"Das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus": Wut nach GM-Kehrtwende
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Der US-Autobauer General Motors will Opel nun doch behalten. Der GM-Verwaltungsrat entschied sich am 3. November nach monatelangem Tauziehen gegen den geplanten Verkauf an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna.Bild 1 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaIn Deutschland löste die überraschende Kehrtwende Entsetzen und Wut aus. Hier einige Zitate:Bild 2 von 15 | Foto: dpaULRICH WILHELM, Regierungssprecher: "Was ich sagen kann ist, dass es keinen Hinweis gab auf einen Meinungsumschwung."Bild 3 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaKLAUS FRANZ, Opel-Betriebsratschef: "Den Weg zurück zu General Motors werden wir nicht mitgestalten, sondern unsere klassische Schutzfunktion für die Belegschaften wahrnehmen."Bild 4 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaRAINER BRÜDERLE (FDP), Bundeswirtschaftsminister: "Das Verhalten von General Motors gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist völlig inakzeptabel."Bild 5 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaJÜRGEN RÜTTGERS (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen: "Nach mehreren Zusagen und monatelangen Verhandlungen lässt die Spitze von GM die Arbeitnehmer im Regen stehen. Dieses Verhalten von General-Motors zeigt das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus. Das ist völlig inakzeptabel. Wir werden weiter für Opel und den Standort Bochum kämpfen."Bild 6 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaROLAND KOCH (CDU), Ministerpräsident von Hessen: "Ich bin sehr betroffen und verärgert. Wir sehen mit erheblichem Interesse, was General Motors nun vorlegen wird. Wenn ein Unternehmen sagt, es ist selbst in der Lage, die Probleme zu lösen, dann ist die Politik draußen."Bild 7 von 15 | Foto: dpaKURT BECK (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz: "Die Entscheidung ist eine Zumutung für die Beschäftigten von Opel, die unvorstellbaren Belastungen ausgesetzt sind. GM hat kein Konzept."Bild 8 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaGREGOR GYSI, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Bundestag: "Die Bundesregierung hat bei Opel auf ganzer Linie versagt. Während die Kanzlerin vom US-Kongress beklatscht wird, zieht sie der staatseigene GM-Konzern am Nasenring durch die Manege."Bild 9 von 15 DIRK PFEIL, Mitglied des Opel-Treuhandbeirats: "Ich halte die Entscheidung von GM für richtig. Die Chancen, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, sind mindestens so groß wie unter Magna."Bild 10 von 15 | Foto: picture-alliance / dpaOLIVER BURKHARD, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen: "Das ist eine Dreistigkeit gegenüber den Beschäftigten, die jetzt schon seit Monaten im Ungewissen über ihre Zukunft sind. Es ist ein Affront sondergleichen gegenüber den Mitarbeitern und allen, die mitgeholfen haben, 'New Opel' an den Start zu bekommen."Bild 11 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaARMIN SCHILD, Frankfurter IG-Metall-Chef und Opel-Aufsichtsratmitglied: "Wer zwölf Monate braucht, um zu erkennen, dass die eigene Tochter überlebensfähig ist und sechs Monate braucht, um zu entscheiden ob sie heiraten darf, hat sich als verantwortlicher Arbeitgeber selbst disqualifiziert."Bild 12 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaCHRISTINE LIEBERKNECHT (CDU), Thüringer Ministerpräsidentin: "Das war jetzt doch noch mal ein wirklicher Tiefschlag, mit dem wir so nicht gerechnet hatten."Bild 13 von 15 | Foto: dpaTONY WOODLEY; Generalsekretär der britischen Gewerkschaft Unite mit Blick auf die beiden englischen Werke der Opel-Schwester Vauxhall (in blau): "Es ist die beste Entscheidung für Großbritannien und unsere Fabriken."Bild 14 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpaOPEL-MITARBEITER (anonym): "Wenn GM sich jetzt hinstellt und behauptet, wir halten zu euch, glaubt das keiner mehr - auch wenn die Hand auf der Brust liegt, die amerikanische Flagge weht und die Musik im Hintergrund spielt."Bild 15 von 15 | Foto: picture-alliance/ dpa
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