Panorama

H5N1 in Großbritannien2500 Truthähne tot

03.02.2007, 14:30 Uhr

Auf einer Geflügelfarm in Großbritannien ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Dabei handelt es sich um die Virus-Variante H5N1, die auch für Menschen gefährlich werden kann.

Auf einem britischen Geflügelhof ist der auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 festgestellt worden. Bei dem betroffenen Gut im Osten Englands handle es sich um den größten Truthahn-Mastbetrieb Europas, teilte die EU-Kommission am Samstag mit. Die britische Regierung habe bereits die international vereinbarten Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Dazu gehörten unter anderem Quarantänezonen um den Betrieb sowie das Verbot von Tierausstellungen.

"Alle Geflügelbauern sind vollkommen unter Schock, denn wir hatten nicht die leiseste Ahnung, dass der Erreger plötzlich in England auftaucht", sagte der Vorsitzende des britischen Geflügelzüchterverbandes Charles Bourns der Nachrichtenagentur Reuters. Von den 160.000 Truthähnen des betroffenen Betriebes sind bislang 2.500 Tiere gestorben. Allerdings ist der Ausbruch bisher nur auf einen der insgesamt 22 Ställe begrenzt. In Japan gab das Landwirtschaftsministerium am Samstag zudem den vierten H5N1-Ausbruch in dem Land in diesem Jahr bekannt. In der Europäischen Union wurde der erste H5N1-Fall in diesem Jahr vor eineinhalb Wochen bei Gänsen in Ungarn nachgewiesen.

An der Vogelgrippe-Variante H5N1 sind seit 2003 mindestens 270 Menschen erkrankt, 164 von ihnen starben -die meisten in Asien. 200 Millionen Vögel verendeten an der aggressiven Form der Vogelgrippe oder wurden vorsorglich getötet.