Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:48 Finnland will Einreisen erleichtern +++

Die finnische Regierung kündigt an, die coronabedingten Beschränkungen bei der Einreise wieder zu lockern. Innenministerin Maria Ohisalo sagt: "Ab Samstag nächster Woche ist es möglich, von Schweden und Deutschland nach Finnland zu reisen, ohne in Quarantäne zu müssen." Man habe sich darauf geeinigt, die Grenze von 8 auf maximal 25 Infizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen heraufzusetzen. Einzelheiten sollen am Freitag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

+++ 23:23 Tunesien kämpft mit sprunghaften Zuwächsen +++
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist in Tunesien auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Tunis meldete 465 neue Fälle an einem Tag. Drei weitere Menschen seien in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Entwicklung hatte Besorgnis insbesondere mit Blick auf die für nächste Woche geplante Rückkehr der Schüler in die Schulen erregt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in den vergangenen Wochen in Tunesien stetig gestiegen. Im März hatte das nordafrikanische Land als Maßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus strikte Ausgangssperren verhängt, die Grenzen geschlossen und internationale Flüge ausgesetzt. Mit der Lockerung der Maßnahmen und der Öffnung der Grenzen am 27. Juni nach fast dreimonatiger Schließung stiegen die Zahlen rapide an. Insgesamt registrierten die Behörden bislang 5882 Fälle und 99 Tote in Verbindung mit Covid-19.

+++ 23:02 Virologe will Schnelltest für Heimgebrauch erlauben +++
Der Virologe Alexander Kekulé fordert die Politik auf, Coronavirus-Schnelltests für zu Hause zu erlauben. Kekulé sagte im MDR-Podcast, er halte eine Freigabe für dringend notwendig. Außerdem könne jeder den für einen Schnelltest notwendigen Nasen-Abstrich im Prinzip selbst machen. Er sehe keinen Grund, warum das nur ein Arzt machen solle: "Meines Erachtens, sich selbst eine Probe vorm Spiegel zu nehmen, muss in Pandemie-Zeiten halt geübt werden wie das Zähneputzen im Kindergarten." Bisher sind in Deutschland nur Labortests erlaubt. Ein Grund dafür ist die Medizinprodukte-Abgabeverordnung, die die Abgabe von Coronavirus-Tests an Laien verbietet.

+++ 22:29 Rekordzuwachs in Frankreich: Macron warnt vor Panik +++
Die französische Regierung berät am Freitag über eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Der wissenschaftliche Beirat drängt die Regierung wegen der seit Wochen steigenden Infektionszahlen zum Handeln. Präsident Emmanuel Macron warnte vor der Sondersitzung aber vor "Panik". Zuletzt hatte die französische Gesundheitsbehörde fast 10.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bestätigt, den höchsten Wert überhaupt seit Beginn der Pandemie. Als schärfstes Mittel zur Eindämmung des Virus gelten Ausgangsbeschränkungen, wie sie in Frankreich bereits zwischen März und Mai galten. In Unternehmen und den meisten Schulen des Landes gilt bereits eine Maskenpflicht. In Paris und anderen französischen Großstädten muss der Mund-Nasen-Schutz zudem auch im Freien getragen werden.

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 22:01 Ärzte in Madrid drohen mit Generalstreik +++
Wegen Corona-Überlastung wollen die Ärzte in Madrid die Arbeit niederlegen. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem"unbefristeten und kompletten" Streik ab dem 28. September aufgerufen. Der Ausstand sei bereits für die Arbeiter des Bereichs der medizinischen Grundversorgung angemeldet worden, weitere Sektoren würden sich aber in den kommenden Wochen anschließen, hieß es. Schon seit Jahren leide man an einem Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen, beklagte die Gewerkschaft in einer am Abend veröffentlichten Mitteilung. "Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten aber zu einer für uns inakzeptablen Verschlimmerung der Lage geführt." Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sei der mehrfach geäußerten Bitte um ein Treffen zur Besprechung der Probleme nicht nachgekommen. Madrid war im Frühjahr von der Pandemie im Corona-Hotspot Spanien besonders schwer getroffen worden - und ist jetzt wieder die von den Neuausbrüchen am stärksten betroffene Region des Landes.

+++ 21:26 Infektionsherde in ganz Spanien +++
In Spanien sind weiter keine Anzeichen für eine Trendwende zu erkennen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt zuletzt sogar deutlich stärker an als in der Vorwoche. Im Lauf des Donnerstags verzeichneten die spanischen Behörden 10.764 neue Fälle. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie erfassten Infektionsfälle klettert damit auf 554.143. Insgesamt 29.699 Menschen sind in Spanien im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Ansteckung bereits gestorben. Regionale Infektionsherde gibt es in fast allen Landesteilen. Besonders stark betroffen sind Aragón, Kantabrien, Kastilien und Léon, La Rioja, Navarra, die Exklave Melilla und die Hauptstadtregion Madrid. Steigende Fallzahlen berichten die Behörden auch auf den kanarischen Inseln mit Schwerpunkten auf Gran Canaria und Lanzarote. Auf Mallorca ist insbesondere Palma de Mallorca betroffen.

