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Donnerstag, 07. Juli 2016

EM-Halbfinale in Bildern: Ronaldo träumt, Bales Titeltraum platzt

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Die einen: ernüchtert. (Foto: imago/Marca)

Die einen: ernüchtert.

Die einen: ernüchtert.

Die anderen: extrem euphorisiert.

Denn ihr Superstar Cristiano Ronaldo ...

... und seine Portugiesen greifen bei der EM in Frankreich nach dem ersten großen Fußballtitel für ihr Heimatland.

Europameister der Effizienz sind sie schon jetzt. Nachdem sie die Vorrunde sieglos beendet …

… und ihren Fans auch in Achtel- und Viertelfinale keinen Sieg nach 90 Minuten geschenkt hatten, …

… beendeten sie diese bescheidene Serie gegen Überraschungs-Halbfinalist Wales mit drei starken Minuten. Wow!

Nach einer ersten Halbzeit in Lyon, die eher als Fußballfolter denn Fußballfest daherkam ...

... und deren Highlight dieses Flaggenkind auf dem Mannschaftsfoto war, ...

… leitete Ronaldo höchstpersönlich den letztlich verdienten 2:0-Sieg (0:0) ein.

Dank eines Luftstands, der selbst Michael Jordan Respekt abgenötigt hatte, kam der dreimalige Weltfußballer in der 50. Minute zu einem aussichtsreichen Kopfball.

Dank einer Kopfstoßtechnik, die selbst Zinedine Zidane vor Neid hätte erblassen lassen, beförderte er den Ball derart wuchtig aufs Waliser Tor, …

… dass Torwart Wayne Hennessey nur noch eine Alibi-Parade zeigen konnte.

Zu halten war für den Waliser Schlussmann nichts mehr.

Zu halten war auch Ronaldo nicht, der sein Tor angemessen extrovertiert zelebrierte.

Grund dafür gab es gleich mehrfach: Der Kopfballtreffer aus dem großen Kopfballtreffer-Fußballlehrbuch brachte die Portugiesen natürlich auf Finalkurs.

Dann war es auch noch der insgesamt neunte EM-Treffer für Ronaldo, womit der mit Rekordtorschütze Michel Platini gleichzog.

Und ebenfalls historisch wertvoll: Vor Ronaldo hatten erst zwei Spieler in zwei verschiedenen EM-Halbfinals getroffen, und zwar Walentin Iwanow und Wiktor Ponedelnik für die Sowjetunion 1960 gegen die Tschechoslowakei (3:0) und 1964 gegen Dänemark (3:0).

Weniger aufregend für Fußball-Historiker war dann, was sich in Lyon drei Minuten nach Ronaldos Führungstor zutrug.

Nämlich: das Führungsausbautor von Nani.

Auf Vorlage von Ronaldo grätschte er den Ball zum 2:0 ins Tor.

Bayerns 35-Millionen-Schnäppchen Renato Sanches (r.) assistierte, indem er dem Waliser Keeper mit passiver Abseitsstellung die Sicht nahm.

Das Tor zählte trotzdem.

Auch Jungfrau Fatima war zufrieden.

Weniger glücklich: die Waliser und ihr Anhang.

Die sahen in der Folge, wie Wales zu Bales wurde, ...

... sich aufbäumte ...

... und auch mal aus 37 Metern ...

... versuchte, Portugals Keeper Rui Patricio zu überwinden.

Es half nichts, ...

... das Tor der Portugiesen blieb vernagelt.

Die besseren Chancen hatten die konternden Portugiesen, ein Tor schossen sie aber nicht mehr.

Machte aber nichts, im EM-Endspiel stehen sie trotzdem zum zweiten Mal nach 2004.

Dort wartet anders als 2004 im eigenen Land kein Außenseiter wie Griechenland, das Portugals Titelträume brutal-traumatisch zerstörte, sondern ein Topgegner: entweder Weltmeister Deutschland oder Gastgeber (und dann auch Weltmeister-Bezwinger) Frankreich.

Trotzdem geht Ronaldo optimistisch ins Endspiel: "Wir wussten, dass es ein langer und harter Weg wird, aber wir wussten immer, dass wir es schaffen können. Ich hoffe, dass ihr mich am Sonntag Tränen der Freude weinen seht. Der Traum kann jetzt Wirklichkeit werden."

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