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Dienstag, 16. Juni 2015

Erst EM-Titel mit der U21, dann zu Löw: Mini-Titanen, Wühlmäuse und ein Sturmbulle

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Sechs Jahre nach dem bisher letzten EM-Triumph greift die deutsche U21-Nationalmannschaft wieder nach der kontinentalen Krone. In Schweden standen übrigens viele Spieler im Team, die heute auch Leistungsträger in der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw sind. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Sechs Jahre nach dem bisher letzten EM-Triumph greift die deutsche U21-Nationalmannschaft wieder nach der kontinentalen Krone. In Schweden standen übrigens viele Spieler im Team, die heute auch Leistungsträger in der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw sind.

Sechs Jahre nach dem bisher letzten EM-Triumph greift die deutsche U21-Nationalmannschaft wieder nach der kontinentalen Krone. In Schweden standen übrigens viele Spieler im Team, die heute auch Leistungsträger in der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw sind.

Da wären zum Beispiel Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels, ...

... der künftige Turiner Mittelfeldabräumer Sami Khedira, ...

... der oft unterschätzte Kreativling Mesut Özil, ...

..., Welttorhüter Manuel Neuer ...

... und dieser Herr hier. Kennen Sie nicht?

Dann schließen wir Ihre Wissenslücke: Das ist Sandro Wagner, zweifacher Torschütze beim 4:0 im EM-Finale gegen England. Nun, danach kam freilich nicht mehr so viel. Derzeit ist er eher ergänzender Teil des Kaders von Hertha BSC Berlin.

In unserer Aufzählung der Helden von einst haben wir natürlich ein paar Akteure vergessen. Hier nochmal das Team auf einen Blick. Und, rein aus persönlichem Interesse, noch der Hinweis: Der blonde Herr linksaußen heißt Dennis Grote und kickte damals noch für den VfL Bochum.

Kommen wir nun aber zu den potenziellen Helden 2015: Im Tor hat das deutsche Team ein Trio auf höchstem Niveau. Die Nummer eins dürfte vermutlich der frisch gekürte Champions-League-Sieger Marc-André ter Stegen (23), Spitzname "Mini-Kahn", vom FC Barcelona sein.

Kaum schlechter als ter Stegen, aber vermutlich nur die Nummer zwei: Bernd Leno (23) von Bayer Leverkusen. Seine starken Leistungen in Bundesliga und Champions League haben ihn sogar auf die Wunschliste von Real Madrid gehievt.

Der dritte im Torhüter-Bunde ist der 22-jährige Timo Horn. In seiner Bundesliga-Premieren-Saison sorgte er mit dafür, dass Aufsteiger Köln eine Spielzeit ohne Abstiegssorgen erlebte.

In der Abwehr kann U21-Coach Horst Hrubesch bereits auf einen Weltmeister zurückgreifen. Im vergangenen Sommer gewann Matthias Ginter (21) mit den DFB-Herren den Titel in Brasilien. In der Bundesliga lief's danach allerdings eher schlecht. Bei Borussia Dortmund musste er meist auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Viel besser lief es in vergangenen Spielzeit für Wolfsburgs Abwehrtalent Robin Knoche. Mit dem VfL wurde der 23-Jährige Vizemeister und gewann den DFB-Pokal. Bei Trainer Dieter Hecking hatte er einen Stammplatz an der Seite des Brasilianers Naldo.

Ein großes Talent in der Innenverteidigung ist auch der 21-jährige Dominique Heintz. Zur neuen Saison wechselt er vom 1. FC Kaiserslautern zum 1. FC Köln. Dort soll er die Lücke schließen, die der Österreicher Kevin Wimmer hinterlässt.

Die Teilnahme an der U21-EM in Tschechien ist für den 22 Jahre alten Christian Günter vermutlich eine willkommene Ablenkung. Denn mit seinem Klub SC Freiburg ist der Außenverteidiger am letzten Spieltag aus der 1. Bundesliga abgestiegen.

Ganz anders verlief die Saison für Julian Korb. Mit seiner Borussia aus Mönchengladbach qualifizierte sich der 23-Jährige für die Champions League. Ein erstes Kräftemessen mit der europäischen Spitze, zumindest der nachrückenden, gibt's nun in Tschechien.

Er ist der einzige Kicker aus der Hauptstadt bei der EM: Nico Schulz (22) von der Hertha aus Berlin. In zehn Länderspielen für die U21 erzielte der vielseitig einsetzbare Defensivspieler ein Tor.

Als Mittelfeldspieler Emre Can (21) Bayer Leverkusen im vergangenen Sommer verließ, um sein Glück beim FC Liverpool zu versuchen, gab's kaum jemanden, der ernsthaft an seinen Durchbruch an der Anfield Road glaubte. Doch nur ein Jahr später hat sich Can in der Premier League etabliert und gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente des DFB.

Maximilian Arnold hat eine komfortable Situation. Bei seinem Heimatverein Wolfsburg trainiert er Tag für Tag an der Seite von Kevin de Bruyne, dem derzeit wohl besten Bundesligaspieler. Im Schatten des Belgiers hat sich der 21-Jährige zu einer festen Größe beim Vizemeister entwickelt.