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+++ 21:01 Rekordwert in Frankreich: Zuwachs um fast 10.000 Fälle +++
In Frankreich melden die Gesundheitsbehörden den bislang stärksten täglichen Zuwachs an positiven Corona-Tests. Die neuen Fälle legen um 9843 auf 353.944 zu. Der bisherige Rekord wurde vor sechs Tagen mit 8975 erreicht. 19 weitere Menschen starben,die positiv getestet wurden. Damit werden nun insgesamt 30.813 Todesfälle gezählt. In den Krankenhäusern werden 5096 positiv getestete Menschen behandelt. Das sind 93 mehr als tags zuvor. Diese Kennziffer wächst in Frankreich seit zwölf Tagen in Folge.

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+++ 20:55 Mehr als 500 Neuinfektionen allein in Bayern +++
Bayern verzeichnet mit 534 neuen Fällen deutlich die höchste Zahl an Neuinfektionen, auch NRW (323) und Baden-Württemberg (222) melden dreistellige Zuwachsraten. Sogenannte Nuller gibt es nicht, aber vier Länder kommen auf nur einstellige Zuwächse: Mecklenburg-Vorpommern (2), das Saarland (4), Brandenburg und Sachsen-Anhalt jeweils (9).

+++ 20:35 Deutschland meldet 1710 neue Fälle +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zieht an: Die Bundesländer melden in ihren Tagesberichten 1710 Neuinfektionen und 4 weitere Todesfälle. Das ist der höchste Donnerstags-Zuwachs seit Ende April. Nach Berechnungen von ntv.de sind damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 256.140 Infektionen amtlich gemeldet worden. 9341 Menschen sind an der Krankheit gestorben, 229.431 inzwischen wieder genesen. Die Angaben zu den Genesenen beruhen teilweise auf Schätzungen des Robert-Koch-Instituts.

Auch der Sieben-Tage-Schnitt zeigt die wachsende Infektionsdynamik: Hier liegt Deutschland derzeit bei 1321 Fällenpro Tag.

+++ 20:11 Hundert in Quarantäne nach Familienfeiern in Sachsen +++
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten im sächsischen Landkreis Bautzen ist um13 gestiegen. Das teilte das Landratsamt am Abend mit. Nach den entsprechendenKontaktermittlungen müssen sich nun rund 100 Menschen an die Quarantäne-Regeln halten. Hauptinfektionsquelle sind den Angaben zufolge zwei Familienfeiern, beidenen es zu elf Neuinfektionen gekommen ist. Aktuell seien 39 Personen im Landkreis nach einer Infektion mit dem Covid-19-Virus erkrankt. Wegen deserhöhten Arbeitsaufwandes stockt das Gesundheitsamt das Personal den Angabenzufolge weiter auf und arbeitet auch am Wochenende, um Kontakte zu ermitteln und über Testergebnisse zu informieren.

+++ 19:50 Kindergeld steigt ab Januar um 15 Euro +++
Trotz großer Belastungenfür die Staatskasse durch die Corona-Krise sollen Familien und Steuerzahler imkommenden Jahr finanziell wie geplant entlastet werden. Am Nachmittag hat derBundestag zum ersten Mal über das sogenannte Familienentlastungsgesetz beraten. Es sieht eine Erhöhung des Kindergeldes ab Januar um 15 auf 219 für das erste und zweite Kind vor. Zudem sind höhere Freibeträge zur steuerlichen Entlastung geplant.
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+++ 19:20 England schickt Portugal-Reisende in Quarantäne +++
In England müssen sich nun auch wieder Reisende aus Portugal für zwei Wochen in Isolation begeben. Dasgibt der britische Verkehrsminister Grant Shapps bekannt und verweist auf dieEntwicklung des Infektionsgeschehens. Die Regelung gilt allerdings nicht fürdie portugiesischen Atlantik-Inseln Azoren und Madeira. Dagegen müssen sichneuerdings unter anderen ebenfalls Reisende aus Ungarn an die Quarantäne-Auflage halten.

+++ 18:50 USA: Anträge auf Arbeitslosenhilfe bleiben hoch +++
Die Zahl der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA bleibt auf einem unverändert hohen Niveau. In der Woche bis einschließlich 5. September stellten 884.000 Menschen einen Neuantrag. Das waren genauso viele wie in der Woche davor. Im August gab es zum Teil noch mehr als eine Million Neuanträge pro Woche. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarkts wider. Vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl selten über 100.000 pro Woche gelegen. Die Arbeitslosenquote sank zuletzt von historisch hohen 10,2 Prozentauf 8,4 Prozent für August.

+++ 18:25 Jakarta verhängt strikte Corona-Regeln +++
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta treten ab Montag erneut strikte Corona-Einschränkungen in Kraft. Vorausgegangen war ein massiver Anstieg der Neuinfektionen in der Metropole mit ihren mehr als zehn Millionen Einwohnern. Unter anderem sollen Beschäftigte wieder möglichst im Homeoffice arbeiten, auch die Fahrten öffentlicher Verkehrsmittel werden begrenzt, wie Gouverneur Anies Baswedan mitteilte. Zudem dürfen Cafés und Restaurants nur noch Essen zum Abholenzubereiten oder ausliefern. Zuletzt hatte die Stadt täglich durchschnittlich rund 1000 neue Fälle verzeichnet.

