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Mittwoch, 26. September 2018

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Herzlichen Glückwunsch, jetzt bist du Bayern-Jäger"

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Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg (7:0) (Foto: imago/DeFodi)

Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg (7:0)

Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg (7:0)

Ein überragender Marco Reus führt seinen BVB in einen wahren Torrausch.

In seinem ersten Bundesliga-Spiel trifft auch Achraf Hakimi und sagt doch recht nüchtern: "Wir haben von der ersten Minute an gut gepresst, in der Defensive einen guten Job gemacht und vorne die Chancen genutzt. Mein erstes Tor für den BVB zu schießen war ein sehr gutes Gefühl"

"Ich bin gerade richtig geflasht. Das ist schon deftig", so Nürnbergs Georg Margreitter. "Das war eine Reifeprüfung, die wir nicht bestanden haben."

In Dortmund herrscht natürlich Jubelstimmung: "Es hat alles sehr, sehr gut geklappt", sagt Torschütze Bruun Larsen: "Wir haben fast aus jeder Chance ein Tor gemacht."

RB Leipzig - VfB Stuttgart (2:0)

Das 1:0 erzielt RB-Kapitän höchstpersönlich - ein Abstaubertor. "So ist das im Leben eines Torhüters. Ich wollte den Ball festhalten, anstatt ihn zur Seite wegzumachen", erklärt VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler. "Das ist ärgerlich."

VfB-Kapitän Christian Gentner sagt zu der Szene: "Das Tor kurz vor der Halbzeit war der Knackpunkt. Danach sind wir nicht mehr zurückgekommen."

Die Leipziger dagegen sind in Hochstimmung: "Es kann keine zwei Meinungen dazu geben, dass wir verdient gewonnen haben", so Leipzigs Trainer Ralf Rangnick. "Es war in der ersten Halbzeit ein Geduldsspiel, aber danach ein Superspiel von uns. Das war das Beste, was wir in dieser Saison bisher gezeigt haben."

Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt (3:1)

"Drei Punkte, ein Sieg, das ist gut für den Kopf nach der Niederlage bei Hertha", sagt der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0, Thorgan Hazard, "es war verdient. Wir haben das Spiel kontrolliert."

Frankfurts Kapitän David Abraham dagegen konstatiert: "Es fehlt uns die Konzentration in manchen Situationen, das haben wir teuer bezahlen müssen. So wird es schwer zu punkten."

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg (0:0)

Es sieht nach einem umkämpften Spiel aus, aber das täuscht. Tatsächlich ist es niveauarm. Oder wie VfL-Kaptiän Maximilian Arnold sagt: "Ein Abnutzungskampf."

Auch Mainz-Anführer Stefan Bell findet beschönigende Worte: "Weil beide Mannschaften taktisch ähnliche Ansätze hatten, hat sich das sehr neutralisiert."

Sehr selbstkritisch ist dagegen Mainz-Coach Sandro Schwarz: "Ab dem ersten Ballverlust hat uns heute das Zutrauen gefehlt, selbst die einfachen Dinge zu machen. Im Großen und Ganzen war es ein Spiel, in dem der Spielfluss gefehlt hat, die Frische gefehlt hat und die Zielstrebigkeit."

Und Wolfsburg-Trainer Bruno Labbadia stellt fest: "Wir müssen festhalten, dass wir heute zwei Punkte haben liegen lassen."

Fortuna Düsseldorf - Bayer Leverkusen (1:2)

In der ersten Halbzeit hat vor allem die Fortuna den Ball - "Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das gewünscht haben", erklärt Leverkusens Dominik Kohr.

Und plötzlich geht's rund: Die Spieler bekommen sich nach einem vermeintlichen Foul kräftig in die Haare - es endet mit drei gelben Karten.

Doch zurück zum Sportlichen: Beide Tore für Leverkusen erzielt Kevin Volland. Natürlich in der 2. Halbzeit, denn ...

... in der läuft's deutlich besser für die Werkself. Sie "sind als Mannschaft zusammengewachsen", sagt Kohr.

Düsseldorf hadert ein wenig: "Auch heute hat meine Mannschaft wieder ein richtig gutes Spiel gemacht, vor allem vor der Pause. 8:0 Torschüsse sprechen klar für uns", sagt Chefcoach Friedhelm Funkel. "Da hat Leverkusens Torwart einige Male unsere Führung verhindert."

