Neue Preispolitik: Erzriesen erschrecken Stahlbranche
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Mono- oder Oligopole sind in der Wirtschaftswelt durchaus nicht selten und nicht per se unbeliebt.Bild 1 von 27 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebSo lange alles gut läuft, haben die Marktteilnehmer auch gegen eine überragende Macht nichts einzuwenden.Bild 2 von 27 | Foto: picture-alliance/ dpaSo war es bislang auch auf dem Markt für das für die Stahlproduktion wertvolle Eisenerz. Zwar halten hier seit Jahrzehnten weniger als Handvoll Konzerne die Zügel in der Hand, …Bild 3 von 27 | Foto: REUTERS… doch bislang vertrug man sich in Sachen Preisbildung gut.Bild 4 von 27 | Foto: REUTERSZu Beginn eines Jahres trafen sich Erzförderer und Stahlkocher und legten den Preis für den begehrten Rohstoff für ein Jahr fest.Bild 5 von 27 | Foto: REUTERSEin gutes Geschäft für beide Seiten: Die Minenbetreiber wussten genau, wie viel Geld sie für das Jahr für den Ausbau ihrer Vorkommen hatten.Bild 6 von 27 | Foto: REUTERSDie Stahlwerke konnten etwaige Preissteigerungen peu à peu an ihre Kunden, …Bild 7 von 27 | Foto: REUTERS… z.B. die Autobauer, weitergeben.Bild 8 von 27 | Foto: Textfabrik/Busse40 Jahre lang funktionierte diese gut geölte Routine, bis …Bild 9 von 27 | Foto: picture-alliance/ dpa… ja, bis der weltgrößte Eisenerzlieferant Vale nun die Preise in Asien nicht nur um 90 Prozent erhöhte, …Bild 10 von 27 | Foto: REUTERS… sondern die Laufzeit der Verträge auf ein Vierteljahr stutzte. Die Branchenkollegen BHP Billington und die australische Rio Tinto zogen umgehend nach.Bild 11 von 27 | Foto: REUTERSWarum hat das Trio, das zusammen etwa 70 Prozent des Weltmarktes abdeckt, mit der alten Tradition gebrochen?Bild 12 von 27 | Foto: REUTERSGanz einfach. Die Bergbaukonzerne wollen sich künftig an den Spotmarktpreisen orientieren, die sich binnen Jahresfrist verdoppelt haben.Bild 13 von 27 | Foto: REUTERSEin durchaus lohnender Wechsel.Bild 14 von 27 | Foto: REUTERSDas sieht die andere Seite naturgemäß ganz anders.Bild 15 von 27 | Foto: REUTERSStahlkonzerne und –verbände laufen gegen die Änderungen Sturm und rufen dabei auch die Politik an.Bild 16 von 27 | Foto: REUTERSDer Betriebsrat von ThyssenKrupp Steel Europe fordert von Bundesregierung und EU ein Verbot von Rohstoffspekulationen und ein Vorgehen gegen Rohstoffkartelle.Bild 17 von 27 | Foto: REUTERSEs bestünde die Gefahr, dass in Deutschland 30.000 und in ganz Europa Hunderttausende Arbeitsplätze verloren gingen, hieß es.Bild 18 von 27 | Foto: REUTERSThyssenKrupp kündigte an, das eigene Preissystem möglicherweise ändern zu wollen – ob der Konzern die Preissteigerungen weitergeben kann, ist jedoch fraglich.Bild 19 von 27 | Foto: REUTERSFürchten doch die Hauptabnehmer, wie die Automobilbranche, schon um die eigene Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben.Bild 20 von 27 | Foto: REUTERSWohler ist da dem Stahlkonzern, der auf eigene Minen zurückgreifen kann und das Wohlwollen der Big Three nicht braucht, wie zum Beispiel Arcelor Mittal.Bild 21 von 27 | Foto: REUTERSDa wird sich ThyssenKrupp umso mehr ärgern, dass sie die letzte Minenbeteiligung vor gut einem Jahrzehnt an den Brasilianer und Auslöser der Preiskrise, Vale, verkauft haben.Bild 22 von 27 | Foto: REUTERSEinige Branchenexperten sehen jedoch auch durchaus Vorteile in dem neuen Preissystem.Bild 23 von 27 | Foto: REUTERSAngesichts des durch die Stahlnachfrage getriebenen Aufbau der Erzlager könnten die Spotmarktpreise in nächster Zeit ebenso gut sinken.Bild 24 von 27 | Foto: REUTERSUnd das wiederum würde zu niedrigeren Quartalspreisen führen.Bild 25 von 27 | Foto: REUTERSAlso freuen sich die Stahlriesen in einem Vierteljahr möglicherweise über die neue Preisgestaltung.Bild 26 von 27 | Foto: REUTERSAuch hier kann es schließlich in beiden Richtungen strömen. (sla/rts/dpa)Bild 27 von 27 | Foto: REUTERS
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