Panorama

"Nude Visions" in MünchenAktfotos von Marilyn und Uschi

27.05.2009, 07:04 Uhr

Der nackten Wahrheit ist die Münchner Ausstellung "Nude Visions, 150 Körperbilder in der Fotografie" gewidmet.

Der nackten Wahrheit ist die Münchner Ausstellung "Nude Visions, 150 Körperbilder in der Fotografie" gewidmet. "Wir haben vor, 150 Jahre Geschichte der Aktfotografie zu zeigen und auch zu hinterfragen", sagte Ausstellungskurator Ulrich Pohlmann bei der Vorstellung der Fotoschau im Münchner Stadtmuseum. Mehr als 250 Fotografien, Aktbände und Mappenwerke aus den Jahren 1855 bis 2005 werden von Mittwoch an bis zum 13. September in der Ausstellung gezeigt.

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Fotos von Marilyn Monroe aus der Serie "The last sitting" von Bert Stern. (Foto: dpa)

Dabei sei es nicht das Ziel, mit den Aktfotos "einen oben draufzusetzen", sagte Pohlmann in Anspielung auf die von Skandalen begleitete Vorgängerausstellung "Das Aktfoto" 1985 im Münchner Stadtmuseum. Damals hatte eine junge Besucherin sich spontan ausgezogen und von ihrem Begleiter fotografieren lassen. Das Medienecho und die Zahl kritischer Stimmen waren entsprechend groß.

Sexsymbole

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Uschi Obermaier, von Guido Mangold 1968 als Badenixe in Kamerun fotografiert. (Foto: dpa)

Wenig prüde ist die Auswahl auch in diesem Jahr: Im Repertoire sind Sexsymbole wie Marilyn Monroe, nackt porträtiert 1962 von Bert Sterns, und Uschi Obermaier, die Guido Mangold 1968 als Badenixe in Kamerun in Szene setzte. Ein Männerakt von Hermann Stamm ist dem 2004 verstorbenen Modefotografen Helmut Newton gewidmet, es zeigt einen auf dem Boden liegenden Mann, der einen Sattel auf dem Rücken trägt und dennoch gelangweilt wirkt.

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Männerakt von Hermann Stamm. (Foto: dpa)

Pornografische Anspielungen machen die Fotos von Timm Ulrichs. Mal blickt Leonardo da Vincis "Mona Lisa" auf das Liebesspiel von Mann und Frau, mal liebkosen sich die Aktmodelle vor leicht bekleideten Frauen von Paul Gauguin. "Wir wollen einen ironischen, einen listigen Kommentar zu diesem Genre bringen", sagte Pohlmann.

Quelle: dpa