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Samstag, 28. Juli 2018

Spektakel am Abendhimmel: Die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts

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Es ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. (Foto: dpa)

Es ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.

Es ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.

In spektakulärem Rot präsentiert sich der Mond ab 21.30 Uhr am deutschen Nachthimmel.

Bei hochsommerlichen Temperaturen bis 30 Grad versuchen viele Menschen in der gesamten Republik mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop das extrem seltene Himmelsschauspiel zu verfolgen.

Zur etwa 103 Minuten langen totalen Mondfinsternis gesellt sich ein besonders heller und großer Mars.

Ein ähnliches Spektakel war zuletzt vor 15 Jahren zu sehen.

"Für die derzeit lebenden Menschen ist das ein einmaliges Ereignis", sagt der Chef der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim, Sven Melchert.

Im Norden, Westen und Süden ist die Sicht auf die beiden rötlich leuchtenden Himmelskörper vielerorts recht gut. Nur vereinzelt gibt es Wolken.

Weniger Glück haben allerdings die Menschen in weiten Teilen Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Sachsens und Thüringens.

Dort blicken viele auf Gewitterwolken statt auf einen sternenklaren Abendhimmel.

Zu einer Mondfinsternis kommt es nur bei Vollmond - wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen.

Der Mond taucht völlig in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft.

Einen besonders guten Blick darauf hatte Astronaut Alexander Gerst, der derzeit auf der Raumstation ISS ist.

Der Mars gilt ohnehin als Roter Planet. Aber warum leuchtet auch der Mond rot?

Die kurzwelligen blauen Lichtwellen der Sonnenstrahlen werden Experten zufolge vollständig in der Erdatmosphäre gestreut.

Das langwellige rote Licht wird dagegen gebrochen und in Richtung Mond gelenkt.

Nun wird es wieder etliche Jahre dauern, bis die Menschheit ein ähnlich spannendes Ereignis am Nachthimmel beobachten kann. (kpi/dpa)

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