Nur ankommen war gesternZwölf Navis im Vergleich
Mobile Navigationsgeräte sind der Verkaufsschlager schlechthin. Sie führen seit über einem Jahr die Verkaufscharts der Elektronikhändler an.
Mobile Navigationsgeräte sind der Verkaufsschlager schlechthin. Sie führen seit über einem Jahr die Verkaufscharts der Elektronikhändler an. Die Zeitschrift "Chip" hat zwölf Geräte verglichen und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis: Die Kinderkrankheiten sind überwunden, alle getesteten Geräte führen sicher ans Ziel.
Während früher noch ausschlaggebendes Testkriterium war, wie lange ein Navigationsgerät für die Positionsbestimmung braucht oder welche Fehler es bei der Berechnung der Route produziert, setzen sich die Geräte heute nur noch durch zusätzliche Features voneinander ab. Der Testsieger, TomTom Go 930 Traffic, kennt tausende Tankstellen, Sehenswürdigkeiten und Restaurants – nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, Hawaii und Kanada. Wo da der Nutzen für einen Autofahrer liegen soll, der die meiste Zeit auf deutschen Straßen unterwegs ist, erschließt sich nicht wirklich. Dazu ist das Gerät mit einem Preis von rund 400 Euro ausgesprochen teuer.
Erstaunlich ist auch ein ganz anderes Phänomen: Das TomTom Go 930 Traffic wurde laut dem Preisvergleichsportal guenstiger.de 19 mal von der Presse getestet, wurde mehrfach Testsieger und bekam durchweg gute Noten, was zu einer durchschnittlichen Bewertung von fünf von fünf möglichen Punkten durch die Fachpresse führt.
Die 26 Produkteinschätzungen der Nutzer sprechen hingegen eine ganz andere Sprache. Dort bringt es das TomTom Go 930 Traffic gerade mal auf zwei von fünf möglichen Punkten. Selbst jahrelange TomTom-Nutzer, die zahlreiche Vorhänger-Geräte als empfehlenswert einstufen, watschen das Premium-Navi als "einzige Katastrophe" ab. Da ist von merkwürdigen Fehlermeldungen und zahlreichen Systemabstürzen die Rede und vielem mehr. Potenzielle Käufer stehen da vor dem Problem, wem sie bei einer solch gespaltenen Faktenlage trauen sollen.
Fest steht jedenfalls, wer "nur" von A nach B kommen möchte, kann auf Schnickschnack zugunsten eines günstigeren Preises verzichten. So sind sich Fachpresse und Nutzer laut guenstiger.de zum Beispiel beim Falk N150 weitgehend einig: Beide vergeben fünf von fünf möglichen Bewertungspunkten. Zu haben ist das Falk N150 ab 169 Euro zuzüglich Versandkosten.
Doch selbst für 100 Euro kann man noch gute Navigationsgeräte bekommen. Auf Fahrspurassistenten oder TMC (Stauumfahrung) muss man dann allerdings verzichten. Dazu gehört beispielsweise das RoadMate 1215 von Magellan.
Wer sich weder von den Bewertungen der Fachpresse, noch von den Einschätzungen der Nutzer beeinflussen lassen will, sollte beim Kauf zumindest auf ein paar grundlegende Dinge achten. Dazu gehören die Lautstärke der Sprachausgabe, die Aktualität der Karten und der Umfang des Kartenmaterials.
Im "Chip"-Navitest gehört zur "Spitzenklasse" noch das Navigon 8110. Es folgen Medion GoPal 4425, Nokia 500 Navigationssystem und Asus R700t auf den Plätzen drei bis fünf.