FC Bayern München - FC Augsburg (1:1)

Er ist der Held des Spiels: Felix Götze. Sein erstes Bundesligator sorgt zugleich dafür, dass der FC Bayern die ersten Punkte der Saison liegen lässt.

"Felix hat ein bisschen entschuldigend geschaut. Aber das muss er nicht. Er hat seinen Job gemacht", sagt Bayern-Star Thomas Müller über seinen ehemaligen Teamkollegen.

Präsident Uli Hoeneß ist gar zu Scherzen aufgelegt: "Da sieht man, wie gut wir ausbilden."

Götze selbst erzählt: "Sobald ich eine körperliche Anstrengung mache, laufe ich ganz rot an. Dafür habe ich früher auch ein paar Sprüche bekommen: Ampel, Tomate, viele solche Sachen. Ich nehme den roten Kopf aber gerne, wenn ich ein Tor schieße."

Frust bei den Bayern ob der verlorenen Punkte? Laut Keeper Manuel Neuer nicht: "Es ist nichts Schlimmes passiert."

Werder Bremen - Hertha BSC (3:1)

Fabian Lustenberger kickt den Ball weg - aus der Hand seines eigenen Torhüters Rune Jarstein. So wird das 1:0 von Martin Harnik überhaupt erst möglich.

Das wird mit einem Tänzchen gefeiert: "Jeder, der vom Dorf kommt, der weiß, dass es dort solche Tänze gibt", erklärt Bremens Kapitän Max Kruse.

Für Nuri Sahin ist es das erste Werder-Spiel von Beginn an. "Ich wollte einfach wieder Spaß haben, wollte wieder auf dem Platz stehen. Und wenn ich Spaß habe, dann glaube ich, dass ich ganz gut kicken kann", sagt er - und hat es bewiesen.

Hertha-Trainer Pal Dardai findet sogar einen positiven Aspekt der ersten Saisonniederlage: "Herzlichen Glückwunsch, jetzt bist du Bayern-Jäger. Ich gebe den Stab weiter", sagt er seinem Gegenüber Florian Kohfeldt.

SC Freiburg - FC Schalke (0:1)

Schalke feiert - aber vergeblich. Das Tor von Cedric Teuchert in der 5. Minute wird vom Video-Assistenten wegen Abseits zurückgenommen.

Also kommt es, wie es kommen muss: Freiburg gewinnt dank eines Treffers von Florian Niederlechner. Schalke-Torhüter Ralf Fährmann kommentiert das Tor so: "Ich versuche den Ball zu halten und sehe vor mir einen Freiburger Spieler. Festhalten ging nicht. Es passt einfach gerade zur Situation, dass er dann ausgerechnet dem anderen Freiburger Stürmer vor die Füße fällt."

Und der FC Schalke manövriert sich immer tiefer in die Krise. Weil Ex-Trainer Markus Weinzierl die Taktik der Mannschaft angezweifelt hatte, schießt Naldo zurück: "Er muss auch einen Namen nennen. Ich habe auch einen Namen: Ronaldo Aparecido Rodrigues genannt Naldo. Und ich bin nicht ein 36-Jähriger, so wie er mich genannt hat."

Trainer Domenico Tedesco hält sich weiter an seinen Optimismus: "Die Jungs haben das Top gemacht. Da gibt es keine Ausnahme. Mendyl hat heute sein zweites Spiel gemacht, war Aktivposten. Konoplyanka war vorne super drin. Serdar hat super gespielt, Harit war drin und ich glaube alle Neuen haben schon gezeigt, dass sie frisch sind für so eine englische Woche."

Hannover 96 - 1899 Hoffenheim (1:3)

"Es war ein psychologisch ganz wichtiger Sieg in der Hochphase der Belastung", sagt Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann.

"Wenn man drei Tore zu Hause kriegt, ist das natürlich nicht gut", sagt Hannover-Manager Horst Heldt. Aber: "Die Mannschaft hat heute alles gegeben und alles versucht gegen ein Team, das in der Champions League spielt."

Und Hannovers Torschütze Niclas Füllkrug stellt fest: "Es reicht halt nicht, eine Halbzeit gut zu spielen."

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