Panorama

Absturz in Sibirien18 Tote bei Hubschrauber-Kollision

04.08.2018, 10:52 Uhr
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Bei dem abgestürzten Hubschrauber handelte es sich um den Typ Mi-8. (Foto: Reuters)

Kurz nach dem Start stößt in Sibirien ein Hubschrauber in der Luft mit einer Maschine zusammen, die ein zweiter Hubschrauber transportiert - trotz guter Sichtverhältnisse. Die Insassen haben keine Chance.

Bei der Kollision zweier Hubschrauber der russischen Ölindustrie über Nordsibirien sind 18 Menschen getötet worden. Eine Maschine vom Typ Mi-8 stürzte am Morgen ab und brannte aus, meldete die Agentur Tass. An Bord waren drei Besatzungsmitglieder und 15 Ölarbeiter, die zu einer Bohrstelle fliegen wollten. Keiner von ihnen überlebte das Unglück.

Der Grund für den Absturz: Der Rotor des Hubschraubers verfing sich in der Hängelast eines anderen Hubschraubers, teilte der Ölkonzern Rosneft mit. Die zweite Maschine warf ihre Fracht ab und konnte sicher landen.

Den Angaben zufolge ereignete sich der Unfall nahe der Ölförderanlage Wankorneft, einer Tochterfirma von Rosneft. Sie liegt 2700 Kilometer nordöstlich von Moskau in der Tundra jenseits des Polarkreises. Die zwei Hubschrauber seien etwa zeitgleich einen Kilometer voneinander entfernt gestartet, sagte eine Quelle im Zivilschutz des sibirischen Gebiets Krasnojarsk. Die Piloten hätten ohne Aufsicht eines Fluglotsen auf Sicht fliegen sollen.

Nach etwa sieben Minuten sei es aus noch ungeklärter Ursache zu der Kollision gekommen. Die Wetterbedingungen in dem Gebiet seien gut gewesen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft Utair, der die Mi-8 gehörte.

Russlands Reichtum an Erdgas und Öl liegt vor allem unter der wegelosen Tundra im Nordwesten Sibiriens. Hubschrauber sind dort das übliche Verkehrsmittel, um Arbeiter und Material zwischen den weit verstreut liegenden Förderanlagen zu transportieren.

Quelle: ftü/dpa

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