Panorama

Hunderte Häuser stürzen ein Beben erschüttert China

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Schäden am Container-Hafen von Wellington, wo es kurz zuvor bebte.

(Foto: AP)

Im Nordwesten Chinas bebt die Erde: In den ersten Stunden nach den Erschütterungen steigt die Zahl der Toten bereits auf 75. Es gibt zahlreiche Verletzte.

Bei einem Erdbeben in der nordwestchinesischen Provinz Gansu sind mindestens 75 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 600 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, so die Nachrichtenagentur China News Service. Das Beben erschütterte die Gemeinden Minxian und Zhangxian um 7.45 Uhr (Ortszeit).

Das Epizentrum lag 180 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Lanzhou und etwa 1200 Kilometer westlich der chinesischen Hauptstadt Peking. Der geologische Dienst der Vereinigten Staaten bezifferte die Stärke mit 5,9. Das seismologische Amt der Provinz Gansu berichtete hingegen von einer Stärke von 6,6. Um 9.12 Uhr meldeten chinesische Erdbebenwarten ein Nachbeben der Stärke 5,6.

Bislang sind laut Behörden 1200 Häuser eingestürzt. 21 000 wurden schwerbeschädigt. In einigen Gemeinden fiel der Strom aus, Züge konnten nicht fahren. Die örtlichen Behörden mobilisierten Hunderte Soldaten, Polizisten und andere Hilfskräfte, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen, wie Staatsmedien berichteten. Hunderte Zelte wurden in die Region geschickt, für die Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Tausende wurden bislang in Sicherheit gebracht. Das staatliche Fernsehen zeigte dramatische Bilder von Dörfern mit von Trümmern übersäten Straßen. Die abgelegene Region ist nur extrem schwer zugänglich.

Auch Wellington wackelt

Im April hatte die Erde in der zentralchinesischen Provinz Sichuan gebebt. Bei dem Beben der Stärke 7,0 kamen etwa 200 Menschen ums Leben. Fünf Jahre zuvor waren in der selben Provinz fast 90.000 Menschen durch ein Erdbeben gestorben. Damals wirkte sich auch verheerend aus, dass viele Häuser in China nicht erdbebensicher sind und schnell zusammenstürzen.

Ein Erdbeben wurde am Sonntag auch in Neuseeland registriert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag sein Zentrum rund 57 Kilometer süd-südwestlich der Hauptstadt Wellington in einer Tiefe von 14 Kilometern. Die Stärke betrug 6,5. Bei dem Erdstoß der Stärke 6,5 seien einige Fenster zu Bruch gegangen und an einigen Fassaden habe sich Putz gelöst.

Die Behörden riefen dazu auf, die Innenstadtbereich Wellingtons zunächst zu meiden. Ingenieure müssten dort zunächst den Zustand der Gebäude prüfen. Im Hafen der Hauptstadt brach ein 15 Meter breites Stück Land weg und versank im Hafenbecken.

Die Menschen seien verständlicherweise nervös, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes. Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hatte 2011 in Christchurch 185 Menschenleben gefordert und Teile der Innenstadt zerstört. Ein ähnlich folgenschweres Beben ist auch in Wellington nicht ausgeschlossen. "Dies ist eine gute Gelegenheit für jeden, seine Notfallvorsorge und - pläne zu überprüfen", sagte Wellingtons Bürgermeisterin Celia Wade-Brown.

Quelle: ntv.de, jmü/dpa

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