Industrieller entführt30 Mio Lösegeld gefordert
Die Entführer des griechischen Großindustriellen Giorgos Milonas fordern 30 Millionen Euro Lösegeld.
Die Entführer des griechischen Großindustriellen Giorgos Milonas haben 30 Millionen Euro Lösegeld gefordert. Wie aus Polizeikreisen verlautete, lag ein entsprechender Zettel im Handschuhfach von Milonas' Wagen. Die Entführer bestätigten ihre Forderungen in einem anonymen Telefonanruf. Sie gaben der Familie des Gekidnappten eine Frist von einer Woche, um das Geld zusammenzubringen.
Der Chef des größten griechischen Aluminiumkonzerns war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Dienstag vor seinem Haus in Nordgriechenland von drei maskierten Männern verschleppt worden. Die Männer seien zu Milonas ins Auto gestiegen und weggefahren. Später wurde der Wagen auf dem Parkplatz eines Supermarktes gefunden, das Handy und die Armbanduhr des Entführten lagen in dem Fahrzeug.
Die Behörden untersuchen weiter, ob der vor zwei Jahren aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Athen geflüchtete Bankräuber Vassilis Paleokostas an der Entführung beteiligt ist. Paleokostas und sein Bruder Nikos, der selber noch im Gefängnis sitzt, hatten bereits 1995 einen bekannten Geschäftsmann entführt. Dieser kam gegen Zahlung von umgerechnet 734.000 Euro wieder frei.