Prozess um HolzklotzwurfAngeklagter voll schuldfähig
Zwar habe der Angeklagte eine narzisstisch-paranoide Persönlichkeitsstörung, doch wirke sie sich ebenso wie seine Heroinsucht nicht auf seine Schuldfähigkeit aus, sagt ein Gutachter.
Ein Gutachter hält den Angeklagten im Prozess um den tödlichen Holzklotzwurf für voll schuldfähig. Der Mann sei in seiner Steuerungsfähigkeit nicht eingeschränkt gewesen, sagte der Psychiater Konstantin Karyofilis vor dem Oldenburger Landgericht.
Die narzisstisch-paranoide Persönlichkeitsstörung des 31-Jährigen und seine Heroinsucht hätten sich nicht grundsätzlich auf die Schuldfähigkeit ausgewirkt, erklärte Karyofilis. "Er weiß sehr gut, was es für Folgen haben kann, wenn ein Auto von der Fahrbahn abweicht."
Ein Urteil in dem Mordprozess wird nach Angaben eines Gerichtssprechers Ende Mai erwartet. Am 18. Mai seien die Plädoyers geplant.
Der Angeklagte soll am Ostersonntag 2008 einen sechs Kilogramm schweren Holzklotz auf die Autobahn 29 geworfen und so eine zweifache Mutter aus Nordrhein-Westfalen getötet haben.