Von 5 auf 0 in 15 Monaten: Die Zinsschritte der US-Notenbank
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Montag, 24. Oktober 2005: US-Präsident George W. Bush stellt im Weißen Haus mit Ben Bernanke (rechts) den Nachfolger für Alan Greenspan (links) an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vor.Bild 1 von 41 Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die USA in einer Phase der anziehenden Geldpolitik. Ben Bernanke (rechts) soll für Kontinuität stehen. Der US-Leitzins liegt bei 3,75 Prozent.Bild 2 von 41 Montag, 6. Februar 2006: Greenspan betrachtet Bernanke, als der im US-Kongress ans Pult tritt, um seinen Amtseid abzulegen. Der US-Leitzins liegt zu diesem Zeitpunkt bei 4,50 Prozent.Bild 3 von 41 Dienstag, 11. September 2007: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt US-Notenbankchef Ben Bernanke in Berlin. Eine Woche später, am ...Bild 4 von 41 ... 18. September 2007, läutet Bernanke angesichts der heraufziehenden Krise das Ende der Hochzinspolitik ein. Nach einer längeren Plateauphase sinkt der Leitzins von 5,25 auf 4,75 Prozent.Bild 5 von 41 Herbst 2007: Die Blase am US-Markt für Wohnimmobilien ist geplatzt. Die Hypothekenkrise nimmt ihren Lauf. Der Kongress lädt Bernanke vor den Finanzausschuss.Bild 6 von 41 Mittwoch, 31. Oktober 2007: Die Fed senkt den Leitzins von 4,75 auf 4,50 Prozent. Im Chicagoer Handel mit zehnjährige Staatsanleihen löst der Zinsschritt turbulente Szenen aus.Bild 7 von 41 Dienstag, 11. Dezember 2007: Der US-Leitzins sinkt um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent.Bild 8 von 41 Nicht alle Händler - weder in Chicago, noch wie hier im Bild in New York - haben mit einer weiteren Absenkung gerechnet.Bild 9 von 41 Donnerstag, 17. Januar 2008: Bernanke beziffert die bisherigen Verluste im Hypothekenmarkt vor dem US-Haushaltsausschuss auf 100 Mrd. Dollar.Bild 10 von 41 Dienstag, 22. Januar 2008: Die Fed entschließt sich zu einem überraschend Schritt. Um der drohenden Rezession zu entgehen, senkt sie den Leitzins von 4,25 auf 3,50 Prozent.Bild 11 von 41 Mittwoch, 30. Januar 2008: Acht Tage nach der außerplanmäßigen Zinssenkung meldet sich die Fed wieder zu Wort. Der Leitzins sinkt um weitere 50 Basispunkte auf 3,00 Prozent.Bild 12 von 41 Sonntag, 16. März 2008: Die US-Investmentbank Bear Stearns fällt. In einem Notverkauf fängt die Großbank JP Morgan Chase die schwankende Bank auf. Die Fed hilft mit einem Milliardenkredit aus.Bild 13 von 41 Montag, 17. März 2008: Finanzminister Henry Paulson (links) und Fed-Chef Bernanke (rechts) nehmen im Weißen Haus an einer Sitzung von Bushs "Arbeitsgruppe Finanzmärkte" teil.Bild 14 von 41 Dienstag, 18. März 2008: In Washington sind die Bäume noch kahl. Die US-Notenbank schraubt den Leitzins erneut um 75 Basispunkte auf nun 2,25 Prozent nach unten.Bild 15 von 41 Mittwoch, 30. April 2008: Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank senkt den Leitzins um ein Viertelprozent auf 2,00 Prozent.Bild 16 von 41 Sommer 2008: In Washington wächst die Sorge um die Stabilität des Finanzsystems. Der Notenbankchef wird zum Krisenmanager.Bild 17 von 41 Sonntag, 7. September 2008: Die US-Regierung übernimmt die Kontrolle über die durch die Immobilienkrise vom Absturz bedrohten Hypotheken-Giganten Fannie Mae und Freddie Mac.Bild 18 von 41 Montag, 15. September 2008: Die US-Regierung verweigert der Investmentbank Lehman Brothers die