+++ 17:45 Berlin storniert Großauftrag für Beatmungsgeräte +++
Der Medizintechnik-Hersteller Dräger hat einen Großauftrag des Bundes zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten einvernehmlich gestoppt. Unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Entwicklung der Pandemie hätten Dräger und die Bundesregierung im Grundsatz vereinbart, dass über die bereits gelieferten 1557 hinaus keine weiteren Geräte mehr geliefert werden, teilte das Unternehmen mit. Die Kosten für die Bereitstellung der Fertigungskapazität übernehme die Bundesregierung. Durch die freiwerdenden Kapazitäten sei Dräger in der Lage, andere Länder zu beliefern, wo Beatmungsgeräte weiterhin dringend benötigt würden, hieß es.

+++ 17:15 Infektions-Alarm bei Assange-Anhörung +++
Aus Sorge vor Corona-Infektionen ist die Anhörung des Wikileaks-Gründers Julian Assange vor einem Gericht in London unterbrochen worden. Im Umfeld der Anwälte gebe es möglicherweise eine Infektion, berichteten britische Medien. "Solange die Situation unsicher ist, sollte die Anhörung vertagt werden, bis das Ergebnis da ist", sagte die zuständige Richterin. Nach Angaben des Gerichts soll das Verfahren am Montag fortgesetzt werden. Die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des gebürtigen Australiers läuft nach monatelanger Pause seit dieser Woche wieder. Die US-Justiz wirft dem 49-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft.

+++ 16:45 Bei Singapore-Airlines fallen 4300 Jobs weg +++
Die Singapore-Airlines-Gruppe (SIA) streicht wegen der Corona-Krise 4300 Stellen. Im Geschäftsjahr 2020/21 werde der Konzern weniger als 50 Prozent seiner ursprünglichen, vor der Pandemie geplanten Kapazität anbieten können, teilte das Unternehmen mit. Zudem gebe es Prognosen, wonach der Passagierverkehr erst 2024 auf das frühere Niveau zurückkehren werde. Maßnahmen wie ein Einstellungsstopp, die Nichtbesetzung offener Stellen,ein Vorruhestandsprogramm sowie ein freiwilliges Ausstiegssystem hätten es ermöglicht, bereits rund 1900 Stellen zu streichen.

+++ 16:15 Scholz: "Mehr Schulden sind nicht schlimm" +++
Finanzminister Olaf Scholz rechnet langfristig mit negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Staatseinnahmen. "Es bleibt eine Herausforderung, die nicht klein ist", sagte Scholz in Berlin. Die Wachstumsdelle werde sich sehr lange im Steueraufkommen niederschlagen. Bereits im kommenden Jahr sei die Erfüllung der anliegenden Aufgaben nicht ohne erhebliche Kreditaufnahme möglich. "Das ist nicht schlimm, das ist einfach Keynesianismus", sagte Scholz aber. Damit ist die Vorstellung gemeint, dass der Staat in Krisenzeiten mehr Geld ausgeben sollte, um die Wirtschaft anzukurbeln.
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+++ 15:45 UN melden Milliardenbedarf +++
UN-Generalsekretär Antionio Guterres erklärt, zur Bekämpfung der Pandemie mit dem Programm"ACT-Accelerator" würden 35 Milliarden Dollar benötigt. Das Programm dient der Impfstoffentwicklung, sowie der Behandlung von Infektionen mit dem Coronavirus. Allein in den nächsten drei Monaten sei das Programm auf 15 Milliarden Dollar angewiesen.

+++ 15:15 Facebook löscht sieben Millionen Falschmeldungen +++
Facebook bleibt ein Hotspot für Falschmeldungen: Von April bis Juni hat das Unternehmen mehr als sieben Millionen Beiträge auf Facebook und Instagram in Zusammenhang mit dem Coronavirus gelöscht. Darunter fielen etwa gesundheitsgefährdende Behauptungen wie "der Konsum von Bleichmitteln heilt das Virus", berichtete tagesschau.de.

+++ 14:45 Keine Schule für 80 Gymnasiasten in Nürnberg +++
Das war eine kurze Schulwoche: Rund 80 Schüler der elften Jahrgangsstufe des Nürnberger Bertolt-Brecht-Gymnasiums müssen laut dem Portal "infranken.de" in Quarantäne. Demnach hatte das Gymnasium am Dienstag eine Versammlung für die Jahrgangsstufe abgehalten. Erst danach habe ein Schüler sein positives Testergebnis auf das Coronavirus bekommen. Daraufhin wurde der komplette elfte Jahrgang und einige Lehrer, die an der Vollversammlung teilgenommen hatten, in Quarantäne geschickt. Bei einer ersten Reihentestung wurde bisher bei keinem anderen Schüler das Virus nachgewiesen.

