Spreewaldkähne starten wiederAb Ostern wird gestakt
Am Osterwochenende wird die Kahnfahr-Saison im Spreewald offiziell eröffnet. In mehreren Orten werden dazu symbolisch die Stangen zum Bewegen der Spreewaldkähne an die Fährleute übergeben.
Zu Ostern können Besucher des Spreewalds erste Kahnfahrten unternehmen - und zugleich sorbische Bräuche kennenlernen. In Orten wie Lübbenau, Lübben und Burg werden zu Beginn der Kahnfahr-Saison symbolisch die langen Stangen zum Bewegen der Spreewaldkähne an die Fährleute übergeben.
Im Spreewald gibt es den Angaben der örtliche Tourist-Information zufolge rund 750 hauptberufliche Kahnfährleute, allein 300 von ihnen in Lübbenau. Fast fünf Millionen Besucher werden jedes Jahr in dem Unesco-Biosphärenreservat gezählt. Die Region ist eines der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele im Land Brandenburg.
Sorbischer Osterbrauch im Spreewald
Im sorbischen Siedlungsgebiet gehört das Holen von Osterwasser zu einem festen Brauch. In der Nacht vor Ostersonntag gehen Mädchen und Frauen mit Tonkrügen zu einem Fließ oder einer Quelle und schöpfen Wasser.
Auf dem Hin- und Rückweg darf dabei nicht gesprochen werden. Mit dem Osterwasser pflegte man sich zu waschen, besprengte aber auch das Vieh und vereinzelt auch die Menschen, denen man begegnete. Dieses Wasser soll dem Glauben nach besonders lange halten und nicht verfaulen. Es soll zudem besonders feine Haut geben, wenn man sich damit wäscht.