Unterstützung der Fed. Die Bank stellt Insolvenzantrag. Weltweit brechen die Kurse ein.Bild 19 von 41 Bilder von gefeuerten Lehman-Mitarbeitern gehen um die Welt. Das Wort von der "systemrelevanten Bank" macht die Runde.Bild 20 von 41 Mittwoch, 17. September 2008: Die US-Notenbank verhindert mit einem Not-Kredit über 85 Mrd. Dollar die Pleite des Versicherungsriesen AIG.Bild 21 von 41 Freitag, 19. September 2008: In Washington blühen noch die Rosen. Nach einer katastrophalen Börsenwoche spricht Präsident Bush im Garten des Weißen Hauses zur Lage der US-Wirtschaft.Bild 22 von 41 Die Welt blickt (v.l.n.r.) auf Bernanke, Bush, Paulson und Christopher Cox, den Chef der US-Börsenaufsicht SEC.Bild 23 von 41 Während Bush Führungsstärke mimt, spricht Bernankes Gesichtsausdruck Bände.Bild 24 von 41 Mittwoch, 24. September 2008: Bernanke bereitet sich unter den Augen der Weltpresse auf drängende Fragen der Abgeordneten im US-Kongress vor.Bild 25 von 41 Mittwoch, 8. Oktober 2008: In einer konzertierten Aktion senken sechs große Notenbanken ihre Leitzinsen. In den USA geht der Zinsschritt über 50 Basispunkte auf 1,50 Prozent.Bild 26 von 41 Die Wirkung hält nicht lange vor. Die tagelange Panik an den Börsen geht weiter.Bild 27 von 41 Donnerstag, 9. Oktober 2008: Der Dow-Jones-Index sackt 768,91 Punkte ab und schließt erstmals seit 2003 unter der Marke von 9000 Punkten.Bild 28 von 41 Mittwoch, 29. Oktober 2008: Nervös wartet der Markt auf einen weiteren Zinsschritt. Die Erwartungen sind bereits eingepreist. Jede Abweichung wird das Finanzsystem erschüttern.Bild 29 von 41 Wie erwartet senkt die Fed ihren Leitzins abermals um 50 Basispunkte auf mittlerweile 1,00 Prozent.Bild 30 von 41 Die Lage an den Märkten bleibt dennoch angespannt. Es brennt an allen Ecken. Die Finanzkrise ist längst eine Krise der Weltwirtschaft.Bild 31 von 41 In Detroit wanken die Autokonzerne, an der Wall Street blicken Beobachter mit Sorge auf Großbanken, das Vertrauen der Verbraucher in die US-Wirtschaft schwindet.Bild 32 von 41 Dienstag, 16. Dezember 2008: Die US-Notenbank Fed reagiert mit einem überraschend energischen Schritt. Sie senkt den Leitzins auf eine Spanne von Null bis 0,25 Prozent.Bild 33 von 41 Der Zins liegt damit so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr.Bild 34 von 41 Unter Notenbank-Chef Bernanke vollzieht die Fed damit die Abkehr von der klassischen Leitzinspolitik.Bild 35 von 41 Statt eines konkreten Zielsatzes legt die Fed nach dem Vorbild der Schweizerischen Nationalbank SNB ein Zielband für den Schlüsselzins fest.Bild 36 von 41 Im Kampf gegen die Rezession "gehen uns allmählich die Mittel aus", bekennt der künftige US-Präsident Barack Obama mit Blick auf die Fed-Entscheidung.Bild 37 von 41 Ben Bernanke, oberster Währungshüter der USA und wichtigster Geldpolitiker der weltgrößten Volkswirtschaft, schweigt.Bild 38 von 41 Parallel zur Zinssenkung vom 16. Dezember lässt die Fed mitteilen, sie werde "alle verfügbaren Instrumente" einsetzen, um die Gefahren für die Wirtschaft zu bekämpfen.Bild 39 von 41 Bernanke weiß, dass er schon längst geldpolitisches Neuland betreten hat. Auf seinen Schultern ruht die Last der Verantwortung - schwerer als er es sich vor dem Amtsantritt vorgestellt haben mag.Bild 40 von 41 (Alle Bilder von dpa, AP oder rts / Text: Martin Morcinek mit Material von dpa und rts)Bild 41 von 41
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