+++ 14:20 RKI: Würzburg überschreitet Obergrenze +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Würzburg einen Inzidenzwert von 52,4. Damit überschreitet die Stadt die bundesweite Obergrenze an Corona-Neuinfektionen und könnte theoretisch sofort wieder Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen anordnen. Damit ist Würzburg aktuell eine von drei bayerischen Städten, die die kritische Zahl von 50 übersteigen - neben Memmingen (63,9) und Rosenheim (69,5). In Landshut lag der Wert zwischenzeitlich auch bei über 50, aktuell ist er auf 38,7 gesunken. Noch wollen Stadt und Gesundheitsamt allerdings die Zahl nicht bestätigen. "Die Zahl verhält sich wohl anders, als das Robert-Koch-Institut meldet", heißt es vonseiten der Stadt. Und eine Sprecherin des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Würzburg weist auf Nachfrage des BR darauf hin, dass es am Wochenende eine bayernweite Panne bei der Datenübertragung gegeben habe. Sie vermutet, die Zahl könnte ein Ausläufer davon sein. Das Gesundheitsamt will am frühen Nachmittag den offiziellen Inzidenzwert bekannt geben.

+++ 13:40 Fallzahlen in Region Hannover steigen nach Ausbruch in Altenheim +++
Rund ein halbes Jahr nach Niedersachsens erster nachgewiesener Corona-Infektion in Uetze (Region Hannover) sind die Fallzahlen dort binnen weniger Tage rasch angestiegen. Grund sei ein Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim, sagte eine Sprecherin der Region Hannover. Die aktuelle Fallzahl lag demnach bei 31, insgesamt gab es in der Kommune bisher 74 Fälle. Der erste Covid-19-Fall im Land war am 29. Februar gemeldet worden: Betroffen war ein 68 Jahre alter Mann aus Uetze, der mit seiner Frau nach Südtirol verreist war und sich danach mit den örtlichen Schützen traf. Die Folge war eine Reihe von Quarantäne-Fällen. In der gesamten Region Hannover stieg die Zahl der registrierten Fälle im Vergleich zum Vortag um 42 Fälle auf 3668. 17.617 nachgewiesene Infektionen waren es für ganz Niedersachsen Stand 9.00 Uhr, ein Plus von 126.

+++ 13:18 Laschet: Kein Bußgeld für Maskenverweigerer im Wahllokal +++
Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet kein Bußgeld. "Es gilt eine Maskenpflicht im Wahllokal, aber es gilt auch die freie Beteiligung an Wahlen für jeden", unterstrich der CDU-Politiker in Düsseldorf. Daher könne ein Verstoß gegen die Maskenpflicht nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. "Es ist nicht wie in einem Bus. Man kann niemandem das Wahlrecht vorenthalten. Das ist eines der fundamentalsten Grundrechte." Da jedem freier Zugang zum Wahllokal gewährt werde, werde damit ein möglicher Anfechtungsgrund ausgeräumt. "Es gilt nur der Appell, Abstand zu halten und Maske zu tragen", unterstrich Laschet. Politischer Aktionismus rund um Wahllokale werde aber an Wahltagen grundsätzlich nicht geduldet. "An einem Wahltag darf niemand für sein Anliegen irgendwelche politischen Druckmittel oder Besetzungen rund um Wahllokale machen. Das muss absolut neutral sein. Da gibt es klare Regeln."

+++ 12:55 Querdenken-Demo in München findet unter strengen Auflagen statt +++
Die für Samstag in München angemeldete sogenannte Querdenken-089-Demonstration von Gegnern der staatlichen Corona-Maßnahmen ist mit strengen Auflagen belegt worden. Das Münchner Kreisverwaltungsreferat untersagte einen angemeldeten Demonstrationszug durch die Innenstadt und verlegte den Demonstrationsort auf die Theresienwiese. Statt der angemeldeten 5000 Menschen dürfen maximal tausend Menschen teilnehmen. Die Initiatoren wollten auf dem Münchner Odeonsplatz demonstrieren, der direkt an die Fußgängerzone angrenzt. Die durch das Oktoberfest bekannte Theresienwiese ist eine große, von Straßen umgebene Freifläche. Grund für die Einschränkungen sind laut Kreisverwaltungsreferat eine Gefahrenprognose der Polizei und eine infektionsschutzrechtliche Bewertung. Für die Teilnehmer gilt laut Anordnung eine Maskenpflicht und eine Pflicht zum Einhalten des Mindestabstands von anderthalb Metern. Bereits der Zugang zur Theresienwiese werde kontrolliert, um die Teilnehmerzahl steuern zu können. Außerdem muss der Veranstalter für die tausend Teilnehmer hundert Ordner stellen.

+++ 12:25 Österreich meldet stärksten Anstieg der Neuinfektionen seit März +++
In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März. Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen wurde in der Bundeshauptstadt Wien gemeldet, teilte das Innenministerium mit.

