Das vermeintliche Grab der Familie Jesu: James Camerons Film "Die Grabhöhle von Jesus"
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"Dann hat Jesus bei der Auferstehung nicht nur die Leichentücher, sondern auch noch seine Knochen vergessen", macht sich ein Christ darüber lustig, als er von der vermeintlichen Entdeckung des Grabes Jesu mitsamt seiner Knochen erfährt.Bild 1 von 18 "Wir haben erstmals festgestellt, dass da Jesus und seine ganze Familie begraben liegen", behauptete der Hollywood-Regisseur James Cameron.Bild 2 von 18 Cameron stellt in New York seinen Film "Die Grabhöhle von Jesus" und die Expertise von "namhaften Archäologen, DNA-Experten und Schriftforschern" zusammen mit einem Buch zu dem Film vor. (Hier mit seinen drei "Titanic"-Oscars)Bild 3 von 18 "Unser Film wird die Grundfesten der christlichen Kirche erschüttern", meint Produzent Simcha Jacobovici.Bild 4 von 18 Der Archäologe Amos Kloner war an der Entdeckung und Erforschung der Grabhöhle IAA-80 vor 27 Jahren beteiligt und hat eine ganz andere Gewissheit:Bild 5 von 18 "Wieder mal haben Filmemacher einen Weg gefunden, viel Wind um nichts zu machen, um ordentlich Geld zu verdienen."Bild 6 von 18 Die Wahrheit ist - wie so oft bei archäologischen Funden - reine Spekulation.Bild 7 von 18 Auf dem Jerusalemer "Berg des Bösen Rats" sind beim Bau des "Armon-Hanatziv-Viertels" viele intakte Grabhöhlen aus dem ersten Jahrhundert gefunden worden.Bild 8 von 18 Hier in der Dov-Gruner-Straße, unter einem fünfstöckigen Sozialwohnungsbau mit russischen Einwanderern, wurde im März 1980 von zwei Bauherren die Grabhöhle entdeckt.Bild 9 von 18 Kloner hat über die Höhle und ihre Inhalte 1996 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Atiqot XXIX trocken und ohne christologische Spekulation publiziert.Bild 10 von 18 Von der in den Fels gehauenen Grabkammer gehen nach Osten, Westen und Süden tiefe Nischen ab, in denen zehn Knochenkästen aus Kalkstein lagerten.Bild 11 von 18 Einige Ossuarien (Knochenkästen) waren mit typischen Rosetten und Zickzackmustern geschmückt, andere waren schmucklos.Bild 12 von 18 Die eingeritzten Namen in Griechisch und Hebräisch klingen wie ein Familientreffen aus dem Neuen Testament: Maria, Josef, Jesus, Mathias, Jose, Judas, Sohn des Jesus.Bild 13 von 18 Nach Auslegung der Forscher ist einmal die Mutter von Jesus und das andere Mal Maria Magdalena gemeint.Bild 14 von 18 Aus den Angaben über Judah folgern die Gelehrten, dass Jesus einen Sohn gehabt haben könnte.Bild 15 von 18 Rechts über der Rosette der Name JESUS auf Althebräisch.Bild 16 von 18 "Die Namen sind reiner Zufall. Ich halte es für undenkbar, dass sich eine Familie aus Nazareth über drei bis vier Generationen hinweg in Jerusalem begraben ließ", sagt Kloner heute. (Im Bild: Darstellung des Jakobus, der älteste der vier Brüder von Jesus von Nazaret.)Bild 17 von 18 Kloner, nach dem Film befragt, meinte nur: "Ich bin Wissenschaftler und beteilige mich nicht an unseriösen Spekulationen." (Fotos: Varda Polak Sahm / Text: Ulrich W. Sahm)Bild 18 von 18
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