Panorama

Schöner Kirchenstörer verurteilt 6.000 Euro Strafe für Roy

Der bundesweit bekannte Kirchenstörer Andreas Roy ist wegen Pöbeleien bei der Live-Fernsehshow "Wetten, dass..?" zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verhängte die Strafe wegen Hausfriedensbruchs, fahrlässiger Körperverletzung und Nötigung. Zu Gunsten des mehrfach Vorbestraften wertete das Gericht, dass er sich für die Störaktion entschuldigt hatte.

Roy hatte in dem Prozess beteuert, er habe ZDF-Moderator Thomas Gottschalk im Oktober 2004 nicht als "Penner und Schwulenfreund" bezeichnet. Er liebe Gottschalk und habe ihn aus Gewissensnot aufrufen wollen, aus der katholischen Kirche auszutreten, da sie nach Ansicht Roys Irrlehren verbreitet. Laut Urteil hatte die Störung aber nichts mit ehrlicher Gewissensnot zu tun. "Religionsfreiheit ist ein großes Gut, aber niemand hat das Recht, einem anderen etwas aufzudrängen oder ihn zu belästigen", sagte Richter Wolfgang Jordan.

Eine vorsätzliche Körperverletzung konnte nach dem Urteil nicht nachgewiesen werden. Als Ordner den Störer aus dem Berliner Velodrom befördern wollten, wurde einer von ihnen leicht verletzt. Roy hatte gesagt, ihm sei die Verletzung nicht bewusst gewesen. Es sei ein solcher Tumult gewesen, bei dem an ihm gezerrt und gerissen worden sei. Gottschalk hatte auf eine Anzeige verzichtet.

Quelle: n-tv.de