+++ 11:43 Astrazeneca verspricht Impfstoff-Erkenntnisse bis Jahresende +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca könnte bis Jahresende Klarheit über die Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffes haben. Wenn die unterbrochene Studie fortgesetzt werden könne, sollte man noch vor Jahresende wissen, ob der Impfstoff vor dem Virus schütze, sagte Vorstandschef Pascal Soriot in einer Telefonkonferenz. Es komme sehr häufig vor, dass Studien unterbrochen werden müssten, der Unterschied sei dieses Mal nur, dass die ganze Welt zuschaue. Astrazeneca hatte die Studien mit seinem Corona-Impfstoffkandidaten, den die Weltgesundheitsorganisation WHO als einen der vielversprechendsten sieht, wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Studienteilnehmer unterbrochen. Medienberichten zufolge leidet der Proband unter transverser Myelitis - eine Entzündung des Rückenmarks, die oft durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Soriot sagte, es sei noch nicht klar, ob es sich um transverse Myelitis handelt, weitere Tests seien nötig. Der Vorgang werden von einem unabhängigen Ausschuss geprüft, der entscheide, ob die Studie fortgesetzt werde.

+++ 11:10 Experten zweifeln an Johnsons milliardenschweren "Mondschuss"-Plänen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hofft, dass schon bald Millionen von Covid-19-Tests - darunter einige, die innerhalb von Minuten Ergebnisse liefern - täglich verarbeitet werden können. Mit diesem Vorhaben, genannt "Operation Mondschuss", will Johnson die Bevölkerung wieder in den Arbeitsalltag zurückbringen. Der Plan könnte laut British Medical Journal mehr als 100 Milliarden Pfund kosten. Experten sagen jedoch, dass es bereits Probleme mit den Laborkapazitäten für aktuelle Tests gibt. Zudem würde die Technologie für schnellere Tests "noch gar nicht existieren", betonte einer der renommiertesten britischen Epidemiologen, Professor Neil Ferguson im "Guardian".

+++ 10:17 Wohnviertel in Palma de Mallorca abgeriegelt +++
Wegen hoher Corona-Zahlen hat die Regionalregierung der Balearen die Abriegelung eines Wohnviertels der Stadt Palma angeordnet. Die etwa 23.000 betroffenen Menschen im Arbeiterviertel Son Gotleu und in einigen angrenzenden Straßenzügen dürften ihr Wohnviertel ab Freitag nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern, berichtete die deutschsprachige "Mallorca Zeitung". Geschäfte und Cafés dürften mit der halben Zahl der üblichen Plätze weiter geöffnet bleiben. Bars müssen spätestens um 22 Uhr schließen. Die Einschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen. Son Gotleu im Norden der Stadt, wo viele Menschen aus Lateinamerika, Osteuropa und Afrika leben, leidet seit langem unter sozialen Problemen, die sich durch Corona noch verschärft haben.

+++ 10:05 Rotes Kreuz: Coronakrise schärft Bewusstsein für Gefährdungslagen +++
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat die Bedeutung des für 11 Uhr angesetzten bundesweiten Probealarms angesichts der Coronakrise hervorgehoben. "Die Warnung ist ein enorm wichtiger Aspekt des Bevölkerungsschutzes", erklärte der Präsident des Bundesamts, Christoph Unger, am Donnerstagmorgen zum bundesweiten Warntag. Einerseits sollen mit dem Alarm die Warnverfahren "auf Herz und Nieren" getestet werden. Andererseits sollen Bürger über die Warnung informiert werden.

+++ 09:40 Tschechien erneut mit mehr als 1000 Neuinfektionen +++
Tschechien zählt den zweiten Tag in Folge mehr als 1000 Neuinfektionen. Binnen eines Tages seien 1161 Coronavirus-Fälle hinzugekommen, die Gesamtzahl sei damit auf 31.036 gestiegen, teilen die Behörden mit. Erst am Mittwoch hatte das Land erstmals mehr als 1000 neue Ansteckungen verzeichnet.

+++ 09:14 Frankreich denkt an lokale Lockdowns +++
Angesichts der stark gestiegenen Infektionszahlen wird Frankreichs Regierung die Möglichkeit lokaler Lockdowns debattieren, sagt Regierungssprecher Gabriel Attal mit Blick auf eine anstehende Kabinettsitzung. Dies sei eine mehrerer Optionen, um gegen die Virus-Pandemie vorzugehen. Im Kampf gegen die Corona-Krise sei grundsätzlich nichts ausgeschlossen. Regierungsberater Jean-Francois Delfraissy sagte dem Radiosender RTL, man tue alles, um lokale Abriegelungen zu vermeiden. In bestimmten Risikogebieten könnte man darüber nachdenken, Treffen größerer Menschenmengen einzuschränken.

+++ 08:42 Apple entwickelt eigene Masken für Mitarbeiter +++
Apple hat eine neue Mund-Nase-Bedeckung entwickelt, um die Verbreitung von Covid-19 zu begrenzen. Die "Apple Face Mask" ist die erste, die der kalifornische Technologieriese ausschließlich seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt, wie "Bloomberg" berichtet. Sie besteht aus drei Schichten, um ein- und ausgehende Partikel zu filtern. Die Maske könne bis zu fünf Mal gewaschen und wiederverwendet werden, teilte das Unternehmen mit. Apple hatte zuvor einen Gesichtsschutz für medizinisches Personal hergestellt und Millionen anderer Masken im Gesundheitswesen verteilt. Die hauseigene Maske soll vor allem in der iPhone- und iPad-Produktion zum Einsatz kommen.