Wie sich so ein EM-Triumph anfühlt, weiß Yunus Malli. Im Jahr 2009 gewann der 23-Jährige mit der U17 bereits die Europameisterschaft. Nun will der wuselige Mainzer Kreativspieler mit der U21 ebenfalls den Titel holen.

Und um sich den Traum vom Titel zu erfüllen, kommt es vermutlich auch auf die präzisen Standards von Teamkollege Johannes Geis an. Der 21-Jährige hat in Mainz eine so starke Saison gespielt, dass der BVB und Schalke Interesse an dem Edeltechniker haben.

Leonardo Bittencourt ist ein kleiner, stets umtriebiger Mittelfeldmann. Der 21-Jährige kickt seit zwei Jahren bei Hannover 96 und bemüht sich, dort das Offensivspiel anzukurbeln. Er hat seit der U17 alle deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften durchlaufen.

Moritz Leitner (22) ist ein "alter Hase" im Team Horst Hrubesch. Vor knapp vier Jahren absolvierte er im Alter von 18 Jahren sein erstes Spiel für die U 21. Mit dem VfB Stuttgart hat der feine Techniker eine turbulente Bundesligasaison hinter sich, die mit dem Klassenerhalt am letzten Spieltag ein versöhnliches Ende fand.

Kerem Demirbay ist ein Mann für die Mittelfeldzentrale. Und auch wenn der 21-Jährige mit seinem Klub Kaiserslauten den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst hat, so kickt er nächste Saison doch im Oberhaus. Der Hamburger SV holt den Leihspieler aus der Pfalz zurück an die Elbe. Die erste Nominierung für die deutsche U21 gab's im März 2015 - zuvor hatte er für die Jugendteams der Türkei gespielt

Joshua Kimmich ist ein ganz interessanter Mann im Team der deutschen U21. Der 20-Jährige ist so talentiert, dass der FC Bayern München ihn zur neuen Saison verpflichtet hat. Der "Sechser", der in dieser Saison für den RB Leipzig spielte, gilt als Wunschspieler von Trainer Pep Guardiola - es gibt schlechtere Referenzen.

Ähnlich wie der zuvor erwähnte Christian Günter ist auch Felix Klaus vermutlich froh, nun bei der U21 zu sein. Mit dem SC Freiburg abgestiegen, hofft der 22 Jahre alte Offensiv-Allrounder nun auf ein versöhnliches Ende der Spielzeit 2014/2015.

Kommen wir nun zu den beiden wahrscheinlich prominentesten Gesichtern des Teams. Der eine ist Schalkes Spielmacher-Talent Max Meyer. Auch wenn Trainer Roberto Di Matteo ihn häufiger auf die Bank setzte, als in die Startelf zu stellen: Max Meyer gehört mit seiner Technik und seiner Spielintelligenz zu den talentiertesten Nachwuchsspielern in der Kreativabteilung.

Der zweite "Promi" im Team von Horst Hrubesch ist Kevin Volland. Der Stürmer von 1899 Hoffenheim hat bereits mehrfach bei Joachim Löw vorgespielt und gilt als größte deutsche Sturmhoffnung. Kein Wunder also, dass sich unter anderem der BVB um seine Dienste bemühte. Allerdings hält der 22-Jährige seinem Verein die Treue und hat erst kürzlich seinen Vertrag bis 2019 verlängert.

Klein, schnell, dribbelstark - das ist Amin Younes vom 1. FC Kaiserslautern. Der 21-Jährige durchlief seit der U16 alle Jugendmannschaften des DFB. Für die U21 absolvierte er bislang 12 Länderspiele und erzielte drei Treffer. Für die EM hat er große Ambitionen: "Jetzt sind wir hier in Prag, um uns unsere Kindheitsträume zu erfüllen und den Titel zu holen."

Wenn Serge Gnabry von seinem Kumpel Mesut Özil spricht, gerät der 19-Jährige ins Schwärmen. "Mesut ist einer der besten Spielmacher der Welt. Ab und zu gibt er mir Tipps", sagt der U21-Nationalspieler, für den Özil gleich in dreifacher Hinsicht ein Vorbild ist. Denn Stammspieler beim FC Arsenal will Gnabry noch werden, vielleicht sogar irgendwann Weltmeister, zunächst aber wie Özil 2009 Europameister mit der deutschen U21.

Philipp Hofmann ist der einzige "echte" Strafraumstürmer in der deutschen U21. Mit seinen 93 Kilo verteilt auf 1,94 Meter ist er ein echter Bulle, der nicht nur Tore schießen, sondern den Ball auch geschickt halten und verteilen kann. Für die Auswahl von Horst Hrubesch traf der Lauterner in 14 Spielen starke neun Mal!

Und das ist der Chef des Ganzen: Horst Hrubesch ist seit Juni 2013 Trainer der U21.

Und um sich für die EM fit zu machen, brachte sich der 64-Jährige im Trainingslager im österreichischen Leogang in eine gute Verfassung.

Das gilt natürlich genauso für seine Mannschaft, ...

... die fand in der österreichischen Bergidylle perfekte Bedingungen vor ...

... und konnte auch schonmal mit dem offiziellen Spielball trainieren. Denn das große Ziel lautet: EM-Titel 2015! (tno)

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