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Sonntag, 14. Januar 2018

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Ich bin richtig stinkig"

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Bayer Leverkusen - FC Bayern 1:3 (0:1) (Foto: imago/DeFodi)

Bayer Leverkusen - FC Bayern 1:3 (0:1)

Bayer Leverkusen - FC Bayern 1:3 (0:1)

"Wir wollten zeigen, dass mit uns nicht zu spaßen ist." Bayern-Spaßbremse Thomas Müller erhebt den Erfolg über Leverkusen zum Statementsieg.

Nur Joker gegen Leverkusen war Sturm-Neuzugang Sandro Wagner - trotz Verletzung von Stammstürmer Robert Lewandowski. Erklärung seines Trainers Jupp Heynckes: "Er kommt ja nicht zu irgendeinem Verein, er kommt zum FC Bayern. Die Integration ins Mannschaftsgefüge dauert, das kann man nicht in zwei Wochen lernen." Achso.

"Er ist spritzig, hat noch die Torgefahr und zeigt mit seinen 35 Jahren den jungen Spielern, wo es langgeht." Bayern-Torhüter Sven Ulreich schwärmte in Leverkusen von Franck Ribery, der seinen ersten Saisontreffer erzielte – und erst 34 ist.

FC Augsburg - Hamburger SV 1:0 (1:0)

Nach der Augsburg-Pleite ist vor der Gisdol-Entlassung, glaubten viele Beobachter nach dem verkorksten Rückrundenstart der Hamburger. Doch der HSV-Coach sieht sich fest im Sattel und beteuert: "Ich spüre nicht den Ansatz von Misstrauen."

"Diese drei Punkte zum Rückrundenstart tun sehr, sehr gut", fand Augsburgs Trainer Manuel Baum. Kleiner Wermutstropfen: "Wir waren mit Ball nicht gut, aber das Defensivverhalten war deutlich besser als zuletzt."

Hannover 96 - FSV Mainz 3:2 (2:2)

"Da hast du Kopfkino auf der Bank." 96-Manager Horst Heldt offenbart seine Gefühle beim zwischenzeitlichen 0:2-Heim-Rückstand gegen Mainz. Welcher Film lief, erklärt er leider nicht.

"Wir haben Aufbauhilfe Nord betrieben. Das ist ärgerlich hoch 3000." Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz wähnte sich definitiv in einem Horrorfilm.

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

"Ich kann heute mit dem Unentschieden mal leben." Hoffenheims Julian Nagelsmann backte in Bremen kleine Brötchen und aß sie auch.

"Ich kann da nicht ganz so gut mit leben, wie mein Kollege, weil wir 16. sind und nicht Siebter." Für Bremens Trainer Florian Kohfeldt fühlte sich der Punkt gegen Hoffenheim wie ein verlorener Punkt an.

Trotz akuter Abstiegsangst fährt Kohfeldt mit seinen abstiegsgefährdeten Werderanern aber selbstbewusst zur Partie beim FC Bayern am kommenden Sonntag: "Das ist kein Bonusspiel, sondern ein Bundesligaspiel."

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 1:1 (1:0)

"Ich bin maßlos verärgert. Ich bin richtig stinkig." Frankfurt Trainer Niko Kovac war mit der Punkteteilung gegen Freiburg angesichts von 14:2-Torschüssen für seine Eintracht überhaupt nicht einverstanden.

"Hätte, hätte Fahrradkette. Da war mehr drin."

Eintracht-Profi Omar Mascarell fütterte frustriert das Phrasenschwein. Womit? Damit: "So ist Fußball. Wenn du die Chancen nicht nutzt, musst du das teuer bezahlen."

Richtig froh: Christian Streich, Freiburgs Coach - weil sein Team nicht nur Frankfurt, sondern auch den massiven Verletzungsproblemen getrotzt hatte: "In dieser Woche haben wir bei den vielen Verletzten schon gedacht: Wie soll das heute gehen?" Ging dann doch, irgendwie.

VfB Stuttgart - Hertha BSC 1:0 (0:0)

"Ich musste zwei-, dreimal über mich schmunzeln, als ich gemerkt habe, dass es in mir kribbelt. Das hat mich an meine ersten Spiele hier erinnert, wo ich noch ganz jung war, und die Bundesliga für mich etwas Galaktisches und Außerirdisches war." Stuttgart-Rückkehrer Mario Gomez (l.), emotional berührt vor seinem VfB-Comeback.

"Nein, Gänsehaut nicht. Wir müssen jetzt auch nicht übertreiben." Nochmal Gomez.

Abseits des Gomez-Trubels betonte Stuttgarts Trainer Hannes Wolf: "Wir haben jetzt nicht die Sterne vom Himmel gespielt." Stimmt.

RB Leipzig - FC Schalke 3:1 (1:0)

"Der erste Sieg nach so einer Durststrecke ist immer der schwerste", fußballphilosophierte Ralph Hasenhüttl nach dem Ende der RB-Serie von fünf sieglosen Pflichtspielen. Er fand jedoch: "Er fühlt sich aber auch nicht so schlecht an."

Trotz Siegs angefressen: Nationalstürmer Timo Werner, der gegen Schalke nur als Edeljoker randurfte: "Ich schieße meine Tore lieber von Anfang an. 90 Minuten auf dem Platz zu stehen, das macht deutlich mehr Spaß als 30 oder 15 Minuten."

Noch angefressener: Schalkes Wundertrainer Domenico Tedesco. Denn, mopperte er: "Wir tragen einen großen Eigenanteil an dieser Niederlage, vor allem an dieser Art und Weise."

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 0:0

Dicke Luft beim BVB. Grund war aber nicht die Nullnummer für die Truppe von Peter Stöger, ...

... sondern Sturmdiva Pierre-Emerick Aubameyang. Der flog vor dem Wolfsburg-Spiel aus dem Kader, weil er eine Teamsitzung geschwänzt hatte. Kommentar von BVB-Sportdirektor Michael Zorc: "Ich erkenne ihn nicht wieder. Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Das, was jetzt abgeht, ist von unserer Seite nicht zu tolerieren."

Zu ist die BVB-Tür für den Torjäger nicht, betonte Coach Stöger aber: "Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht nachtragend bin. Er kann sich nächste Woche ganz normal wieder für die Mannschaft qualifizieren, er erhält eine neue Chance."

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:0)

"Danach habe ich schwer Luft bekommen, aber das nimmt man gerne mit." Kölns Rückkehrer und Last-Minute-Siegtorschütze Simon Terodde zur Jubeltraube, unter der er nach seinem Tor in der 95. Minute verschwand.

Kölns Rettertrainer Stefan Ruthenbeck fand: "Es war ein bisschen glücklich, aber was die Mannschaft an Leidenschaft rausgehauen hat, war sensationell."

Er bekannte aber auch: "Nach dem Schusspfiff habe ich zunächst eine gewisse Bitterkeit verspürt, weil diese Mannschaft viel mehr Punkte haben müsste." Immerhin: Vom Relegationsrang trennen Köln nach dem zweiten Saisonsieg nur noch sieben Punkte.

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