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Dienstag, 25. Oktober 2016

Tausende Jahre auf der Erde: Diese Tiere leben am längsten

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Das Leben bringt eines unweigerlich mit sich: ... (Foto: NASA)

Das Leben bringt eines unweigerlich mit sich: ...

Das Leben bringt eines unweigerlich mit sich: ...

... den Tod. Er ist von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung von Lebewesen.

Doch nicht alles, was lebt, wird gleich alt. Blickt man auf die Vielfalt des Lebens auf unserem blauen Planeten, ist das maximale Lebensalter höchst unterschiedlich.

Der Mensch zum Beispiel: Bis heute erwiesenermaßen ältester Mensch ist Jeanne Calment, geboren am 21. Februar 1875, gestorben am 4. August 1997. Die Französin hält mit 122 Jahren und 164 Tage den Altersrekord.

Maximale Lebenserwartung der Menschen liegt bei knapp über 120 Jahren - da muss es aber schon außergewöhnlich gut laufen. In Deutschland beispielsweise liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei rund 78 Jahren für Männer und rund 83 Jahren für Frauen.

Doch es gibt Tiere, die weitaus älter werden können als der Homo Sapiens. n-tv.de präsentiert die zehn langlebigsten Tierarten der Erde.

Gerade so in die Top Ten schafft es der Hummer. Die genaue Lebenserwartung der Krustentiere ist nicht bekannt - man geht jedoch davon aus, dass die Meeresbewohner rund 100 Jahre alt werden können.

Ein Hummer namens George jedoch setzt Maßstäbe (wir haben leider kein Bild von ihm). George wurde vor einigen Jahren von Tierschützern aus einem New Yorker Restaurant gerettet.

Aufgrund seines Gewichtes von neun Kilogramm wurde der Hummer von Experten auf ein Alter von 140 Jahren geschätzt.

Im Kochtopf landete er nicht - er wurde wieder ins Meer entlassen. An einer Stelle, an der das Fangen von Hummern untersagt ist.

Wir bleiben im Wasser: Platz neun geht an den Stör. Bis zu 150 Jahre alt kann die Fischart werden.

Beliebt sind die Tiere vor allem wegen des Kaviars, den sie erzeugen.

Alterskonkurrenz bekommt der Stör vom "Hoplostethus atlanticus" - auch der sogenannte Kaiserbarsch kann bis zu 150 Jahre alt werden.

So sicher ist man sich da jedoch nicht, da über die Lebenszyklen des Tiefseefisches verhältnismäßig wenig bekannt ist.

Platz acht geht an den Seeigel. Schätzungsweise bis zu 200 Jahre alt können die stacheligen Unterwassertiere werden.

Sie bevölkern die Erde bereits seit mehreren hundert Millionen Jahren - und manche von ihnen sind für Menschen bei Kontakt hochgiftig.

Fast gleichauf mit dem Seeigel liegt der Grönlandwal, der sich mit Platz sieben den Titel "ältestes Säugetier der Welt" sichern kann.

Mehr als 200 Jahre werden die Ozeanriesen alt. Ihre Körpergröße beträgt bis zu 18 stattliche Meter.

Einziger Feind ist der Mensch - der Grönlandwal war das erste Wildtier überhaupt, das im Jahr 1931 vom Völkerbund unter Schutz gestellt wurde. Heute dürfen nur noch einige Inuit-Stämme die Tiere erlegen.

Koi-Karpfen werden zwar im Durchschnitt nur rund 60 Jahre alt - doch der Rekord liegt weit höher und beschert den Fischen Rang Nummer sechs.

Auf 226 Jahre brachte es ein japanisches Exemplar namens "Hanako", das im Jahr 1977 starb.

Geboren wurde der Fisch im Jahr 1751 - fünf Jahre vor Mozart.

Riesenschildkröten werden mit mehreren hundert Kilogramm nicht nur sehr schwer, sondern auch ziemlich alt: Bis zu rund 250 Jahre. Sie kommen auf Platz fünf.

Am bekanntesten dürfte "Harriet" sein (im Bild) - die Galapagos-Schildkröte wurde rund 175 Jahre alt und verstarb im Jahr 2006.

Der Überlieferung nach wurde Harriet von Charles Darwin höchstpersönlich im Jahr 1835 nach England gebracht.

Das ist jedoch unwahrscheinlich, da die Unterart, der Harriet angehörte, ausschließlich auf Santa Cruz vorkommt - und auf dieser Insel war Charles Darwin nie.

Die älteste bekannte Riesenschildkröte starb ebenfalls im Jahr 2006 - allerdings im Zoo von Kalkutta.

Sie wurde schätzungsweise 256 Jahre alt und gehörte zu den sogenannten Aldabra-Riesenschildkröten.

"Somniosus microcephalus" scheitert mit Platz vier knapp am Treppchen der langlebigsten Tierarten: Der Grönlandhai (auch Eishai) ...

... nimmt aber unangefochten den ersten Platz unter den Wirbeltieren ein. Bei der Altersbestimmung des bislang ältesten gefundenen Exemplars liegt die Schätzung bei rund 400 Jahren.

Der Grönlandhai ist bislang noch verhältnismäßig wenig erforscht - auch ist unklar, wie viele Exemplare es von ihm gibt.

Immer wieder landen die Tiere im Beifang, sie ernähren sich hauptsächlich von Robben und Fischen.

Platz drei geht an eine Muschel. Und zwar an die ...

... Islandmuschel. 2006 sammelten Forscher vor der Küste Islands Muscheln ein, um sie zu untersuchen. Mit dabei: ...

... eine Muschel, die später "Ming" genannt wurde - nach der gleichnamigen Dynastie, die zur Zeit der Geburt der Muschel in China herrschte. Das Tier war nämlich 507 Jahre alt. Sie starb beim Einfrieren durch die Wissenschaftler.

Auch Silber und Gold gehen an Meeresbewohner - mit deutlichem Abstand.

Wir begeben uns in die Welt der Blumentiere. Mit einem Alter von rund 4265 Jahren ...

... gehört die Schwarze Koralle definitiv zu den Spitzenreitern der langlebigsten Organismen.

Die Tiere wachsen unglaublich langsam: Nur 4 bis 35 Mikrometer (0.004-0,035 Millimeter) pro Jahr.

Unangefochten auf Platz eins steht ein Vertreter der Riesenschwämme.

Die farbenfrohen Lebewesen zählen zu den "Metazoa", den vielzelligen Tieren. Und manche Gattungen werden sehr, sehr alt.

Der Anoxycalyx joubini zum Beispiel - hier drei Exemplare hinten rechts im Bild. Ihr Alter wird auf über 10.000 Jahre geschätzt. Sie leben am Boden der antarktischen Ozeane.

Es sind die Tiere mit dem geringsten Stoffwechsel und Sauerstoffverbrauch. Zudem sind die Meerestiere fest am Boden verankert ...

... und dürften daher trotz ihrer langen Lebenszeit nicht besonders viel herumkommen.

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