Bundesweiter Test - Warntag2020Behörden lösen Probealarm aus - Warn-App teils überlastet
In Deutschland findet heute der Warntag2020 mit einem bundesweiten Probealarm für alle Warnmittel statt. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Allerdings funktioniert die Aktion wohl nicht überall fehlerfrei.
Erstmals seit der Wiedervereinigung ist heute um 11.00 Uhr ein bundesweiter Probealarm ausgelöst worden. Offenbar lief aber längst nicht alles reibungslos. So fiel in manchen Gegenden die zentrale Warn-App NINA aus.
Der sogenannte Warntag dient als Vorbereitung auf Gefahrenlagen wie schwere Unwetter, Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge. Eingebunden werden sollten alle vorhandenen Warnmittel wie beispielsweise Warn-Apps, Radio und Fernsehen, digitale Werbetafeln, Sirenen und Lautsprecherwagen.
In Köln etwa heulten um Punkt 11.00 Uhr die Sirenen. "Eine Entwarnung wird um 11.20 Uhr übermittelt", teilte das federführende Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vor Beginn der Aktion mit. Auch ntv.de beteiligte sich an der Übung.
Eine BBK-Sprecherin sagte mit Blick auf die Warn-App NINA: "Wir wissen, dass es teilweise geklappt hat." Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen. "Deshalb gibt es gerade Verzögerungen bei der Auslösung." Laut Berliner "Tagesspiegel" ist die Warn-App NINA etwa in der Hauptstadt und auch in Potsdam ausgefallen.
Der Probealarm, der von Bund und Ländern gemeinsam ausgeführt wird, soll künftig an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Das BBK verfolgt damit zwei Ziele: Zum einen soll die Warntechnik getestet werden, zum anderen sollen sich die Bürgerinnen und Bürger mit den verschiedenen Warntechniken vertraut machen. Denn es habe sich gezeigt, dass Menschen in Krisensituationen vor allem auf Bekanntes zurückgriffen, sagte BBK-Präsident Christoph Unger.
