Taifun "Chanchu"200 Fischer weiter vermisst
Die Fischereiflotte von Vietnam hat am Samstag die Suche nach Überlebenden des Taifuns "Chanchu" fortgesetzt.
Die Fischereiflotte von Vietnam hat am Samstag die Suche nach Überlebenden des Taifuns "Chanchu" fortgesetzt. Allerdings wird befürchtet, dass mehr als 200 Fischer, die seit Mittwoch verschwunden sind, ertrunken sind. "Ich fürchte, dass die Zahl der Toten sich erhöht, weil die Zahl der Vermissten so groß ist", sagte Le Tien Hung von der Küstenwache in Danang.
Nach offiziellen Angaben hat der Wirbelsturm rund um das Südchinesische Meer mindestens 85 Menschen das Leben gekostet. 37 Menschen starben auf den Philippinen, 23 in China. In Vietnam wurden bisher 25 Tote gezählt. Aus dem Süden seien zunächst höhere Zahlen gemeldet, inzwischen aber korrigiert worden, hieß es.
Danangs Behörden konnten am Samstag den Kontakt zu einem Fischerboot wieder aufnehmen, aber vier andere Schiffe mit insgesamt 198 Besatzungsmitgliedern blieben verschwunden. Weitere 27 Fischer aus der Provinz Quang Ngai wurden ebenfalls vermisst. Der Rest der Flotte sei mit 68 Besatzungsangehörigen auf einer Insel gestrandet, die von China und Taiwan gleichermaßen beansprucht werde.
Dutzende von vietnamesischen Hochseefischern hatten sich auf See befunden, als der Taifun am Mittwoch plötzlich seine Richtung geändert hatte und nach Norden gezogen war. Statt wie vorhergesagt in Vietnam auf Land zu treffen, hielt er auf China zu. Der Supertaifun "Chanchu" ("Perle") hatte Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometer erreicht. Er war der stärkste, der sich jemals so früh im Jahr im Südchinesischen Meer gebildet hatte.