Die Jagdsaison ist eröffnet.Bild 1 von 37 Allerdings stehen weder Hasen, Rehe noch Füchse im Fadenkreuz der Jäger, ...Bild 2 von 37 ... sondern Kormorane.Bild 3 von 37 Die unter Naturschutz stehenden Wasservögel dürfen vom 1. September 2008 bis zum 15. März 2009 bereits im vierten Jahr in Folge ...Bild 4 von 37 ... am westlichen Bodensee abgeschossen werden.Bild 5 von 37 Nach Ansicht der Behörden ist der Vogel dafür verantwortlich ...Bild 6 von 37 ... dass die Netze der Bodenseefischer immer öfter leer bleiben.Bild 7 von 37 Rund 1500 Tiere überwintern jedes Jahr am Bodensee.Bild 8 von 37 Aus diesem Grund liegt auch die Abschusssaison in diesem Zeitraum.Bild 9 von 37 Natur- und Tierschützer sind empört.Bild 10 von 37 Sie bezeichnen die Abschusserlaubnis für den Kormoran als eine Hetzjagd auf einen Sündenbock, ...Bild 11 von 37 ... denn für den Abschuss gebe es keine fachliche Begründung. Auch ein belegter Zusammenhang zwischen Kormoranen und Fischbeständen fehle.Bild 12 von 37 Die Fischbestände im Bodensee werden eher durch steigende Wassertemperaturen infolge des Klimawandels ...Bild 13 von 37 ... sowie immer weniger Nährstoffe durch steigende Wasserqualität reduziert, so die Tierschützer.Bild 14 von 37 Berufsfischer versuchten bisher auf verschiedene Arten, den schwarzen Vogel loszuwerden, ...Bild 15 von 37 ... der ihnen sogar den Fisch aus den Netzen stehlen soll.Bild 16 von 37 Um die Nester der Kormorane zu zerstören, wurde in den vergangenen Jahren illegal Schilf am Bodenseeufer angezündet. Mit nur geringem Erfolg.Bild 17 von 37 Auch ein sechswöchiger Versuch, die Tiere wie in Frankreich mit Orca-Lauten zu vertreiben, blieb in Deutschland ohne Erfolg.Bild 18 von 37 Im April 2008 wurden brütende Elterntiere ...Bild 19 von 37 ... mit Scheinwerferlicht aus ihren Nestern gejagt.Bild 20 von 37 Ziel war es, so die Eier der Kormorane auskühlen und absterben zu lassen.Bild 21 von 37 Dabei wurden laut Naturschutzbund auch bereits geschlüpfte Küken getötet. Die Aktion hatte kaum Auswirkungen auf den Bestand.Bild 22 von 37 Der Naturschutzbund verklagte daraufhin jedoch das Regierungspräsidium wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz.Bild 23 von 37 Die Fronten zwischen Berufsfischern und Naturschützern sind verhärtet und von Schwarz-Weiß-Malerei geprägt.Bild 24 von 37 Dazwischen sitzt der Kormoran, der bis zu 95 Zentimeter hoch werden kann.Bild 25 von 37 Die meist stummen Tiere vertilgen zwischen 350 und 500 Gramm Fisch am Tag.Bild 26 von 37 Dafür können sie bis zu 40 Meter tief tauchen.Bild 27 von 37 Kormorane, die im Volksmund auch "Seeraben" oder "Meerraben" genannt werden, leben in Kolonien und brüten auf Bäumen, am Boden und in Felsklippen.Bild 28 von 37 Sie gelten über Jahrhunderte hinweg als Konkurrenten der Fischer und wurden aus diesem Grund so stark bejagt, dass sie fast ausgestorben waren.Bild 29 von 37 Seit 1979 steht der Vogel, der zur Ordnung der Ruderfüßer gehört, unter Naturschutz.Bild 30 von 37 Die Bestände haben sich seitdem erholt. In Deutschland leben derzeit rund 50.000 Tiere in 120 Kolonien.Bild 31 von 37 Der Streit um das Tier hält jedoch an. So ist für Anfang November eine Kormoran-Konferenz in Brüssel geplant.Bild 32 von 37 Die Vögel, die auf allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet sind, werden in China und in Japan sogar gezähmt.Bild 33 von 37 Die so genannten Kormoranfischer halten die Tiere, um mit ihnen Fische zu fangen.Bild 34 von 37 Sie legen dafür den Kormoranen Ringe um den Hals, damit sie den gefangenen Fisch nicht hinunterschlucken können.Bild 35 von 37 So lange die Tiere hungrig sind, tauchen sie immer wieder, um Fisch zu fangen.Bild 36 von 37 Das Kormoranfischen ist so in China zur Touristenattraktion geworden. (Alle Bilder: AP, dpa)Bild 37 von 37