See-Elefanten sind die größten Robben der Welt. Sie unterteilen sich in zwei Arten: dem Nördlichen und dem Südlichen See-Elefanten.Bild 1 von 24 Der Südliche See-Elefant kann bis zu fünf Tonnen schwer und über sechs Meter lang werden. Sein Rüssel ist mit rund zehn Zentimetern wesentlich kleiner als der des Nördlichen See-Elefanten.Bild 2 von 24 Ihren Namen haben die imposanten Tiere ihrer Leibesfülle und ihrer vergrößerten Nase zu verdanken. Der bis zu 30 Zentimeter lange Hautlappen, den nur ausgewachsene, männliche Tiere haben, erinnert an den Rüssel eines Elefanten.Bild 3 von 24 Weibliche See-Elefanten-Kühe sind wesentlich kleiner als Bullen und haben nur leicht vergrößerte Nasen.Bild 4 von 24 Wegen ihrer Größe haben die behäbigen See-Elefanten bis auf den Orca, den Weißen Hai und den Menschen keine natürlichen Feinde. Im 19. Jahrhundert wurden die Tiere zu Tausenden getötet, um ihren Tran zu verarbeiten.Bild 5 von 24 Heute haben sich die Populationen beider Arten gut erholt und sind nicht mehr ernsthaft gefährdet. Allerdings hat die zwischenzeitliche Dezimierung zu einer extremen genetischen Vereinheitlichung geführt, was sich negativ auf die Population auswirken könnte.Bild 6 von 24 In manchen Gegenden sind Kolonien der See-Elefanten echte Touristenattraktionen. Fischer dagegen sehen die Tiere eher als Konkurrenz an.Bild 7 von 24 Um große Mengen Fisch und Tintenschnecken zu fressen, tauchen See-Elefanten 350 bis 550 Meter tief. Hier sind die Tiere vor Orcas geschützt und finden reichlich Nahrung.Bild 8 von 24 Ein Tauchgang dauert fast 70 Minuten. Möglich ist das durch das große Blutvolumen der Tiere, in dem sich reichlich Sauerstoff speichern lässt. Zudem können sie in der Tiefe ihren gesamten Stoffwechsel verlangsamen.Bild 9 von 24 Wissenschaftler der Universität Tasmanien konnten See-Elefanten in 1000 Metern Tiefe beobachten, die sogar zwei Stunden unter Wasser blieben.Bild 10 von 24 Die meiste Zeit verbringen See-Elefanten im Meer.Bild 11 von 24 Nur zur Paarungszeit und zur Aufzucht der Jungen kommen die Robben an Land. In dieser Zeit wechseln die Säugetiere auch ihr Fell.Bild 12 von 24 Für Paarung und Aufzucht sammeln sich die sonst eher als Einzelgänger lebenden See-Elefanten zu großen Kolonien ...Bild 13 von 24 ... und die Kämpfe zwischen den Bullen beginnen. Die sonst sehr friedlichen Tiere werden zu aggressiven Konkurrenten.Bild 14 von 24 Nur die größten und stärksten Bullen haben die Möglichkeit, ihre Gene weiterzugeben.Bild 15 von 24 Ein dominanter Bulle kann zehn bis dreißig Kühe in seinem Harem haben. Zur Paarung nutzt er seine körperliche Überlegenheit. Die Kuh wird mit der Vorderflosse festgehalten und in den Nacken gebissen, damit sie sich nicht wegbewegen kann.Bild 16 von 24 Schwächere Bullen werden, sowie sie sich den Kühen nähern, rabiat vertrieben.Bild 17 von 24 Dennoch bleiben diese Tiere am Rande der Kolonien in Wartehaltung, um sich möglicherweise doch noch zu paaren.Bild 18 von 24 So entstehen immer wieder neue Kämpfe zwischen den männlichen Tieren, die brutal ablaufen können. Da kann schon mal ein Stück Nase abgebissen werden oder ein Augapfel im Sand landen. Allerdings stirbt bei dem Kampf keiner der Rivalen.Bild 19 von 24 Wissenschaftler sind verwundert, weil See-Elefanten bei ihren blutigen Auseinandersetzungen keine Art von Schmerzempfinden von sich geben.Bild 20 von 24 Auch die unbeteiligten Jungtiere, die bei den Kämpfen oder bei Paarungen nicht selten aus versehen zu Tode gequetscht werden, geben keinen Laut von sich. Dieses Phänomen kann bisher nicht erklärt werden.Bild 21 von 24 See-Elefanten-Kühe sind mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Bullen haben erst mit acht bis neun Jahren die Statur, um sich einen Harem zu erstreiten.Bild 22 von 24 Die weiblichen Tiere können bis zu 18 Jahre alt werden, die männlichen dagegen nur 14.Bild 23 von 24 Forscher nehmen an, dass der Stress während der Paarungszeit den Bullen soviel Kraft kostet, dass ihre Lebenserwartung dadurch deutlich sinkt. (Bilder: AP, dpa, Februar-Ausgabe National Geographic Deutschland)Bild 24 von 24