+++ 08:04 Studie: Dunkelziffer in den USA liegt neun mal höher als offizielle Zahlen +++
In den USA haben sich einer Hochrechnung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie wohl rund neun Mal so viele Menschen mit dem Virus infiziert als nach den offiziellen Statistiken bekannt. Im Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April habe es im Land womöglich bereits rund sechseinhalb Millionen Fälle gegeben, schreiben die Wissenschaftler um Jade Benjamin-Chung und Sean Wu von der University of California in Berkeley im Fachjournal "Nature Communications". Offizielle Statistiken geben für diesen Zeitraum 721.245 Fälle an.

+++ 07:38 Infektionszahlen steigen in Israel auf Rekordhöhe +++
Israel bekommt die Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle: Die Anzahl der Neuinfektionen ist erneut sprunghaft gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 3904 neue Fälle registriert worden. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag hatte es 3554 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Mittwoch waren es 44 717. Durchschnittlich ist jeder elfte Test in Israel positiv. Im Vergleich zu Deutschland hat Israel gegenwärtig doppelt so viele Corona-Neuinfektionen - wobei Deutschland neunmal so viel Einwohner hat.

+++ 07:16 Verfassungsschutz: Corona-Proteste "Resonanzboden für Extremisten" +++
Im Zusammenhang mit den Corona-Protesten warnt der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes vor "Individual-Terrorismus". "Dieser Personenkreis hat offensichtlich das Gefühl, dass man sie bedroht. Und sie wollen, dass endlich mal einer was gegen die vermeintliche Bedrohung unternimmt", sagte Burkhard Freier der "Rheinischen Post". "Daraus kann ein Individual-Terrorismus entstehen - also eine Radikalisierung, ohne in einer realweltlichen Gruppe zu sein." "Wenn dann noch der Eindruck hinzukommt, nicht mehr alleine zu sein, andere denken genauso, dann führt das zu Christchurch, El Paso, nach Halle und nach Hanau. Bei diesen schwersten terroristischen Anschlägen war immer als ganz wesentliches Motiv eine Verschwörungsideologie im Hintergrund", sagte Freier. Deshalb gehe der NRW-Verfassungsschutz davon aus, dass die aktuellen Proteste nicht nur Ausdruck von Sorge und Unzufriedenheit seien. "Sondern es sind Proteste, die auch deutlich machen, dass es Personen gibt, die demokratiefeindlich sind und unsere Werte nicht teilen. Diese Proteste sind ein Resonanzboden für Extremisten", sagte Freier.

+++ 06:49 Mehr als 95.000 Neuinfektionen in Indien +++
Mit 95.735 Corona-Neuinfektionen meldet Indien einen neuen Höchstwert. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt binnen 24 Stunden auf über 4,4 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1172 auf mehr als 75.000. Indien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen. Zudem breitet sich in keinem anderen Land das neuartige Virus schneller aus.

+++ 06:01 Hamburg verdoppelt Bußgeld für Maskenverweigerer +++
Für Maskenverweigerer wird es in Hamburg ab sofort teurer. Wer ab heute im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt wird, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen. Dies gilt sowohl für Masken-Totalverweigerer als auch für Menschen, die den Schutz nicht ordnungsgemäß angelegt haben, wie der Senat mitteilte. Bislang drohte allein in Bussen und Bahnen eine Vertragsstrafe von 40 Euro. Nun ist ein Verstoß gegen die Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum, also beispielsweise auch beim Einkaufen, bußgeldbewehrt, und überall werden 80 Euro fällig. Hamburg setzt damit eine Vereinbarung der Länderregierungschefs mit der Bundesregierung um, in der deutschlandweit ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht empfohlen wurde. Erst Ende August war in der Hansestadt eine Vertragsstrafe für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen in Höhe von 40 Euro eingeführt worden.

+++ 05:03 Starker Anstieg: RKI meldet 1892 Neuinfektionen +++
Deutschland verzeichnet 1892 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 255.366. Weitere drei Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9341.

+++ 04:11 Wirtschaft gegen Steuererhöhung +++
Vor der außerordentlichen Steuerschätzung hat sich die Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen der Corona-Krise ausgesprochen. "Die Steuereinnahmen werden nur dann wieder spürbar ansteigen, wenn auch die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur. Steuererhöhungen würden Liquidität und Investitionsfähigkeit der Unternehmen weiter schwächen. "Es wäre sehr kurz gesprungen, damit in den kommenden Jahren Löcher in den öffentlichen Kassen stopfen zu wollen", mahnte Schweitzer.

+++ 02:41 Britische Forscher entwickeln Sterberisiko-Modell +++
Britische Wissenschaftler haben ein Bewertungsmodell zur Vorhersage des Sterberisikos von Covid-19-Patienten entwickelt. Es soll Ärzten helfen, schnell die bestmögliche Versorgung zu ermitteln, heißt es in der im British Medical Journal (BMJ) veröffentlichten Studie. Das neue "4C-Mortalitätswert"-Modell (Coronavirus Clinical Characterization Consortium) verwendet zur Berechnung des Sterberisikos Daten wie Alter, Geschlecht, Grunderkrankungen, Atmung und Blutsauerstoffgehalt.

