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Samstag, 11. August 2018

Gefährliches Grünzeug: Zimmerpflanzen, die giftig sind

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Viele Menschen lieben Zimmerpflanzen. (Foto: imago/Westend61)

Viele Menschen lieben Zimmerpflanzen.

Viele Menschen lieben Zimmerpflanzen.

Und viele Menschen lieben Haustiere.

Wenn beides zusammenkommt, dann müssen Halter besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Pflanzen richten, denn was die meisten nicht wissen: ...

... viele der beliebten und verbreiteten Zimmerpflanzen sind giftig und stellen damit eine Gefahr für die tierischen Mitbewohner dar.

Der weit verbreitete Glaube, die Tiere wüssten oder schmeckten schon, woran sie knabbern können und woran nicht, ist ein Mythos.

Aus diesem Grund kommt es jedes Jahr zu vielen Vergiftungen bei Haustieren. Halter sollten deshalb einen prüfenden Blick über ihre Pflanzen werfen und sich vor jeder Neuanschaffung informieren.

Die immergrüne Birkenfeige, auch als Ficus benjamina bekannt, gehört zu den giftigen Zimmerpflanzen, wird aber auch zu den Luftreinigern gezählt.

Der milchige Saft des Ficus, der beispielsweise an Schnitt- oder Bruchstellen austritt, ist giftig. Er wirkt vor allem schleimhautreizend.

Der Verzehr von Pflanzenteilen führt zu Erbrechen und Durchfällen bei Mensch und Tier. Menschen essen jedoch selten davon.

Ebenfalls als Zimmerpflanze beliebt: die Aloe Vera.

Der Saft aus den fleischigen Blättern der Pflanze soll als Heilmittel auf der Haut wahre Wunder bewirken und wird auch "Pflanze der Unsterblichkeit" genannt.

Knabbern, lecken oder picken allerdings Tiere an der Pflanze, dann nehmen sie Giftstoffe auf, die stark abführend wirken.

Eine hohe Dosis davon kann sogar zu Krämpfen, starken Reizungen im Mund, Rachen und Verdauungstrakt führen. Auch Menschen haben sich aus Unwissenheit schon mit Aloe Vera vergiftet.

Der im Handel erhältliche Aloe Vera-Saft oder das Aloe Vera-Gel enthält keine Giftstoffe, denn die sitzen nicht im typischen Wasserspeichergewebe der Blätter, sondern direkt unter der Blattrinde.

Eine nächste Vertreterin der giftigen Zimmerpflanzen ist die Dieffenbachie (Dieffenbachia).

Knabbert der Hund, die Katze oder das Meerschwein daran, kann das Gift der Pflanze zu Reizungen im Mund- und Rachenraum führen.

Die Zunge und die Schleimhäute schwellen an, was zu Schluckbeschwerden und bei hoher Dosis sogar zur Atemnot führen kann.

Zudem können durch die Gifte blutige Durchfälle, Herzrhythmusstörungen und Krämpfe auftreten.

Auch die Efeutute gehört zu den beliebten Zimmerpflanzen. Sie ist dekorativ, luftreinigend und genügsam, aber auch giftig - und zwar in allen Pflanzenteilen.

Der Pflanzensaft enthält unter anderem Calciumoxalat, das beim Verschlucken zu Übelkeilt, Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und Schwindel führt.

Bereits bei Hautkontakt können Symptome wie Reizungen und Entzündungen auftreten.

Vom Palmfarn sollten Haustierbesitzer lieber die Finger lassen, ...

... denn auch bei diesem enthalten alle Pflanzenteile Gifte, die zu blutigen Brechdurchfällen, Lähmungserscheinungen und sogar Koma führen können. Irreversible Nerven- und Gehirnschäden können auftreten.

Immer wieder gern genommen und als luftreinigend deklariert ist das Einblatt (Spathiphyllum).

Die Blätter und Stiele der auch als Friedenslilie bekannten Pflanze sind giftig.

Die Symptome durch die Vergiftung reichen von Schluckbeschwerden über Durchfälle und Erbrechen bis hin zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Nierenschäden.

Ebenfalls ein Zimmerpflanzen-Klassiker ist die Strahlenaralie. Die auch als Lackblatt bekannte Pflanze ist pflegeleicht, luftreinigend und giftig.

Auch bei ihr stecken in allen Teilen Toxine. Vor allem das enthaltene Oxalat könnte in hohen Dosen ungesund auf den Magen-Darm-Trakt und die Schleimhäute in Mund und Rachen einwirken.

Und auch die farbenfroh blühende Kalanchoe kann zur Giftfalle für Haustiere werden.

Die Zierpflanzen, auch als Flammendes Käthchen bekannt, enthalten Stoffe, die bei Tieren Atemprobleme, Schüttelkrämpfe und Lähmungen auslösen können.

Selbst der Christusdorn, der sich und seine Blüten mit Stacheln schützt, enthält Giftstoffe ...

... und sollte deshalb für Haustiere unerreichbar sein. Die giftigen Pflanzen auf Regale und Schränke zu stellen, um Tiere zu schützen, ist ...

... prinzipiell eine gute Idee. Erfahrene Katzenbesitzer wissen allerdings, dass für Katzen kein Schrank zu hoch und ...

... kein Spalt zu schmal ist, um an etwas Interessantes wie die neue Zimmerpflanze zu gelangen.

Haustierbesitzer, die jetzt ihren Blick in ihren vier Wänden schweifen lassen, könnten verzweifelt sein, weil sie tatsächlich giftige Pflanzen in ihrer Wohnung haben.

Oder sie denken: Da ist ja noch nie etwas passiert.

Doch irgendwann könnte es doch sein und ...

... wer will sein Haustier schon leiden sehen?

Bringen Sie deshalb Ihre gifitgen Zimmerpflanzen lieber in einen haustierfreien Haushalt.

Die so gesparten Tierarztkosten könnten in die Anschaffung von ungiftigen Pflanzen gut investiert werden.

Und in Katzengras.

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