Panorama

Alle vier Jahre wieder2008 ist ein Schaltjahr

31.12.2007, 12:42 Uhr

Alle vier Jahre gibt es ein Schaltjahr - außer in Säkularjahren, die nicht durch 400 teilbar sind. Nötig ist der Einschub, weil ein Sonnenjahr 365,2422 Tage dauert.

Alle vier Jahre wird vor dem 1. März ein zusätzlicher Tag ins Jahr eingefügt: der Schalttag 29. Februar. Das Jahr 2008 ist ein solches Schaltjahr. Nötig ist dieser Einschub, weil ein Sonnenjahr - die Zeit, in der die Erde um die Sonne läuft - nicht genau 365 Tage dauert, sondern 365,2422 Tage. Ohne Schalttag würde sich also das Datum im Kalender jedes Jahr um etwa einen viertel Tag gegenüber der Jahreszeit verschieben: Nach rund 350 Jahren fiele der Frühlingsanfang in den Dezember.

Dieses Problem war schon den Ägyptern aufgefallen. Durch das Dekret von Kanopus wurde im Jahre 238 vor Christus alle vier Jahre ein Schalttag angeordnet. Cäsar übernahm dies in seinen - später so genannten - Julianischen Kalender, der bis ins Mittelalter beibehalten wurde.

Doch auch mit dieser Korrektur war die Welt des Kalenders noch nicht in Ordnung. Das Julianische Jahr ist mit 365,2500 Tagen genau elf Minuten und 46 Sekunden länger als ein Sonnenjahr. Nach 128 Jahren summiert sich diese Differenz zu einem ganzen Tag.

Im Laufe der Jahrhunderte verschob sich deshalb der kalendarische Frühjahrsbeginn immer mehr gegenüber dem astronomischen. 1582 zog Papst Gregor XIII. die "Notbremse". Er ließ den Kalender reformieren, und auf seine Veranlassung folgte unmittelbar auf den 4. Oktober der 15. Oktober 1582. Außerdem strich er für die Zukunft einige Schaltjahre. Ein sogenanntes Säkularjahr (mit zwei Nullen am Ende), dessen Zahl nicht durch 400 teilbar ist, hat seit Papst Gregor keinen zusätzlichen Tag mehr. Die Jahre 1700, 1800 und 1900 waren keine Schaltjahre - das Jahr 2000 war aber wieder eines.