+++ 00:56 Mehr als 1000 Menschen sterben binnen 24 Stunden in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 35.816 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,197 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1075 auf 128.539 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 00:05 Impfstoff-Studie von Astrazeneca bereits zum zweiten Mal gestoppt +++
Die Corona-Impfstoff-Studie des Pharmakonzerns Astrazeneca wurde bereits im Juli erstmals kurzzeitig unterbrochen. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher. Ein Teilnehmer habe damals Multiple Sklerose gehabt. Ein unabhängiges Gremium sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass die Krankheit der Testperson nicht mit dem Impfstoff in Verbindung stehe. Astrazeneca hatte am Vorabend mitgeteilt, vorübergehend die weltweiten Studien mit seinem Corona-Impfstoffkandidaten wegen gesundheitlicher Probleme bei einem Probanden zu stoppen. AstraZeneca gehört zu den führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus.

+++ 22:16 Berichte: USA lockern Einreisebestimmungen +++
Die USA geben Berichten zufolge ihre Corona-Kontrollen für Fluggäste aus Europa und anderen Weltregionen auf. Wie Yahoo News und Reuters berichten, sollen die strengen Untersuchungen bereits am Montagmittag auslaufen. Bisher müssen Einreisende aus dem Schengenraum und Ländern wie China, Iran, Großbritannien und Brasilien in einem von 15 Flughäfen landen. Dort werden sie auf Covid-19-Symptome wie Fieber überprüft. Die Seuchenschutzbehörde CDC teilte mit, von 675.000 überprüften Passagieren seien nur 15 positiv getestet worden. In einem internen Papier, aus dem die Medien zitieren, heißt es demnach, die gegenwärtige Strategie erfordere bedeutende Ressourcen und sei nicht nachhaltig angesichts von wachsendem Reisevolumen.

+++ 21:43 Labors kommen mit Tests nicht hinterher +++
Erstmals seit Juni nimmt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder ab. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50.000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt. In jener Woche waren noch weniger als eine halbe Million Tests erfasst worden, seither war ihre Zahl stetig gestiegen. Der Anteil positiver Testergebnisse sank in den vergangenen fünf Wochen von 1,00 auf 0,74 Prozent. Der Rückstau an PCR-Proben habe seit der Woche vom 3. bis 9. August stark zugenommen, hieß es vom RKI auch. In der Woche bis 6. September gaben demnach 66 Labore einen Rückstau von insgesamt 29.964 abzuarbeitenden Proben an. 44 Labore hätten Lieferschwierigkeiten für Reagenzien genannt.

+++ 21:11 Angespannte Lage in Spanien: 8866 Infektionen binnen 24 Stunden +++
In Spanien bleibt die Corona-Lage angespannt. Im Vergleich zum Vortag meldete das spanische Gesundheitsministerium 8866 neu bestätigte Fälle (gestern: 8964) und 34 weitere Todesfälle (gestern: 78). Die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen beträgt nun 543.379, den weltweit achthöchsten Wert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beläuft sich auf 29.594. Von den 19 spanischen Regionen unterschreiten laut Behördenangaben aktuell lediglich zwei die Obergrenze der 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen je 100.000 Einwohner: Asturien im Nordosten Spaniens (36,2) und die Balearen (35,8). In neun Regionen übertrifft die Sieben-Tage-Inzidenz die Schwelle von 100 teilweise deutlich. Spitzenreiter ist Madrid mit einem Wert von 253,9.

+++ 20:42 Deutschland meldet 1458 neue Fälle +++
Die Bundesländer melden in ihren Tagesberichten für Deutschland insgesamt 1458 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle. Nach Berechnungen von ntv.de sind damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 254.430 Infektionen amtlich gemeldet worden. 9337 Menschen sind an der Krankheit Covid-19 gestorben, 227.847 inzwischen wieder genesen. Die Angaben zu den Genesenen beruhen teilweise auf Schätzungen des Robert-Koch-Instituts. Bayern verzeichnet mit 515 neuen Fällen deutlich die höchste Zahl an Neuinfektionen, auch Baden-Württemberg (278) und NRW (183) melden dreistellige Zuwachsraten. Sogenannte Nuller gibt es nicht, die geringste Zahl an Neuinfektionen weist Thüringen mit fünf auf.

+++ 20:34 Auswärtiges Amt weitet Reisewarnungen für europäische Regionen aus +++
Das Auswärtige Amt weitet seine Reisewarnungen für bestimmte Regionen in Europa aus. So sollten Urlauber in Frankreich zusätzlich die Insel Korsika meiden. Auf der Webseite des Ministeriums werden darüber hinaus folgende französische Gebiete genannt, in die keine touristischen Reisen vorgenommen werden sollten: Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d'Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine sowie die Überseegebiete Französisch Guyana, St. Martin und Guadeloupe. Zusätzlich sind auf dem europäischen Festland auch die schweizerischen Kantone Genf und Waadt, Tschechiens Hauptstadt Prag und die kroatischen Regionen Dubrovnik-Neretva und Požega-Slawonienals explizit genannt.

