Panorama

Eifersüchtiger Hilfssheriff Amoklauf in Wisconsin

Eine fröhliche Pizza-Party wird zum Blutbad: Vermutlich aus Wut auf eine Exfreundin hat ein junger Polizist im US- Staat Wisconsin sechs Schulkameraden erschossen. Ein weiterer Teenager wurde lebensgefährlich verletzt, wie US-Medien am Montag berichteten. Der 20-jährige Amokschütze selbst, dessen Namen die Behörden mit Tyler Peterson angaben, wurde Stunden nach der Tat am Sonntag in der kleinen Ortschaft Crandon von einem Scharfschützen der Polizei getötet.

Die Opfer waren den Medienangaben zufolge zwischen 14 und 20 Jahre alt. Drei von ihnen besuchten die örtliche High School, die drei anderen waren mittlerweile Universitätsstudenten und zum Wochenende nach Hause gekommen. Wie es weiter hieß, kam die seit der gemeinsamen Schulzeit befreundete Gruppe im Haus der 18-jährigen Jordann Murray zusammen, die kurz zuvor Peterson den Laufpass gegeben hatte. Die jungen Leute wollten Pizza essen und sich Filme anschauen - eine Wiedersehensparty, bei der zugleich ein Sieg der Footballmannschaft der Schule am Vorabend gefeiert werden sollte.

Was sich dann genau abspielte, blieb wegen des kritischen Zustands des einzigen Überlebenden zunächst noch unklar. Nur so viel stand am Montag fest: Plötzlich fiel eine Reihe von Schüssen, dann hörten Nachbarn nach eigenen Angaben ein Auto mit quietschenden Reifen davonfahren. Polizisten fanden die Opfer in ihrem Blut vor. Peterson, der erst Anfang des Jahres als Ordnungshüter vereidigt worden war und am Sonntag frei hatte, wurde nach stundenlanger Großfahndung etwa zehn Kilometer vom Tatort entfernt von einem Polizisten erschossen.

Nachbarn beschrieben Peterson als einen "guten Jungen", dem man eine solche Bluttat nicht zugetraut hätte. Allerdings sagte die Mutter der getöteten Jordann, er sei wegen der Trennung sehr wütend auf seine Exfreundin gewesen. Die High School in Crandon blieb am Montag geschlossen. Die Einwohner der 2000-Seelen-Gemeinde äußerten sich schockiert über den Amoklauf. "Hier kennt jeder jeden. Es gibt niemanden, der nicht irgendetwas mit den Opfern oder deren Familien zu tun gehabt hat", sagte eine Bürgerin.

Quelle: ntv.de

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