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Montag, 09. März 2015

Reeder, Verleger, Banker: Diese Griechen zahlen kaum Steuern

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Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Korruption und Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Nicht nur braucht Athen dringend Geld, um die Staatspleite zu umschiffen. (Foto: picture alliance / dpa)

Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Korruption und Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Nicht nur braucht Athen dringend Geld, um die Staatspleite zu umschiffen.

Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Korruption und Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Nicht nur braucht Athen dringend Geld, um die Staatspleite zu umschiffen.

In der Bevölkerung wird der Unmut gegen die Sparpolitik immer größer. Denn während die Durchschnittsgriechen unter Rentenkürzungen und Lohnsenkungen ächzen, zahlen die wenigen superreichen Griechen kaum Steuern.

Reeder, Geschäftsleute und Medien-Tycoons haben sich zahlreiche Privilegien gesichert und ihr Geld ins Ausland geschafft. Ihnen gehören die Banken, TV-Sender und größten Unternehmen des Landes.

Stavros Niarchos stammt aus einer der drei großen griechischen Reederfamilien. Das Vermögen des Clans wird auf 3 Milliarden Euro geschätzt.

Gegründet hat die Dynastie Stavros Niarchos senior. Im Zweiten Weltkrieg verlieh er seine Schiffe an die Alliierten und stieg danach zum Besitzer der weltgrößten privaten Tankerflotte auf.

Niarchos' Erzrivale war Aristoteles Onassis. Auch er machte Milliarden in der Schifffahrtsindustrie.

Weltweit berühmt wurde die Tanker-Legende spätestens, als er 1968 auf der Insel Skorpios Jackie Kennedy, die Witwe des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, heiratete.

Aristoteles' Enkelin Athina Onassis ist noch heute eine der reichsten Griechinnen mit einem geschätzten Vermögen von 620 Millionen Euro.

Spiros Latsis ist laut Forbes 2,4 Milliarden Dollar schwer. Inzwischen gehört Latsis neben einer Tankerflotte eine Immobilienfirma, eine der größten Ölraffinerien und die Eurobank, Griechenlands drittgrößtes Geldhaus.

Spiros Vater John Latsis legte als Reeder den Grundstein für das Familienvermögen.

Auch George Economou verdient sein Geld im Frachtgeschäft. Der Reeder ist ein bedeutender Kunstsammler und soll 1,5 Milliarden Euro schwer sein.

Theodore Angelopoulos baut Luxus-Jachten. Seine Frau hat die Olympischen Spiele 2004 in Athen organisiert. Die Dynastie hat etwa 1,1 Milliarden Euro angehäuft.

Vardis Vardinogiannis gehören ein großer Anteil an Griechenlands wichtigstem TV-Sender Mega, zwei Ölfirmen und Anteile an der Piräus-Bank.

Yannis Costopoulos führte bis 2014 die Alpha-Bank. Seine Familie gründete 1879 Griechenlands zweitgrößtes Geldhaus und hält bis heute Anteile.

Giannis Alafouzos ist Chef der Skai-Mediengruppe. Außerdem gehört ihm der Fußballclub Panathinaikos Athen.

Auch Socratis Kokkalis mag Fußball: Er ist Besitzer und Präsident von Olympiakos Piräus.

Außerdem gehört dem Multimillionär Intracom, Griechenlands größte Telekommunikationsfirma, sowie ein großer Anteil an einem Lottosystem-Unternehmen.

Die Fourlis-Familie verdient ihre Millionen mit Möbeln. Sie ist der offizielle Vertreter von Ikea in Griechenland.

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