+++ 20:20 Lungenspezialist: Sterblichkeit bei Patienten wird in kommenden Monaten sinken +++
Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis sieht die Krankenhäuser in Deutschland gut gerüstet für den Umgang mit schwer an Covid-19 erkrankten Patienten im Herbst und Winter. Der Professor für extrakorporale Lungenersatzverfahren an der Universität Witten/Herdecke und Oberarzt eines Kölner Krankenhauses berichtet im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" von einem Lernprozess in der Pandemie. Anfangs habe man in einigen Fällen zu früh mit der Beatmung begonnen und damit teils schwere Nebenwirkungen riskiert, "aber nicht zu beatmen, ist oft noch schlimmer." Die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten werde sich in den kommenden Monaten senken lassen, erwartet Karagiannidis, weil sich inzwischen Behandlungsstandards herausgebildet hätten. "Wir wissen mehr über den richtigen Beatmungszeitpunkt, über Medikamente wie Remdesivir gegen die Virenlast in der Frühphase der Erkrankung und Dexamethason als Entzündungshemmer bei beatmungspflichtigen Patienten", sagt er. Außerdem habe man gelernt, dass viele Patienten Thrombosen und Lungenembolien entwickeln, was einen frühzeitigen Einsatz von Blutverdünnern nötig mache.

+++ 19:52 Schwierigkeiten bei Astrazeneca: Studienstopp "normales Vorgehen" +++
Nach der Erkrankung eines Probanden pausiert der Pharmakonzern Astrazeneca eine klinische Studie zu einem möglichen Corona-Impfstoff. "Dass eine klinische Studie pausiert oder gestoppt wird, wenn bei Probanden unerwartete gesundheitliche Probleme auftreten, ist ein normales Vorgehen", heißt es in einer schriftlichen Einschätzung vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf auf Anfrage von ntv.de. "Es ist ein wichtiges Zeichen von guter Qualitätskontrolle, schließlich hat bei der Entwicklung eines Impfstoffes die Gesundheit und Sicherheit der Probanden oberste Priorität." Beim mittlerweile zugelassenen, wirksamen und als sehr sicher angesehenen neuen Ebola-Impfstoff Ervebo hätte es zudem ebenfalls eine Unterbrechung in der ersten Phase der Studie gegeben, heißt es in dem Statement weiter. Grund seien damals Gelenkbeschwerden gewesen - nach Klärung und Bewertung der Nebenwirkung sei die klinische Prüfung jedoch "erfolgreich weitergeführt" worden.

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+++ 19:21 Trump: Habe Corona-Gefahr absichtlich heruntergespielt +++
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten die Coronavirus-Gefahr absichtlich heruntergespielt, um keine Panik auszulösen. Zugleich geht aus Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward hervor, dass Trump bereits Anfang Februar informiert war, dass das Virus sich über Luft überträgt und eine höhere Sterberate als eine Grippe auslöst. Öffentlich verwies er in dieser Zeit dagegen auf niedrige Fallzahlen in den USA und behauptete mehrfach, das Virus werde von allein verschwinden. In den USA starben rund 190.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus - zum Teil auch weil sie Warnungen von Experten und Vorsichtsmaßnahmen wie Masken nicht ernst nahmen.

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+++ 19:03 München verhängt wieder nächtliches Alkoholverbot +++
An beliebten Feier-Orten im Freien gilt in München am kommenden Wochenende ein zeitlich begrenztes nächtliches Alkoholverbot. Damit wolle man die Zunahme der Corona-Infektionen zum Schutz der Bevölkerung eindämmen, teilte die Stadt nach einem Beschluss des Stadtrats mit. Das Verbot gilt von Freitagabend bis Sonntagmorgen rund um Party-Hotspots. Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr dürfen Feiernde dort Alkohol nicht mehr im öffentlichen Raum trinken. Wer sich nicht daran hält, müsse mindestens 150 Euro Bußgeld zahlen. Auch der Verkauf alkoholischer Getränke ist rund um die Partyzonen verboten. Verstöße sollen mindestens 500 Euro kosten. Im ersten Anlauf hatte die Stadt ein Alkoholverbot für Straßen und Parks in ganz München erlassen, um die vielen Partys unter freiem Himmel einzudämmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte diese Regelung jedoch für unverhältnismäßig.

+++ 18:52 "Besorgniserregend": Tschechien kehrt zur landesweiten Maskenpflicht zurück +++
In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen wurde ein Rekordwert erreicht: Am Dienstag kamen 1164 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Prag bekanntgab. Der bisherige Höchstwert innerhalb von 24 Stunden hatte bei knapp 800 gelegen. Die Gesamtzahl der aktiven Fälle stieg damit auf rund 9300. Es wurden bisher insgesamt 441 Todesfälle mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den jüngsten Anstieg bereits gestern als "besorgniserregend" bezeichnet. Inzwischen gilt in Tschechien wieder landesweit eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln; in Prag zudem in Geschäften und Einkaufszentren. Gesundheitsminister Adam Vojtech kündigte nun bei Twitter an, dass von morgen an eine Maskenpflicht "in allen Innenräumen in der ganzen Tschechischen Republik" eingeführt werde.

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Quelle: ntv.de, mau/tsi/rts/dpa/AFP