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Sonntag, 04. Februar 2018

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Ich war in Regelkunde nicht der Beste"

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1. FC Köln - Borussia Dortmund (2:3) (Foto: imago/Uwe Kraft)

1. FC Köln - Borussia Dortmund (2:3)

1. FC Köln - Borussia Dortmund (2:3)

Peter Stöger in Schwarzgelb - mittlerweile fast schon ein gewohnter Anblick. Doch das Spiel in Köln ist für den Ex-Kölner ein Besonderes. Finden auch die Fotografen.

"So spielt definitiv kein Absteiger", sagt er über den Effzeh dann auch lobend nach dem Spiel.

Der BVB hat den Sieg vor allem seinem Neuen zu verdanken: Michy Batshuayi trifft insgesamt dreimal das Tor - zwei Treffer zählen.

Dabei macht ihm vor allem Dominique Heintz das Leben schwer. "Wir werden es noch spannend machen", verspricht dieser.

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck ist leicht ernüchtert: "Wir haben die Tore zu einfach bekommen. Wenn man gegen Dortmund zweimal zurückkommt, darf man das nicht mehr abgeben. Vielleicht waren wir nach dem 2:2 einen Tick zu euphorisch. Wir nehmen aber mit, dass wir mit Dortmund auf Augenhöhe waren. Dafür können wir uns aber nichts kaufen."

FSV Mainz 05 - FC Bayern München (0:2)

Mainz-Keeper Robin Zentner hält, was er halten kann. Sein Abwehrkollege Stefan Bell sagt dann auch: "Es überwiegt das Gefühl, eine gute Leistung gebracht zu haben und dass wir auf Augenhöhe dagegengehalten haben. Wir waren in allen Bereichen ebenbürtig, nur leider in der Chancenverwertung nicht."

Kein Tor - das liegt auch am guten Spiel des wiedergenesenen Mats Hummels. Dessen Begründung: "Kann sein, dass ich von unserem Baby beflügelt war."

Für seinen Trainer Jupp Heynckes ist vor allem ein Thema bestimmend - das ihn tierisch nervt: Sein Vertrag. "Es ist schon lustig, wenn Sie einen fast 73-Jährigen nach seiner Zukunft fragen."

FC Schalke 04 - Werder Bremen (1:2)

Werder verlässt erstmals seit dem ersten Spieltag die Abstiegsränge. Trainer Florian Kohfeldt urteilt: "Es fühlt sich komisch an, ich kenne das ja noch nicht. Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, wir haben heute das Glück gehabt in der letzten Minute. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass wir systematisch Spiele gewinnen."

Den Sieg haben sie auch Schalkes Torhüter Ralf Fährmann zu verdanken - der böse patzt. Sein Trainer Domenico Tedesco nimmt das mit Humor: "Es erleichtert mich, dass er auch mal einen Fehler macht, dass er auch menschlich ist."

Überhaupt ist es das Spielt der Böcke. Auch Bremens Jiri Pavlenka baut Mist. Und auch sein Trainer nimmt es gelassen: "Das war kein großes Thema, er hat uns so viele Punkte gerettet. Da mache ich mir gar keinen Kopf.

Abschließendes Urteil bitte, Herr Tedesco. "Wir waren zu grün hinter den Ohren." Und das ausgerechnet gegen Bremen ...

Hertha BSC - 1899 Hoffenheim (1:1)

Das Wichtigste zuerst: Gute Besserung, Kerem Demirbay! Herthas Verteidiger Jordan Torunarigha steigt dem Hoffenheimer unglücklich aufs Sprunggelenk. Der fällt mit einem Außenbandriss und einem Syndesmose-Anriss nun länger aus. "Das ist keine gute Nachricht, wenngleich auch eine noch schlimmere Verletzung zu befürchten war", sagt Trainer Julian Nagelsmann.

Weiterer Aufreger im Spiel: Der gegebene Elfmeter zum 0:1. Erklärung von Schiedsrichter Deniz Aytekin: "Es war ein Foul, und es gab Elfmeter. Bei der Ballabgabe war Nico Schulz außerhalb des Strafraums in einer Abseitsposition. Allerdings war die nicht strafbar, weil er im deutlichem Abstand zu Niklas Stark stand. Als Niklas Stark den Ball kontrolliert annimmt, ist es eine neue Spielsituation. Das löst die ursprüngliche Abseitsposition auf."

Nagelsmann zur Entscheidung: "Ich war beim Fußballlehrer in Regelkunde nicht der Beste."

Salomon Kalou sorgt dann noch für den Ausgleich.

SC Freiburg - Bayer Leverkusen (0:0)

Ein Duell auf Augenhöhe kennt keinen Sieger.

Zu Buche stehen am Ende 20 Fouls und sieben Gelbe Karten für die Freiburger. Was sagt Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich dazu? "Das körperliche Spiel von Freiburg war manchmal einen Tick zu intensiv. Aber das wussten wir vorher."

Und dann geraten die Trainer auch noch kurz aneinander. Ist aber schnell vergessen, so Christian Streich: "Wir sind ein bisschen aufgesprungen. Und dann haben wir uns wieder ein bisschen hingesetzt."

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart (1:1)

Es ist das erste Spiel von Tayfun Korkut als Stuttgart-Trainer. Der nimmt sich nicht so wichtig: "Bevor wir über den Korkut-VfB reden, sollten wir über die Mannschaft reden. So, wie sie zurückgekommen ist in der zweiten Halbzeit und eine solche Dominanz ausgestrahlt hat, da war der Punkt hochverdient."

Und auch der Ex-Wolfsburger Mario Gomez jubelt für Stutgart. "Wolfsburg ist Vergangenheit, für mich zählt jetzt nur der VfB. Ich werde immer schöne Erinnerungen an den VfL haben - aber jetzt ist Abstiegskampf und da gibt es nur Stuttgart."

Und so endet das Spiel unentschieden.

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig (0:1)

Der Matchwinner ist Leipzigs Neuzugang Ademola Lookmann.

Dabei hatte Trainer Ralph Hasenhüttl eigentlich einen Plan: "Ich wollte ihn nach fünf Minuten schon wieder auswechseln." Grund war der mangelnde Stand des 20-Jährigen. "Ich trage immer diese Schuhe", sagt der erst am Mittwoch verpflichtete Neuzugang: "Aber der Rasen in Deutschland ist ein bisschen rutschiger als in England. Daran muss ich mich wohl noch gewöhnen."

Doch nun wird Lookman von seinen Kollegen gefeiert: "Der Junge wird heute Nacht nicht viel schlafen", prophezeit Kevin Kampl (2.v.l.).

Gladbach guckt dagegen in die Röhre. Weltmeister Christoph Kramer stellt nüchtern fest: "Am Ende ist Fußball auch ein Ergebnissport." (ara)

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