenspiel ein Unentschieden gegen Trinidad und Tobago gereicht hätte. Stattdessen verloren die US-Kicker 1:2.

Wer bei der WM gegen wen spielt, entscheidet sich am 1. Dezember. Dann werden in Moskau die Gruppen ausgelost. Möge der Bessere gewinnen.

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