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Paula lebt in Sachsen-Anhalt Ältestes Faultier der Welt wird 50

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Faultiere wie Paula ernähren sich überwiegend von blatthaltiger Pflanzenkost.

(Foto: picture alliance / dpa)

Kulleraugen, struppiges Fell und ein sehr ruhiges Gemüt - wegen dieser und anderer Eigenschaften erfreuen sich Faultiere großer Beliebtheit. Das älteste lebt in Halle und heißt Paula, nachdem es lange Zeit ein Paul war.

Das älteste Faultier der Welt wird 50 Jahre alt. Paula, wie das Weibchen heißt, lebt im Bergzoo am Reilsberg in Halle. Sie gilt als älteste unter den in Zoos und Auffangstationen betreuten und in freier Wildbahn untersuchten Tieren.

Das Zweifingerfaultier war 1971 war mit einer Artgenossin zusammen aus Guyana nach Halle gekommen, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". 25 Jahre waren Tierpfleger davon ausgegangen, dass es sich bei Paula um ein Männchen handelte. "Der Tierhändler verkaufte dem Zoo damals ein Pärchen und kurze Zeit später bekam das Weibchen Nachwuchs", erzählt Zoo-Kuratorin Jutta Heuer der Zeitung.

Das Geschlecht der Tiere ist sehr schwer zu erkennen. Erst Anfang der 1990er-Jahre habe man anhand von Ultraschall Eierstöcke im Bauch des Tieres entdeckt, erklärte Heuer. Schnell bekam das Faultierweibchen dann auch männliche Partner, doch Nachwuchs konnte Paula nicht bekommen.

Faultiere sind mit Gürteltieren und Ameisenbären verwandt. Sie sind durchschnittlich fünf Kilogramm schwer und leben zumeist in tropischen Regenwäldern in Mittel- und Südamerika. Wegen ihrer energiearmen Ernährung haben die Tiere einen sehr langsamen Stoffwechsel und brauchen deshalb sehr lange Ruhephasen.

Quelle: n-tv.de, joh

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